grimm · khm_201_st_joseph_in_the_forest
khai plays · a playbook

St. Joseph in the Forest.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

St. Joseph in the Forest.

Arc

Drei Töchter prüft der heilige Joseph im Wald, doch nur die Frömmste wird reich belohnt.

Stakes

Wie der heilige Joseph die Herzen dreier Töchter prüft und Frömmigkeit reich belohnt, Bescheidenheit maßvoll lohnt und Habgier mit Strafe und Verderben straft.

Estate

khai-plays-grimm: the repository that holds this production and answers for it.

01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die jüngste Tochter

Die fromme jüngste Tochter verirrt sich im Wald, findet die Hütte des heiligen Joseph und teilt großmütig ihre karge Wurzelsuppe mit ihm.

Plot 2: Die mittlere Tochter

Die anständige mittlere Tochter geht ebenfalls hinaus, teilt redlich mit dem heiligen Joseph und erhält dafür einen kleineren Lohn.

Plot 3: Die älteste Tochter

Die habgierige älteste Tochter weigert sich zu teilen und benimmt sich schlecht, worauf ihr eine zweite Nase im Gesicht wächst.

Plot 4: Das Verderben der Mutter

Die Älteste belügt die Mutter über verlorenes Geld, und beide werden bei ihrer gierigen Suche im Wald von Schlangen und Eidechsen getötet.

02 · plot editorial

Das Verderben der Mutter.

Cue

Die Älteste belügt die Mutter über das im Wald verlorene Geld.

Action

Von Habgier getrieben ziehen Mutter und Älteste gemeinsam hinaus, um den vermeintlich verlorenen Reichtum zu suchen. Im Dickicht überfallen sie die Schlangen und Eidechsen und töten beide.

Tension

Die Lüge und die gemeinsame Gier von Mutter und Tochter vollenden sich im tödlichen Verderben, das die Habgier am Ende des Märchens straft.

03 · plot editorial

Die älteste Tochter.

Action

In der Hütte weigert sie sich zu teilen und benimmt sich schlecht gegenüber dem heiligen Mann. Zur Strafe wächst ihr die zweite Nase im Gesicht, die der heilige Joseph erst gegen zwei Heller wieder entfernt.

Tension

Die hartherzige Habgier verkennt die heilige Prüfung gänzlich und trägt das Mal der Strafe sichtbar im eigenen Gesicht davon.

04 · plot editorial

Die jüngste Tochter.

Tension

Die selbstlose Großmut des frömmsten und doch liebloseste behandelten Kindes trifft auf die stille Prüfung des heiligen Mannes und wird reich belohnt.

05 · plot editorial

Die mittlere Tochter.

Action

Sie findet der heilige Joseph in seiner Hütte und teilt ihr karges Mahl redlich in zwei gleiche Hälften. Dafür gewährt er ihr nur die Belohnung in bescheidenerem Maße, von der ihr am Ende ein paar Münzen bleiben.

Tension

Die ehrliche Redlichkeit reicht zum gerechten Teilen, doch ohne die selbstlose Großmut der Jüngsten fällt der Lohn merklich geringer aus.

07 · pitch editorial

das Wunderbare.

Tenor

Der herrschende Ton ist das Wunderbare. Mitten im dunklen Wald steht die Hütte des heiligen Joseph, und ein bescheidenes Mahl prüft das Herz: aus der geteilten Suppe wächst dem frommen Kind ein schwerer Geldsack zu. Im Gewöhnlichen wirkt eine stille, gerechte Macht, die sichtbar Lohn und Strafe austeilt.

Undertow

Unter dem frommen Glanz liegt das Verderben, das die Habgier nach sich zieht. Die zweite Nase ist nur das erste Zeichen; am Ende führt die Lüge über das verlorene Geld Mutter und Tochter in den Wald, wo Schlangen und Eidechsen sie töten.

Nerve

Der Nerv ist der Augenblick des Teilens am bescheidenen Mahl. An der Frage, ob eine Tochter ihre karge Suppe mit dem Fremden teilt oder sie für sich behält, entscheidet sich, ob ihr Segen oder Strafe entgegenwächst.

Echo

Was nachklingt, ist der schwere Geldsack der Frömmsten neben der zweiten Nase der Gierigen. Lange noch hallt das Staunen darüber nach, wie genau das Wunder das Herz wog und jeder Tochter zumaß, was ihr gebührte.

09 · persona editorial

der heilige Joseph.

Projection

Ein heiliger, alter Mann, der in einer Hütte tief im Wald wohnt und als göttlicher Prüfer und Geber jede Tochter nach ihrem Herzen lohnt.

