Synopsis.
Name
Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden
Arc
Ein Dialogessay über die Entstehung klarer Gedanken während des aktiven Sprechvollzugs im Austausch mit einem Hörer.
Kleist legt dar, dass Gedanken nicht vor dem Sprechen vollendet sein müssen, sondern sich erst im physischen Vollzug der Rede, angetrieben durch das Formulieren und die passive Resonanz eines aufmerksamen Zuhörers, klären. Er vergleicht den Sprechakt mit einer elektrischen Entladung ähnlich einer Leydener Flasche und verknüpft diese These mit Fallbeispielen: dem revolutionären Ausruf Mirabeaus, der listigen Fabelrede des Fuchses und dem familiären Zwiegespräch mit seiner Schwester. Das System führt vor, wie aus unklaren Ahnungen durch das Wagnis des Redebeginns präzise Erkenntnisse erzeugt werden.
Stakes
Die Befreiung des Denkens von rationalistischen Vorab-Schranken, die Etablierung des Sprechens als schöpferisches Denkorgan, und die metaphysische Verwandlung von elektrischer Dynamik in kognitive Gewissheit.