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khai plays · a playbook

Das Bettelweib von Locarno.

Kleist
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Das Bettelweib von Locarno

Arc

Ein Marquis verliert den Verstand, als eine von ihm getötete Bettlerin geisterhaft in sein Schloss zurückkehrt.

Ein grauser Marquis vertreibt im Zorn eine kranke Bettlerin, die in seinem Schloss Locarno Schutz gesucht hatte, hinter den Ofen auf ein Strohlager, wo sie stürzt und sich das Genick bricht. Jahre später, als der Marquis durch finanzielle Not gezwungen ist, das ruinöse Schloss an einen Florentiner Ritter zu verkaufen, nistet sich im Spukzimmer ein unsichtbares Wesen ein, dessen schlurfende Schritte und Atemgeräusche den Gast vertreiben. Trotz aller Versuche des Marquis und seiner Gemahlin, die Heimsuchung wegzuleugnen, bricht der Spuk das rationalistische Weltbild des Paares, bis der Marquis im wahnhaften Terror das Schloss anzündet und selbst in den Flammen umkommt.

Stakes

Die metaphysische Rache des ausgegrenzten und misshandelten Opfers, der unaufhaltsame Kollaps von feudaler Besitzmacht durch schuldhafte Heimsuchung, und der psychische Verfall der Vernunft im Angesicht des Unheimlichen.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Der tödliche Sturz des kranken Bettelweibs hinter dem Ofen des Schlosses, die Notwendigkeit des Schlossverkaufs an den Florentiner Ritter, und das erste Vernehmen der schlurfenden Schritte im Spukzimmer.

02 · plot editorial

Heimsuchung-Brand.

Cue

Der im Jähzorn ausgesprochene Befehl von Marquis an das kranke Bettelweib, sich hinter den Ofen auf das Strohlager zu legen, was ihren tödlichen Sturz verursacht.

Action

Der Plot entfaltet sich über das Eintreffen des Florentiner Ritter, der nach einer Nacht im Spukzimmer entsetzt abreist, woraufhin die Marquise und der Marquis in den Folgenächten gemeinsam mit dem Kammerdiener und dem Hund im Zimmer wachen und die unheimliche Präsenz verifizieren, was den Marquis in den Wahnsinn und die Brandkatastrophe treibt.

Stage

Die Ritterzimmer und Gänge des Schlosses Locarno sowie der Brandherd des Gebäudes.

Tension

Die unaufhaltsame, sensorisch belegbare Präsenz der übernatürlichen Schuld, die den feudalen Herrschaftsanspruch des Täters zersetzt und seine stolze Zuflucht physisch einäschert.

04 · pitch editorial

das Grauen.

Tenor

Das Grauen, nicht der gellende Schrecken, sondern das Unheimliche, das aus der eigenen Schuld zurückkommt und nicht mehr fortzubeten ist. Gespielt wird im gedämpften, lauschenden Ton der Nacht, in der ein Wesen, das niemand sieht, sich vom Eck erhebt, durch das Zimmer schlurft und sich hinter dem Ofen auf das Stroh niederlegt, genau dort, wo das Bettelweib gestürzt war; jeder Schritt geschieht im Dunkel, und das Furchtbare ist gerade, dass nichts zu sehen, alles aber zu hören ist.

Undertow

Unter dem Grauen liegt das Beharren der Vernunft, die nicht glauben will, was sie hört. Der Marquis und die Marquise leugnen die Heimsuchung weg, gehen mit Licht und Hund und Degen in das Zimmer, um den Spuk zur Rede zu stellen, und es ist gerade ihr rationalistisches Sich-Wehren, das den Schauder schärft, denn das Unsichtbare lässt sich von keinem Argument vertreiben. Dieses Ringen des klaren Kopfes gegen das, was er nicht fassen kann, hält das Grauen davon ab, in bloßes Gespensterspiel zu zerfallen; es bleibt kalt, beobachtet, unausweichlich.