Action

Er nimmt die verirrten Töchter auf, prüft sie durch sein bescheidenes Mahl, belohnt die fromme Jüngste mit einem schweren Geldsack, lohnt die redliche Mittlere maßvoll und straft die habgierige Älteste mit einer zweiten Nase.

Shadow

Seine milde Gastfreundschaft verbirgt das strenge göttliche Maß, an dem sich jedes Herz unfehlbar offenbart.

Tell

Das ruhige Aufnehmen des verirrten Gastes, das wortlose Darreichen des kargen Mahls und das gerechte Zumessen von Lohn oder Strafe am Morgen.

10 · persona editorial

die älteste Tochter.

Projection

Die älteste der drei Töchter, habgierig und hartherzig, die nur an ihren eigenen Vorteil denkt.

Action

Sie geht in den Wald, findet die Hütte des heiligen Joseph, weigert sich zu teilen und benimmt sich schlecht, worauf ihr eine zweite Nase im Gesicht wächst, die der Heilige erst gegen zwei Heller wieder entfernt; danach belügt sie die Mutter über verlorenes Geld.

Shadow

Ihre Gier nach dem schweren Geldsack macht sie blind für die heilige Prüfung und führt sie geradewegs in Strafe und Verderben.

Tell

Das gierige Greifen nach dem Mahl, das verächtliche Wegstoßen des heiligen Mannes und das Befühlen der peinlichen zweiten Nase.

11 · persona editorial

die jüngste Tochter.

Projection

Die jüngste und frömmste der drei Töchter, gut und gottesfürchtig, obwohl die Mutter sie hart und lieblos behandelt.

Action

Sie verirrt sich im Wald, findet die Hütte des heiligen Joseph, kocht ihm aus den gesammelten Wurzeln eine Suppe, teilt großmütig alles mit ihm und erhält am Morgen einen schweren Sack voll Geld.

Shadow

Ihre Demut wird von der Mutter als Schwäche verkannt, doch gerade ihr selbstloses Teilen offenbart den Reichtum ihres Herzens.

Tell

Das geduldige Sammeln der Wurzeln, das stille Beten am Lager des heiligen Mannes und das großmütige Hinreichen des letzten Bissens.

12 · persona editorial

die mittlere Tochter.

Projection

Die mittlere der drei Töchter, anständig und redlich, doch ohne die tiefe Frömmigkeit der jüngsten Schwester.

Action

Sie geht ebenfalls in den Wald, findet die Hütte des heiligen Joseph, teilt ihr karges Mahl redlich mit ihm und erhält dafür einen bescheideneren Lohn, von dem ihr nur ein paar Münzen bleiben.

Shadow

Ihre Redlichkeit reicht zum gerechten Teilen, doch ihr fehlt die selbstlose Großmut der Jüngsten, weshalb ihr Lohn geringer ausfällt.

Tell

Das ordentliche Aufteilen des Mahls in gleiche Hälften und das zufriedene Verwahren der wenigen verbliebenen Münzen.

13 · persona editorial

die Mutter.

Projection

Die covetöse Mutter der drei Töchter, die ihr bestes und frömmstes Kind lieblos behandelt und nur nach Geld trachtet.

Action

Sie schickt die Töchter nacheinander in den Wald, lässt sich von der Ältesten über das verlorene Geld belügen und zieht zuletzt mit ihr gierig hinaus, um den Reichtum zu suchen, wo beide von Schlangen und Eidechsen getötet werden.

Shadow

Ihre Habgier verkennt den frommen Wert ihrer jüngsten Tochter und treibt sie in ein tödliches Verderben.

Tell

Das harte Wort gegen das beste Kind, das gierige Rechnen mit dem fremden Geld und das ruhelose Suchen im dunklen Wald.

15 · place editorial

der dunkle Wald.

Shown

Der weite, dunkle Wald, in dem sich die Töchter verirren und in dem die heilige Hütte verborgen liegt.

Offers

Den Weg zur Prüfung beim heiligen Joseph und für die Frommen einen Pfad zur Belohnung.

Withheld

Für die Habgierigen verweigert der Wald jede Sicherheit; in seinem Dickicht lauern die Schlangen und Eidechsen des Verderbens.

16 · place editorial

die Hütte des heiligen Joseph.

Shown

Die einsame, ärmliche Hütte tief im Wald, in welcher der heilige Joseph wohnt und seine Gäste prüft.

Holds

Offers

Ein Obdach für die verirrten Töchter, einen Ort des Teilens und die Stätte von Lohn oder Strafe.

