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khai plays · a playbook

The Story of Schlauraffen Land.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

The Story of Schlauraffen Land.

Arc

Ein Aufschneider prahlt mit unmöglichen Wundern, bis ein Hahn das Lügenmärchen beschließt.

Stakes

Wie ein Lügenmärchen seine ganze Lust aus der lückenlosen Häufung unmöglicher Bilder zieht und allein durch den willkürlichen Hahnenruf, nicht durch eine Auflösung, zum Abschluss kommt.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Der Auftakt der Aufschneiderei

Der Prahler tritt vor und behauptet, im Schlaraffenland Rom und den Lateran an einem dünnen Seidenfaden hängen gesehen zu haben.

Plot 2: Der Zug der unmöglichen Bilder

Der Prahler reiht Wunder um Wunder: ein Fußloser überholt ein schnelles Pferd, ein scharfes Schwert zerschneidet eine Brücke, ein Esel mit silberner Nase jagt zwei Hasen, ein Lindenbaum trägt heiße Kuchen und ein magerer Ziegenbock schleppt hundert Fuder Fett.

Plot 3: Der Hahnenruf und das Ende

Ein Hahn kräht laut, und der Prahler erklärt das Lügenmärchen für beendet: Kikeriki, die Geschichte ist aus.

02 · plot editorial

Der Auftakt der Aufschneiderei.

Cue

Der Prahler (der Prahler) ergreift das Wort, um von seiner Reise zu berichten.

Action

Er behauptet, in der Zeit, als das Schlaraffenland (das Schlaraffenland) noch zu sehen war, mit eigenen Augen Rom und den Lateran an einem einzigen dünnen Seidenfaden (der Seidenfaden) hängen gesehen zu haben.

03 · plot editorial

Der Hahnenruf und das Ende.

Cue

Mitten im Zug der Wunder ertönt ein lauter Schrei.

Action

Ein Hahn (der Hahn) kräht hell sein Kikeriki, und der Prahler (der Prahler) erklärt daraufhin das Lügenmärchen für vollständig erzählt und beendet: Kikeriki, die Geschichte ist aus.

Tension

Der willkürliche Hahnenruf (der Hahnenruf) des Schlusszeugen (der Schlusszeuge) bricht die endlose Häufung der Wunder schlagartig ab, ohne eine Auflösung zu liefern.

04 · plot editorial

Der Zug der unmöglichen Bilder.

Cue

Der Prahler reiht ohne Pause ein Wunder an das nächste.

Action

Ein Fußloser (der Fußlose) überholt ein schnelles Pferd, ein scharfes Schwert (das scharfe Schwert) zerschneidet eine Brücke mitten entzwei, ein junger Esel mit silberner Nase (der Esel) jagt zwei flinke Hasen, ein Lindenbaum (der Lindenbaum) trägt heiße Pfannkuchen, und ein magerer alter Ziegenbock (der fette Ziegenbock) schleppt hundert Fuder Fett.

Stage

Das Tal unterhalb des der Honigberg, wo der Honig wie Wasser herabfließt.

Tension

In der Wunderschau (die Wunderschau) reiht sich ein Wunderbild (das Wunderbild) ans andere, jedes übertrifft das vorige an Widersinn, und die Kette der verkehrten Welt wächst unaufhaltsam ins Maßlose.

06 · pitch editorial

die Aufschneiderei.

Tenor

Die Aufschneiderei. Die Lust eines Prahlers, der mit jedem Satz eine Schippe drauflegt und sein Schlaraffenland Wunder um Wunder höher türmt, bis kein vernünftiger Mensch mehr folgen kann und gerade darin der Spaß liegt. Gespielt wird in der breiten, behaglichen Tonlage des Aufschneiders, der seine Zuhörer mit einem Augenzwinkern an der Nase herumführt: ein Schwert zerschneidet eine Brücke, ein Lindenbaum trägt heiße Kuchen, und keiner soll es glauben, alle sollen es genießen.

