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khai plays · a playbook

Die drei schwarzen Prinzessinnen.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Die drei schwarzen Prinzessinnen.

Arc

Drei schwarze Prinzessinnen werden fast erlöst, bis der Fischersohn aus Neugier kochendes Wasser über sie gießt.

Stakes

Ob die Einhaltung eines auferlegten Tabus (Schweigen und Nicht-Ansehen) stark genug sein kann, um die durch Magie verdunkelten Seelen (die schwarzen Prinzessinnen) zu erlösen, oder ob der neugierige, ungeduldige Zweifel der menschlichen Gemeinschaft (die Mutter und das kochende Wasser) die Erlösung auf ewig vernichtet.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die Belagerung von Ostindien

Feinde belagern die Stadt Ostindien und fordern Lösegeld; sie nehmen den Fischersohn gefangen, geben dem Vater jedoch das Geld.

Plot 2: Der Aufstieg des Fischers

Der Fischer übergibt das Lösegeld der Stadt, wird zum Bürgermeister ernannt und droht jedem mit dem Galgen, der ihn nicht mit seinem Titel anspricht.

Plot 3: Das schwarze Schloss

Der entkommene Sohn findet im Wald das magische Schloss, trifft die drei schwarzen Prinzessinnen und willigt in ihre einjährige Schweige- und Prüfungszeit ein.

Plot 4: Die Rückkehr nach Ostindien

Der Sohn besucht seine Eltern, verweigert dem Vater den Bürgermeister-Titel und rettet sich vor dem Galgen nur durch das Anlegen seines alten Fischerkittels.

Plot 5: Der Rat der Mutter

Der Sohn berichtet von den Prinzessinnen; seine Mutter rät ihm misstrauisch, kochendes Wasser auf ihre Gesichter zu träufeln, um den Zauber zu brechen.

Plot 6: Das kochende Wasser

Der Sohn kehrt zurück und gießt im Schlaf kochendes Wasser auf ihre Gesichter, woraufhin die Prinzessinnen erwachen und sich nur halberlöst weiß färben.

Plot 7: Die Verfluchung und der Sturz

Die Prinzessinnen verfluchen den Verräter auf ewig, kündigen seinen Tod durch ihre Brüder an, woraufhin das Schloss versinkt und der Sohn sich beim Sturz das Bein bricht.

02 · plot editorial

Das kochende Wasser.

Tension

Die ungeduldige Verletzung der Regeln kehrt die erlösende Magie in ein dauerhaftes Trauma um. Die Prinzessinnen sind weder ganz erlöst noch ganz befreit, sondern gefangen in einem Zustand des unvollständigen Seins.

03 · plot editorial

Das schwarze Schloss.

Cue

Am hohen Berg im dichten Wald. Der Sohn entflieht seinen Wärtern, woraufhin sich der Berg öffnet. Er betritt das verwunschene Schloss, in dem alle Zimmer mit schwarzem Tuch verhängt sind.

Action

Im Schloss begegnet der Sohn den drei schwarzen Prinzessinnen. Die erste schwarze Prinzessin erklärt ihm den Erlösungsplan: Er muss ein ganzes Jahr lang schweigen und darf niemanden ansehen. Der Sohn nimmt die Bürde als Erlöser an. Zum Abschied erhält er den magischen Beutel und den prächtigen Rock für einen kurzen Besuch in der Heimat.

Tension

Das unheimliche, schwarz verhängte Schloss verlangt bedingungslose Disziplin. Das Schweigegelübde steht im Widerstreit mit dem Verlangen nach Heimkehr und Kommunikation, das dem Jüngling nun bevorsteht.

04 · plot editorial

Der Aufstieg des Fischers.

Action

Der Fischer kauft die Stadt Ostindien mit den sechshundert Talern von der Belagerung frei. Zum Dank wählen ihn die Bürger zum Bürgermeister. Er übernimmt als Tyrann das Amt, lässt einen Galgen an der Richtstätte errichten und droht jedem Bürger mit dem Tode am Strick, der ihn nicht ehrerbietig als "Herr Bürgermeister" anspricht.