Nerve

Getroffen wird die Furcht vor dem, was im Dunkel auf einen zukommt und nicht aufzuhalten ist: jenes Lauschen mit angehaltenem Atem, in dem das Ohr einen Schritt erwartet, von dem es weiß, dass er kommen wird. Das Gefühl, dass eine begangene Tat nicht vergeht, sondern wartet, und dass kein Schloss, kein Stand, keine Mauer das ausgrenzt, was man unter das Stroh getreten hat.

Echo

Was bleibt, ist der Brand und die weißen Gebeine. Der Marquis, der im wahnhaften Terror selbst die Fackel an das eigene Schloss legt und in den Flammen umkommt, und das Gerücht, das die Landleute weitertragen, dass seine Knochen noch in dem Winkel ruhen, aus dem er das Bettelweib von Locarno aufstehen hieß. Der Nachgeschmack ist die kalte Gewissheit, dass die Rache des Misshandelten kein Lärm war, sondern ein Schlurfen, das geduldig wartete, bis der Täter sich selbst verbrannte.

06 · persona editorial

Bettelweib.

Projection

Das Bettelweib - eine kranke, alte Frau aus dem Veltlin -, die auf ihrer Bettelreise im Schloss des Marquis Schutz vor der Kälte sucht, dort grob misshandelt wird und schließlich an den Verletzungen eines Sturzes stirbt.

Action

Sie schleppt sich hinter den Ofen auf das zugewiesene Strohlager, rutscht auf dem glatten Boden aus, bricht sich beim Aufstehen das Genick und kehrt Jahre später als unsichtbarer, unerbittlicher Spuk mit schlurfenden Schritten zurück.

Shadow

Die absolute, stumme Vergeltung des gesellschaftlich Ausgegrenzten, die nach dem Tod metaphysische Macht gewinnt und das stolze Schloss des Täters durch reine, rhythmische Präsenz in Schutt und Asche legt.

Tell

Ihr wimmerndes Seufzen hinter dem Ofen und das unheimliche, rhythmische Schlurfen ihrer Schritte auf dem Dielenboden des Zimmers.

07 · persona editorial

Hund.

Projection

Der Hund - der treue Jagdhund des Marquis -, dessen tierische Instinkte den unsichtbaren Geist wahrnehmen und dem Paar die Furcht einflößen.

Action

Er wird vom Marquis in der dritten Nacht mit ins Zimmer genommen, beobachtet die ungesehene Erscheinung, knurrt und bellt, weicht ängstlich zurück und legt sich winselnd unter den Tisch.

Shadow

Der stumme Detektor des Unheimlichen, dessen biologisches Entsetzen die metaphysische Realität des Spuks über jeden menschlichen Zweifel erhebt und die Flucht des Marquis einleitet.

Tell

Sein geducktes Zurückweichen, das ängstliche Winseln und das Aufstellen seines Nackenfells.

08 · persona editorial

Kammerdiener.

Projection

Der Kammerdiener - der persönliche Diener des Marquis -, der das Abendessen serviert, die Lichter im Spukzimmer entzündet und den Lärm der unheimlichen Schritte bezeugt.

Action

Er bereitet das Zimmer für den Gast vor, vernimmt nachts das unheimliche Schlurfen, eilt am Morgen herbei, um dem Ritter beim Packen zu helfen, und beobachtet die wachsende Panik des Marquis.

Shadow

Die Stimme der Dienerschaft, die das unausgesprochene Geheimnis des Schlosses durch stummes Beobachten und die Weitergabe von Gerüchten verbreitet.

Tell

Sein leises, ehrfürchtiges Auftreten im Spukzimmer und sein verängstigter Blick beim nächtlichen Rauschen hinter dem Ofen.

09 · persona editorial

Marquis.

Projection

Der Marquis - der hochmütige und gefühlslose Herr des Schlosses bei Locarno -, dessen herrischer Befehl den Tod der kranken Bettlerin verursacht und der später durch finanzielle Not zum Verkauf seines Besitzes gezwungen ist.