Undertow

Unter der Aufschneiderei liegt die heimliche Lust am Verbotenen der Logik. Es ist ein Vergnügen, der Welt einmal die Regeln auszutreiben, und der Prahler weiß genau, dass er lügt; das Augenzwinkern trägt das Ganze. Diese listige Selbstgewissheit hält den Schwall davon ab, bloßes Gefasel zu werden: jede Übertreibung ist gesetzt, gezielt, und auf die nächste hin gebaut.

Nerve

Getroffen wird das ungläubige Lachen der Überforderung. Das Vergnügen, mitgerissen zu werden in einen Strudel, der mit jedem Bild verwegener wird, und das wohlige Aufgeben des Verstandes, der sich kein Reim mehr machen kann. Es spielt für die Lust, sich willig an der Nase führen zu lassen.

Echo

Was bleibt, ist das vergnügte Kopfschütteln nach dem Kikeriki. Keine Moral, keine Auflösung, nur die heitere Erkenntnis, dass die Geschichte einfach aus ist, weil der Hahn gekräht hat. Der Nachgeschmack ist die Freude an einer Lust, die sich aus reiner Übertreibung speist und keinen anderen Grund braucht.

08 · persona editorial

der Esel.

Projection

Ein junger Esel mit einer silbernen Nase, der wie ein Jagdhund zwei flinken Hasen nachsetzt.

Action

Er nimmt im Zug der Bilder die Hatz auf zwei schnelle Hasen auf und jagt ihnen mit blitzender silberner Nase hinterher.

Shadow

Er verkörpert das Tier, das eine fremde, menschen- oder hundeartige Aufgabe übernimmt, wie es die verkehrte Welt verlangt.

Tell

Die im Licht blitzende silberne Nase und das eselhafte Jagen hinter den davonstiebenden Hasen.

09 · persona editorial

der Fußlose.

Projection

Ein Mann ganz ohne Füße, der dennoch behände läuft und ein schnelles Pferd im Wettlauf überholt.

Action

Er nimmt im Zug der Bilder den Lauf gegen das flinke Pferd auf und lässt es trotz fehlender Füße weit hinter sich zurück.

Shadow

Er verkörpert die offene Widersinnigkeit der verkehrten Welt, in der ein Mangel zur Überlegenheit wird.

Tell

Das mühelose Davoneilen ohne Füße und der spöttische Vorsprung vor dem geschlagenen Pferd.

10 · persona editorial

der Hahn.

Projection

Ein Hahn, dessen heller Schrei mitten in den Wunderzug fällt und das Lügenmärchen abschließt.

Action

Er kräht laut sein Kikeriki und gibt dem Prahler damit das Zeichen, die Geschichte für aus zu erklären.

Shadow

Er trägt das ganze Ende des Märchens, denn ohne seinen willkürlichen Ruf liefe die Häufung der Wunder ohne Grenze weiter.

Tell

Das durchdringende Kikeriki, das jede weitere Unmöglichkeit jäh übertönt und verstummen lässt.

11 · persona editorial

der Prahler.

Projection

Ein redseliger Erzähler und Aufschneider, der mit ernster Miene beteuert, im Schlaraffenland lauter unmögliche Wunder mit eigenen Augen gesehen zu haben.

Action

Er eröffnet mit Rom und dem Lateran am Seidenfaden, reiht Bild um Bild der verkehrten Welt aneinander und erklärt das Lügenmärchen beim Hahnenruf für beendet.

Shadow

Sein Geschichtenstrom kennt keine innere Grenze und müsste ewig weiterlaufen, würde er nicht von außen durch den Hahn abgeschnitten.

Tell

Das feierliche Beteuern, alles selbst gesehen zu haben, und das ungerührte Aufzählen einer Unmöglichkeit nach der anderen.

13 · place editorial

das Schlaraffenland.

Shown

Das sagenhafte Land der verkehrten Welt, in dem alle Naturgesetze aufgehoben sind und ein Wunder neben dem anderen steht.