Stage

  • Stadt Ostindien: Zentrum der Macht und des Hochmutes.
  • Fischer: nun im prächtigen Gewand als Machthaber.
  • Galgen: Instrument zur Abschreckung und Willkür.
  • Lösegeld: Triebfeder für Befreiung und Korruption.

Tension

Die Erlösung der Stadt wird durch eine Tyrannei des ehemals Ärmsten überschattet. Der eitle Stolz des Vaters schafft eine Atmosphäre des Terrors, in der familiäre Bindungen durch nackte Machtansprüche verdrängt werden.

05 · plot editorial

Der Rat der Mutter.

Cue

In der Stadt Ostindien. Der gerettete Sohn sitzt bei seiner Mutter und berichtet ihr vertraulich vom schwarzen Schloss und den drei schwarzen Prinzessinnen, die er durch stummes Ausharren erlösen soll.

Action

Die Mutter warnt ihren Sohn voller Furcht vor dämonischer Hexerei. Sie rät ihm dringend, den Verratsplan auszuführen: Er soll heimlich kochendes Wasser über die Gesichter der schlafenden Prinzessinnen gießen, um den Zauber sofort zu brechen und das Geheimnis zu lüften. Der verunsicherte Sohn lässt sich überreden, diesem Rat zu folgen.

Stage

  • Stadt Ostindien: Ort des Einflusses der elterlichen Ratschläge.
  • Mutter: treibende Kraft des Zweifels und des Aberglaubens.
  • Sohn: lässt sich von seinen Ängsten leiten.
  • kochende Wasser: als unheilvolles Mittel konzipiert.

Tension

Das ungeduldige Misstrauen der Mutter untergräbt das mühsam aufgebaute Vertrauen in die Erlösung. Indem sie die Geduld der Prüfung als Teufelswerk darstellt, verführt sie den Sohn zu einer Abkürzung, die ins Verderben führt.

06 · plot editorial

Die Belagerung von Ostindien.

Action

Der Feind setzt mit Booten über und nimmt den Sohn gefangen. Zum Ausgleich für den Verlust händigt der Anführer dem Fischer ein schweres Lösegeld von sechshundert Talern aus. Der Fischer rudert allein ans Ufer zurück, während der Sohn als Gefangene auf einem Schiff entführt wird.

Stage

  • See: Schauplatz der Entführung auf offener Wasserfläche.
  • Fischer: hilfloser Zeuge des Verlusts seines Sohnes am Ufer.
  • Sohn: verschleppt in fremde Hände.
  • Feind: agiert als entführende Macht.
  • Lösegeld: wird als Preis für die Freiheit übergeben.

Tension

Die gewaltsame Entführung des Sohnes zerstört den friedlichen Alltag der Familie. Der Schmerz des Vaters wird jedoch sofort mit Gold aufgewogen, was einen inneren Konflikt zwischen Trauer und materiellem Gewinn begründet.

07 · plot editorial

Die Rückkehr nach Ostindien.

Cue

In der Stadt Ostindien. Der Sohn betritt im prächtigen Rock die Gassen und sucht seine Eltern auf. Die Stadtwachen stellen ihn wegen Missachtung des Bürgermeisters.

Action

Da der Sohn seinen Vater beharrlich einen Fischer statt "Herr Bürgermeister" nennt, lässt ihn der Vater zum Galgen führen. Bevor die Schlinge zugezogen wird, bittet der Sohn darum, seinen alten Fischerkittel aus der Hütte anziehen zu dürfen. Kaum hat er den groben Kittel angelegt, erkennt ihn der Vater beschämt, reißt ihn vom Galgen und schließt ihn weinend in die Arme.

Stage

  • Stadt Ostindien: Schauplatz des Eitelkeitskonflikts.
  • Galgen: Ort der fast vollstreckten Tyrannei.
  • Sohn: steht stumm im Kittel vor dem Vater.
  • Fischer: wandelt sich am Galgen vom Richter zum bereuenden Vater.
  • Fischerkittel: Beweis der Identität und Instrument der Rettung.