Withheld

Wer hier nicht teilen will, dem bleibt der reiche Geldsack verwehrt; statt Lohn empfängt die Habgier nur Strafe.

18 · piece editorial

der schwere Geldsack.

Load bearing

Stellt den göttlichen Lohn für das selbstlose Teilen dar und wird zugleich zum Köder, an dem sich die Habgier verfängt.

Apparent

Ein schwerer, voller Sack Geldes, den der heilige Joseph der frommen Jüngsten am Morgen schenkt.

Yearbook

Die Jüngste erhält den vollen Sack, der Mittleren bleiben nur ein paar Münzen, und die Gier nach dem Sack führt Mutter und Älteste ins Verderben.

19 · piece editorial

die geteilte Wurzelsuppe.

Load bearing

Stellt die Prüfung des Herzens dar: am Teilen des kargen Mahls offenbart sich Frömmigkeit, Redlichkeit oder Habgier.

Apparent

Eine dünne Suppe aus den im Wald gesammelten Wurzeln, das einzige Mahl in der Hütte.

Yearbook

Die Jüngste teilt großmütig alles, die Mittlere redlich die Hälfte, die Älteste aber weigert sich gänzlich.

20 · piece editorial

die Schlangen und Eidechsen.

Load bearing

Stellt das tödliche Verderben dar, das die Habgier am Ende des Märchens vollstreckt.

Apparent

Die Schlangen und Eidechsen, die im Dickicht des dunklen Waldes lauern, wohin Mutter und Älteste gierig nach dem Geld suchen.

Yearbook

Sie überfallen Mutter und älteste Tochter bei ihrer gierigen Suche und töten beide, womit das Verderben besiegelt ist.

21 · piece editorial

die zweite Nase.

Load bearing

Stellt das sichtbare Mal der Strafe dar, das die Habgier der Ältesten allen ins Gesicht schreibt.

Apparent

Eine zweite Nase, die der Ältesten zur Strafe im Gesicht wächst, nachdem sie sich schlecht benommen hat.

Yearbook

Der heilige Joseph entfernt die zweite Nase erst wieder gegen zwei Heller, sodass von der Strafe ein letzter Tropfen Gier bleibt.

23 · position editorial

der Prüfer.

Has

Die Rolle des göttlichen Prüfers und Gebers, der jedes Herz an seinem bescheidenen Mahl misst.

Orders

Reicht das karge Mahl dar und beobachtet, wie jede Tochter mit dem Teilen umgeht.

Loses

Verliert nichts, denn sein Geben und Strafen folgt allein dem gerechten göttlichen Maß.

Drives

Handelt aus heiliger Gerechtigkeit und prüft die Herzen, um Lohn oder Strafe zuzumessen.

24 · position editorial

die Fromme.

Has

Die Haltung selbstloser Frömmigkeit und Großmut, die noch den letzten Bissen mit einem Fremden teilt.

Orders

Folgt demütig dem Gebot der Nächstenliebe, auch gegenüber einem unbekannten alten Mann im Wald.

Loses

Verliert die karge Wurzelsuppe, gewinnt aber durch das Teilen den schweren Geldsack als Lohn.

Drives

Handelt aus reiner Güte und Gottesfurcht, was sie zur reich belohnten Tochter macht.

25 · position editorial

die Habgierige.

Has

Die Haltung hartherziger Habgier, die nur den eigenen Vorteil sucht und nichts teilen will.

Orders

Fordert den Reichtum für sich allein und verachtet die Bedürfnisse des heiligen Mannes.

Loses

Verliert durch ihre Gier die heilige Gunst und am Ende durch Strafe und Verderben das Leben.

Drives

Handelt aus Habgier und Hartherzigkeit, was sie in zweite Nase, Lüge und Tod führt.

26 · position editorial

die Maßvolle.

Has

Die Haltung redlicher Anständigkeit, die das Mahl gerecht in gleiche Teile aufteilt.

Orders

Fordert das ehrliche, maßvolle Teilen ein, ohne sich selbst zu kurz zu kommen.

Loses

Verliert den größeren Lohn der Jüngsten, behält aber ein paar ehrlich verdiente Münzen.

Drives

Handelt aus Redlichkeit und Mäßigung, was ihr einen bescheidenen, aber gerechten Lohn sichert.

28 · process editorial

das Teilen.

Direction

Das Darreichen der kargen Wurzelsuppe an den heiligen Joseph, an dem sich das Herz jeder Tochter offenbart.