Offers

Einen Schauplatz, auf dem jede Unmöglichkeit ungehindert nebeneinander bestehen darf.

Withheld

Es gewährt keine innere Ordnung und keine Auflösung; nur der Hahnenruf von außen kann dem Treiben ein Ende setzen.

14 · place editorial

der Honigberg.

Shown

Ein Berg, von dessen Höhe der Honig wie Wasser durch das Tal hinabfließt.

Offers

Ein Tal voll strömenden Honigs als Bühne für den Zug der unmöglichen Bilder.

Withheld

Er bietet keine glaubhafte Wirklichkeit; der fließende Honig dient allein dem Staunen über die verkehrte Welt.

16 · piece editorial

das scharfe Schwert.

Load bearing

Trägt das Bild der zerschnittenen Brücke und zeigt, wie ein einzelnes Werkzeug die verkehrte Welt durchschneidet.

Apparent

Ein so scharfes Schwert, dass es eine ganze Brücke mitten entzwei zerschneidet.

Yearbook

Das Schwert zerteilt die Brücke und reiht sich als weiteres Wunder in den Zug der unmöglichen Bilder.

17 · piece editorial

der fette Ziegenbock.

Load bearing

Trägt das Bild des mageren Tieres, das eine unmögliche Last schleppt, und führt den Widersinn der verkehrten Welt fort.

Apparent

Ein magerer alter Ziegenbock, der hundert Fuder Fett auf einmal trägt.

Yearbook

Der Bock schleppt seine maßlose Last durch das Tal und schließt die Reihe der unmöglichen Bilder ab.

18 · piece editorial

der Lindenbaum.

Load bearing

Trägt das Bild des Baumes, der statt Blüten heiße Backwaren hervorbringt, und nährt damit die Lust der verkehrten Welt.

Apparent

Ein Lindenbaum, an dem heiße Pfannkuchen statt Blätter und Früchte wachsen.

Yearbook

Der Baum trägt seine dampfenden Kuchen mitten im Zug der Wunder und steigert den Widersinn des Lügenmärchens.

19 · piece editorial

der Seidenfaden.

Load bearing

Trägt das erste und kühnste Bild des Lügenmärchens, an dem die ganze Aufschneiderei aufgehängt ist.

Apparent

Ein einziger dünner Seidenfaden, an dem Rom und der Lateran in der Luft hängen.

Yearbook

Der Faden hält das gewaltige Bild scheinbar mühelos und eröffnet damit die Kette der Unmöglichkeiten.

21 · position editorial

das Wunderbild.

Has

Die Rolle des einzelnen unmöglichen Bildes, das für einen Augenblick im Zug der verkehrten Welt aufleuchtet.

Orders

Fordert das Staunen, indem es die Naturgesetze sichtbar auf den Kopf stellt.

Loses

Verliert jede Verbindung zur Wirklichkeit und bleibt nur ein flüchtiges Glied in der Kette der Wunder.

Drives

Handelt aus der Logik der verkehrten Welt, in der Mangel zur Stärke und Tier zum Menschen wird.

22 · position editorial

der Aufschneider.

Has

Die Rolle des unermüdlichen Erzählers, der unmögliche Bilder als selbst gesehene Wunder ausgibt.

Orders

Verlangt vom Zuhörer, die offen erfundenen Wunder als bezeugten Augenschein hinzunehmen.

Loses

Verliert jeden Anspruch auf Glaubwürdigkeit, gewinnt aber die ungebremste Freiheit des Lügenmärchens.

Drives

Handelt aus reiner Lust am Aufschneiden und am Aufhäufen einer Unmöglichkeit nach der anderen.

23 · position editorial

der Schlusszeuge.

Has

Die Rolle der einzigen äußeren Stimme, die der endlosen Häufung der Wunder ein Ende setzt.

Orders

Gibt mit einem einzigen Schrei das Zeichen, dass das Lügenmärchen nun erzählt ist.