Action

Er befiehlt der alten Frau barsch, sich hinter den Ofen zu scheren, ignoriert ihren Tod, versucht später den Spuk vor dem Käufer geheimzuhalten und zündet schließlich im Wahnsinn das eigene Schloss an.

Shadow

Die Tragik der feudalherrlichen Willkür, die den Wert eines Menschenlebens missachtet und durch die metaphysische Rückkehr ihrer Schuld in die absolute Selbstvernichtung getrieben wird.

Tell

Sein harter, ungeduldiger Tonfall beim Verteilen von Befehlen und sein panisches, wildes Herumlaufen mit einer Fackel in den letzten Minuten seines Schlosses.

10 · persona editorial

Marquise.

Projection

Die Marquise - die besorgte Ehefrau des Schlosserben -, die den Ruin der Familie vor Augen hat und versucht, die unheimlichen Vorfälle pragmatisch und rational aufzuklären.

Action

Sie empfängt den Florentiner Ritter, schlägt dem Marquis vor, selbst eine Nacht im Spukzimmer zu wachen, um den Ruf des Hauses zu retten, bezeugt den unheimlichen Lärm und flieht schließlich entsetzt aus dem brennenden Schloss.

Shadow

Der gescheiterte Versuch, das moralische Vergehen des Ehemanns und das drohende Unheil durch weibliche Vorsicht und Rationalität einzudämmen.

Tell

Ihr blasses, besorgtes Schweigen beim Abendessen und ihr plötzlicher Fluchtruf, als der Marquis das Feuer legt.

11 · persona editorial

Ritter.

Projection

Der Florentiner Ritter - ein wohlhabender Edelmann auf der Suche nach einem Schlossgut -, dessen unvoreingenommener Besuch den Spuk ans Tageslicht bringt.

Action

Er reist nach Locarno, übernachtet im prächtigen Spukzimmer, hört mitten in der Nacht das unerklärliche Schlurfen und Seufzen und reist am nächsten Morgen wortlos und entsetzt ab, wodurch der Verkauf scheitert.

Shadow

Der unbeteiligte Dritte, dessen neutrale und unvoreingenommene Wahrnehmung des Übernatürlichen die Leugnungsversuche des Marquis wertlos macht und die Katastrophe beschleunigt.

Tell

Sein höfliches, aber bestimmtes Abschiedsschreiben und seine hastige Abreise bei Tagesanbruch.

13 · place editorial

Schloss-Locarno.

Shown

Das stattliche, aber zunehmend verfallende und verschuldete Schloss des Marquis in den waldigen Ausläufern bei Locarno in der Schweiz - geprägt von zugigen Rittergemächern, langen Gängen und dem unheimlichen Gästezimmer mit dem Ofen.

Offers

Dem adligen Paar den Raum für seinen Lebensunterhalt und die Hoffnung auf eine finanzielle Sanierung durch den Verkauf der herrschaftlichen Immobilie an betuchte Reisende.

Withheld

Dem Marquis den dauerhaften Besitz und das Überleben seiner Linie, da das Schloss durch die metaphysische Heimkehr der getöteten Bettlerin zum unbewohnbaren Spukort wird, den der Marquis schließlich im wahnhaften Terror selbst in Brand steckt.

15 · piece editorial

Strohlager.

Load bearing

Das Strohlager bildet das load-bearing Instrument der Schuld: Hier stürzt das kranke Bettelweib nach dem herrischen Befehl des Marquis nieder und verletzt sich tödlich. An dieser Stelle hinter dem Ofen verankert sich das traumatische Vergehen, von dem aus der unsichtbare Geist allnächtlich seinen Gang beginnt.

Apparent

Ein einfaches Bündel Stroh hinter dem Ofen eines herrschaftlichen Gästezimmers im Schloss Locarno, auf das die kranke, alte Bettlerin geschickt wurde, um die Nacht zu verbringen.