Lever

Die Bereitschaft, den letzten Bissen mit einem fremden alten Mann zu teilen.

Echo

Die großmütige Gabe der Jüngsten, das redliche Teilen der Mittleren und die hartherzige Weigerung der Ältesten.

29 · process editorial

das Verderben.

Direction

Die gierige Suche von Mutter und Ältester nach dem verlorenen Geld im dunklen Wald.

Lever

Die Habgier nach dem schweren Geldsack, die beide tief ins Dickicht treibt.

Echo

Die Schlangen und Eidechsen überfallen beide und töten sie, womit das Verderben der Habgier besiegelt ist.

30 · process editorial

die Belohnung.

Direction

Das Zumessen des Lohnes am Morgen nach dem Maß, in dem jede Tochter geteilt hat.

Lever

Der schwere Geldsack als gerechter Lohn für die selbstlose Großmut.

Echo

Die fromme Jüngste empfängt den vollen Sack, der redlichen Mittleren bleiben nur ein paar Münzen.

31 · process editorial

die Strafe.

Direction

Das Zumessen der Strafe für die Habgier und das schlechte Benehmen der ältesten Tochter.

Lever

Die zweite Nase, die ihr im Gesicht wächst und das verborgene Herz sichtbar macht.

Echo

Der heilige Joseph entfernt die zweite Nase erst wieder gegen zwei Heller, und die Älteste belügt darauf die Mutter.

33 · plan editorial

die Prüfung der Herzen.

Direction

Jede Tochter verirrt sich nacheinander im Wald und findet die Hütte. Der heilige Joseph reicht sein karges Mahl dar und beobachtet, wie sie teilt. Am Morgen misst er Lohn oder Strafe zu: den vollen Geldsack der frommen Jüngsten, ein paar Münzen der redlichen Mittleren und eine zweite Nase der habgierigen Ältesten.

Orders

  1. Die verirrte Tochter in der Hütte aufnehmen.
  2. Das karge Mahl aus gesammelten Wurzeln darreichen.
  3. Beobachten, ob und wie sie das Mahl teilt.
  4. Den frommen und redlichen Töchtern am Morgen Geld zumessen.
  5. Die habgierige Tochter mit einer zweiten Nase strafen.

Implementation

  • Der Plan beruht auf der stillen Prüfung durch das geteilte Mahl, nicht auf Worten.
  • Lohn und Strafe folgen allein dem offenbarten Herzen jeder Tochter.
  • Das Verderben der Habgier vollzieht sich zuletzt im Wald durch Schlangen und Eidechsen.

Targets

  • [ ] Die jüngste Tochter aufnehmen und ihre Großmut belohnen
  • [ ] Die mittlere Tochter aufnehmen und ihre Redlichkeit maßvoll lohnen
  • [ ] Die älteste Tochter aufnehmen und ihre Habgier mit der zweiten Nase strafen
  • [ ] Die zweite Nase erst gegen zwei Heller wieder entfernen
  • [ ] Das Verderben von Mutter und Ältester im Wald geschehen lassen

34 · reference warrant

Line Of Work.

Staging Der heilige Joseph im Walde (KHM 201) as a study of the heart tested by hospitality and the divine measuring of charity against greed. The production models a covetous mother who treats her best and most pious child harshly, and three daughters sent out in turn. Each loses her way in the forest, finds the hut of the holy old man St. Joseph, and is judged by how she shares his meager root soup: the youngest gives all and is rewarded with a heavy bag of money, the middle daughter shares fairly and keeps only a few coins, and the greedy eldest refuses to share and is punished with a second nose. The tale closes on the doom of greed, as mother and eldest daughter, searching for money, are killed by snakes and lizards.

35 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmärchen (1812-1857), tale KHM 201, one of the Children's Legends (Kinderlegenden) that close the collection, here referenced under its German title "Der heilige Joseph im Walde".

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmärchen, KHM 201 The legend of St. Joseph in the forest, who tests three daughters' charity.
36 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • Theology of sainthood: St. Joseph is treated as a plain narrative tester and giver, not as a doctrinal figure; his holiness is a function, not a creed.
  • The mechanism of the reward and punishment: the heavy money bag, the second nose, and the deadly snakes and lizards are modeled as narrative tokens of just measure, not as physical or biological events.
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
37 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-13

38 · download artifact

Download Playbook.

Download khm_201_st_joseph_in_the_forest.zip
size
31.2 kB
sha256
c62330434147cf79dd0d5acd55afa5719314c1f003bc54f924d6345fd5419be1

Includes the play configuration and all staged elements.

Enter the Stage