Loses

Verliert sich nicht im Strom der Bilder, sondern steht außerhalb und schneidet ihn ab.

Drives

Handelt allein aus seiner Natur heraus und beendet das Märchen ohne Rücksicht auf seinen Verlauf.

25 · process editorial

das Aufschneiden.

Direction

Das feierliche Behaupten, lauter unmögliche Wunder mit eigenen Augen gesehen zu haben.

Lever

Die ernste Beteuerung des Augenscheins, die jedem erfundenen Bild den Anstrich des Bezeugten gibt.

Echo

Die wachsende Kette der Unmöglichkeiten, die mit Rom am Seidenfaden ihren Anfang nimmt.

26 · process editorial

der Hahnenruf.

Direction

Das jähe Abschneiden des Wunderzugs durch einen einzigen hellen Schrei.

Lever

Das durchdringende Kikeriki, das jede weitere Unmöglichkeit übertönt.

Echo

Die Erklärung des Prahlers, dass das Lügenmärchen nun zu Ende erzählt sei.

27 · process editorial

die Wunderschau.

Direction

Das ununterbrochene Vorüberziehen unmöglicher Bilder der verkehrten Welt.

Lever

Die Häufung immer neuer Wunder, von denen jedes das vorige an Widersinn übertrifft.

Echo

Das maßlose Anwachsen der Kette, die ohne äußeres Zeichen kein Ende fände.

29 · plan editorial

das Lügenmärchen.

Direction

Der Prahler eröffnet mit Rom und dem Lateran am Seidenfaden, reiht im Tal des Honigbergs Wunder um Wunder aneinander und erklärt das Märchen für aus, sobald der Hahn sein Kikeriki kräht.

Orders

  1. Der Prahler tritt vor und beteuert, alles selbst gesehen zu haben.
  2. Der Prahler hängt das erste Bild von Rom an den Seidenfaden.
  3. Der Prahler reiht Fußloser, Schwert, Esel, Lindenbaum und Ziegenbock zum Zug der Wunder.
  4. Der Hahn kräht mitten in die Häufung hinein.
  5. Der Prahler erklärt das Lügenmärchen für vollständig erzählt und beendet.

Implementation

  • Der Plan beruht auf der lückenlosen Aneinanderreihung erkennbar unmöglicher Bilder.
  • Keine innere Auflösung, sondern ein willkürlicher äußerer Abschluss durch den Hahnenruf.
  • Nutzung der verkehrten Welt, in der jeder Widersinn als bezeugtes Wunder gilt.

Targets

  • [ ] Mit Rom und dem Lateran am Seidenfaden eröffnen
  • [ ] Den Fußlosen das Pferd überholen lassen
  • [ ] Das scharfe Schwert die Brücke zerschneiden lassen
  • [ ] Den silbernasigen Esel den Hasen nachjagen lassen
  • [ ] Lindenbaum und Ziegenbock als letzte Bilder aufreihen
  • [ ] Das Märchen beim Hahnenruf für aus erklären

30 · reference warrant

Line Of Work.

Staging Das Märchen vom Schlaraffenland (KHM 158) as a pure lying tale: a catalogue of impossibilities recited by a boasting narrator. The production treats the absurdities literally and models how a tall tale draws its pleasure from the relentless heaping of inverted-world wonders rather than from any plot, closing not by resolution but by the arbitrary crow of a cock.

31 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmärchen (1812-1857), tale KHM 158, in the definitive 7th edition of 1857.

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmärchen, KHM 158 The canonical lying tale Das Märchen vom Schlaraffenland, a parade of impossible sights closed by a cock's crow.
32 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • A real narrative: there is no plot to simulate; the tale is treated as a catalogue, and no causal arc is imposed on the impossible images.
  • Physical plausibility: each wonder is staged exactly as stated, with no attempt to reconcile it with natural law.
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
33 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-13

34 · download artifact

Download Playbook.

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26.6 kB
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