Tension

Die Hybris des Vaters führt ihn fast dazu, den eigenen Sohn hinrichten zu lassen. Erst die Rückkehr zum Symbol der gemeinsamen Armut bricht den Stolz des Herrschers und führt zur tränenreichen Versöhnung.

08 · plot editorial

Die Verfluchung und der Sturz.

Cue

Im einstürzenden Schloss. Die drei zur Hälfte weiß gefärbten Prinzessinnen treten dem zitternden Sohn gegenüber. Der Boden bebt, und schwarzer Staub fällt von den Wänden.

Action

Die erste schwarze Prinzessin spricht im Namen der Verdammten den ewigen Fluch über den Sohn aus. Mit lautem Getöse versinkt das Schloss im Schoße des hohen Berges, der sich krachend über ihnen schließt. Der Sohn entkommt knapp durch einen Sprung aus dem Fenster in den Wald, bricht sich dabei das Bein und bleibt als lebenslang gezeichneter Verstoßene einsam zurück.

Stage

  • Schloss: stürzt ein und wird vom Berg verschlungen.
  • Sohn: springt in die Tiefe und bricht sich das Bein.
  • erste schwarze Prinzessin: verflucht den Verräter, bevor sie im Berg versinkt.
  • Wald: Schauplatz der bitteren Einsamkeit des Überlebenden.

Tension

Die vollkommene Katastrophe besiegelt das Schicksal aller Beteiligten. Während die Prinzessinnen auf ewig halb-entzaubert im Inneren des Berges begraben bleiben, zahlt der Sohn seinen Verrat mit körperlicher Versehrtheit und lebenslanger Ausgrenzung in der Wildnis.

10 · pitch editorial

der Jammer.

Tenor

Der Jammer. Nicht das laute Klagen, sondern das stille Weh über das, was beinahe gelang und nun für immer verloren ist. Die Prinzessinnen waren halb schon weiß, halb schon erlöst, als die Hand des Sohnes das Wasser kippte. In dieser Tonart wird jeder Schritt von dem Wissen begleitet, dass nichts davon mehr rückgängig zu machen ist. Gespielt wird im gedämpften Ton der reuelosen Reue, in dem Erlösung und Verdammnis nur eine Handbreit auseinanderliegen.

Undertow

Unter dem Jammer liegt die Neugier, die alles anrichtet. Es war kein Hass, der das Wasser goss, nur das ungeduldige Wissenwollen, das nicht warten konnte, bis das Jahr um war. So mischt sich in die Trauer ein bitteres Erkennen: der Verrat trug das Gesicht der Sorge, der Rat kam von der eigenen Mutter. Das hält den Ton davon ab, in bloße Wehklage zu sinken; er bleibt scharf, schuldhaft, an die zitternde Hand des Sohnes gebunden.

Nerve

Getroffen wird das Weh des Unwiderruflichen. Das Gefühl, dass ein einziger Griff genügt, um zu zerstören, was Jahre der Geduld hätten heilen können, und dass danach kein Flehen mehr hilft. Es spielt für das Zusammenschrecken vor der eigenen Hand, die handelt, ehe der Verstand sie hält, und für die Last, mit deren Folge fortleben zu müssen.

Echo

Was bleibt, ist das halb gewordene Weiß auf den drei Gesichtern, das nie ganz wurde. Kein Tod auf der Bühne, sondern das versunkene Schloss und der lahmende Mann am Boden, der den Fluch der Schwestern auf sich trägt. Der Nachgeschmack ist die Stille nach dem Beinahe, die Trauer um eine Erlösung, die in greifbarer Nähe lag und nun auf ewig versunken ist.

12 · persona editorial

dritte schwarze Prinzessin.

Projection

Die dritte der drei Schwestern im magischen Schloss, die im Schlaf verletzt wird und den Verräter aus dem Schloss vertreibt.

Action

Sie wird durch das siedende Wasser verbrannt und halberlöst, klagt über den unwiderruflichen Verrat und kündigt die eiserne Rache ihrer an Ketten gebundenen Brüder an.