Yearbook

Hinter dem Ofen des Gästezimmers ausgebreitet, durch das rohe Einwirken des Marquis zum Sterbelager der Bettlerin geworden, und nach Jahren als Ausgangspunkt des unheimlichen Spuks im System des Schlosses unvergessen geblieben.

17 · position editorial

Gast.

Has

Die Kaufkraft und das ehrliche Interesse am Erwerb des Schlosses Locarno sowie die unvoreingenommene, furchtlose Wahrnehmung.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, das angebotene Schloss zu besichtigen, die Nacht im prächtigen Zimmer zu verbringen, das unheimliche Ereignis am eigenen Leib zu erfahren und den Kaufvertrag augenblicklich zu stornieren.

Loses

Die Bereitschaft zur Investition und das Vertrauen in die Redlichkeit des Verkäufers.

Drives

Der sichere Erwerb eines standesgemäßen Schlosses ohne übernatürliche Belastungen.

18 · position editorial

Medium.

Has

Den tierischen Überlebensinstinkt, das feine Gehör und die absolute physische Unfähigkeit zur Lüge oder Verstellung.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, den unsichtbaren Geist durch Blicken, Knurren und Zurückweichen anzuzeigen, die Anwesenheit der alten Frau sensorisch zu bestätigen und sich schließlich winselnd der Situation zu entziehen.

Loses

Die Ruhe und das Vertrauen in die väterliche Führung des Marquis.

Drives

Die Vermeidung der übernatürlichen Gefahr im Raum und die Warnung des Rudels vor dem Unsichtbaren.

19 · position editorial

Mitwisserin.

Has

Die ständische Loyalität zum Ehemann, die Sorge um den drohenden Ruin des Schlosses und die rationale Offenheit für die Realität der Vorfälle.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, die Verkaufsverhandlungen mit dem Ritter zu unterstützen, den Spuk als Täuschung abzutun, selbst im Zimmer zu wachen und schließlich beim Ausbruch des mörderischen Wahnsinns das eigene Leben zu retten.

Loses

Die Hoffnung auf eine finanzielle Sanierung und den Glauben an eine rationale, erklärbare Weltordnung.

Drives

Die Abwendung des finanziellen Bankrotts und der Schutz der Familie vor den Folgen des Spuks.

20 · position editorial

Opfer-Schatten.

Has

Die Macht der Geistererscheinung, die Unhintergehbarkeit des sensorischen Lärms (Atem, Seufzen, Schlurfen) und den Einzug in die Realität der Lebenden.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, nachts im ehemaligen Sterbezimmer hinter dem Ofen aufzustehen, mit unsichtbaren Tritten durch das Zimmer zu schlurfen, sich seufzend niederzulassen und die Schuld des Marquis metaphysisch zu demonstrieren.

Loses

Die körperliche irdische Form und die Möglichkeit, durch gewöhnliche physische Barrieren oder Gewalt vertrieben zu werden.

Drives

Die Zerstörung des Schlosses Locarno, die Verhinderung des betrügerischen Verkaufs und die Vollstreckung eines unerbittlichen Urteils am Marquis.

21 · position editorial

Täter.

Has

Die absolute ständische und physische Macht über das Schloss und seine Insassen sowie die Schuld am Tod des Bettelweibs.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, die alte Frau grob hinter den Ofen zu jagen, die Konsequenzen seines Befehls zu leugnen, das Spukgerücht vor dem Käufer zu verbergen und im Kampf gegen den unsichtbaren Feind die Vernunft zu verlieren.

Loses

Die Kontrolle über den eigenen Verstand, die finanzielle Überlebensfähigkeit und die Sicherheit seines herrschaftlichen Schlosses.

Drives

Die Geheimhaltung der Schuld, die Rettung des Familienvermögens durch den Schlossverkauf und die gewaltsame Auslöschung des Spuks.

22 · position editorial

Zeuge.

Has

Den unmittelbaren Zugang zu den herrschaftlichen Räumen des Schlosses, die Pflicht zur Ausführung bürgerlicher Besorgungen und die Furcht vor der Launenhaftigkeit der Herrschaft.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, das Spukzimmer für Gäste herzurichten, die Geräusche heimlich zu vernehmen, die Notizen und Reaktionen des Gastes zu beobachten und den drohenden Verfall der Familie stumm zu registrieren.

Loses

Das Gefühl von Sicherheit auf dem herrschaftlichen Anwesen.

Drives

Die ordnungsgemäße Erfüllung der Dienstpflichten unter Vermeidung des Spukraums.

24 · process editorial

Spuk-Wahnsinn.

Initiated by

Die moralische Schuld des Marquis am Sturz und Tod der bettelnden Frau, welche Jahre später durch den Verkaufsdruck und das Eintreffen des Florentiner Ritters reaktiviert wird.

Direction

Der Prozess treibt den herrischen Marquis aus der rationalistischen Leugnung über das sinnliche Grauen bis hin zum völligen Realitätsverlust, da all seine physischen Gegenmaßnahmen den unsichtbaren Geist nicht berühren können.

Lever

Die allnächtliche, unerbittliche Wiederholung des Spuks, bei der die unsichtbaren Schritte des Bettelweibs und ihr Keuchen durch den verängstigten Hund sensorisch bestätigt werden und den Marquis zur Verzweiflung zwingen.

Echo

Der mörderische und selbstzerstörerische Akt des Marquis, der im wahnhaften Terror das eigene Schloss anzündet, um den unsichtbaren Feind zu vernichten, und jämmerlich in den Flammen umkommt.

26 · plan editorial

Schloss-Verkauf.

Direction

Der geplante Verkauf des ruinösen und verschuldeten Schlosses Locarno an einen wohlhabenden Käufer, um den adligen Ruin abzuwenden.

Orders

Dem Inhaber wird befohlen, das Schloss potenziellen Käufern zu präsentieren, jegliche Gerüchte über den nächtlichen Spuk im Gästezimmer zu verbergen oder als unbedeutend abzutun und den lukrativen Kaufvertrag zu besiegeln.

Implementation

Der Plan scheitert katastrophal nach der ersten Nacht des Florentiner Ritters im Spukzimmer, da der Gast den Lärm hört und das Schloss fluchtartig verlässt, wodurch das Gerücht öffentlich und das Anwesen unverkäuflich wird.

Targets

  • [ ] Das prächtige Gästezimmer für die Besichtigung herrichten
  • [ ] Den Florentiner Ritter im Schloss empfangen und bewirten
  • [ ] Die Nachtruhe des Gastes im unheimlichen Gemach sicherstellen
  • [ ] Den Spuk und die Schritte als Einbildung oder Windzug wegerklären
  • [ ] Den Kaufvertrag über das Gut Locarno unterschreiben

27 · reference warrant

Line Of Work.

Modellierung der dramatischen und psychologischen Strukturen von Heinrich von Kleists Gespenstergeschichte Das Bettelweib von Locarno als geschlossenes System. Die Inszenierung konzentriert sich auf das Unrecht der sozialen Ausgrenzung, die unausweichliche Rückkehr der Schuld und den physikalisch-sensorischen Nachweis des Geisterhaften, das den rationalen Verstand zerstört.

28 · reference warrant

Origin.

Projekt Gutenberg E-Book, basierend auf der Erstveröffentlichung der Erzählung im Jahr 1810.

29 · reference warrant

Restrictions.

  • Realismus-Verzicht: Das System verzichtet auf den historischen Alltag im Schloss Locarno jenseits der tragenden Vektoren (der Stoß der Bettlerin hinter den Ofen, der drohende Ruin des Marquis, die Ankunft des Florentiner Ritters und die wahnhafte Selbstentzündung des Schlosses).
  • Sprachregelung: Systemtitel und Metadaten folgen den globalen englischen Schemata, während alle Akteure, Handlungen und Prozesse in Kleists originalem Deutsch verfasst sind.
31 · download artifact

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