Shadow

Ihre schmerzerfüllte Verdammnis besiegelt das tragische Schicksal des Prinzen und des verwunschenen Hofstaats.

Tell

Eine edle, tief traurige schwarze Prinzessin, deren Gesicht nach dem Verrat zur Hälfte weiß brennt.

13 · persona editorial

erste schwarze Prinzessin.

Projection

Die erste der drei verwunschenen Prinzessinnen, die ganz in Schwarz gekleidet sind, bis auf ein wenig Weiß im Gesicht. Sie hofft glühend auf ihre Erlösung durch den stummen Dienst des Fischersohns.

Action

Sie empfängt den Sohn, erklärt ihm die Bedingungen der Schweigeprüfung, verflucht ihn nach dem Verstoß voller Entsetzen und kündigt die Rache ihrer Brüder an.

Shadow

Ihre Wut über den misslungenen Erlösungsversuch äußert sich in einem unbarmherzigen, ewigen Fluch über den untreuen Jüngling.

Tell

Eine königliche Gestalt, ganz in Schwarz gekleidet, mit einem rußigen Gesicht, das nach dem Wasser-Verrat zur Hälfte weiß wird.

14 · persona editorial

Feind.

Projection

Der fremde, kriegerische Feind, der die Stadt Ostindien belagert, Lösegeld erpresst und den Fischersohn gefangennimmt.

Action

Er fordert 600 Taler Lösegeld, nimmt den Fischersohn gefangen, händigt dem Vater das Geld aus und zieht mit seinen Truppen ab.

Shadow

Seine rücksichtslose Erpressung spaltet die Fischerfamilie und setzt die tragische Kette der Ereignisse in Gang.

Tell

Ein bedrohlicher Krieger in fremdländischer Rüstung, der ein Schwert und den Lösegeldbeutel hält.

15 · persona editorial

Fischer.

Projection

Der arme Fischer, der durch den Verlust seines Sohnes reich wird und sich als machthungriger, grausamer Bürgermeister der Stadt Ostindien neu erfindet.

Action

Er übergibt das Lösegeld der Stadt, lässt sich zum Bürgermeister ernennen, verbietet bei Todesstrafe die Nichteinhaltung seines Titels, droht seinem zurückkehrenden Sohn mit dem Galgen und nimmt ihn schließlich reumütig wieder auf.

Shadow

Sein plötzlicher Reichtum und Aufstieg korrumpieren seinen Charakter völlig; er stellt Macht und Ansehen über das Leben seines Sohnes.

Tell

Ein strenger Bürgermeister in prunkvollen Gewändern mit Amtskette, der ehemals zerschlissene Fischerkleider trug.

16 · persona editorial

Fischersfrau.

Projection

Die Mutter des Fischersohns, die aus Misstrauen und Furcht vor dem fremdartigen Zauber einen unheilvollen Rat erteilt.

Action

Sie empfängt den zurückgekehrten Sohn, lauscht seiner Erzählung, rät ihm misstrauisch zur Zerstörung des Zaubers mittels kochendem Wasser und initiiert damit den Fehlschlag.

Shadow

Ihre ängstliche Skepsis und ihr Unverständnis für die magische Prüfungszeit zerstören die Erlösungsarbeit ihres eigenen Sohnes.

Tell

Eine einfache Frau in bürgerlicher Kleidung, die besorgt einen Weihwasserkessel bereithält.

17 · persona editorial

Fischersohn.

Projection

Der arme Fischersohn, der sich für das Lösegeld seines Vaters opfert, entkommt, zum unvollkommenen Erlöser der verwunschenen Prinzessinnen berufen wird und letztlich durch elterlichen Rat tragisch scheitert.

Action

Er wird gefangen genommen, entkommt ins Schloss, willigt in die Schweigeprüfung ein, reist nach Hause, entgeht dem Galgen durch seinen Fischerkittel, folgt dem falschen Rat der Mutter, verletzt die Prinzessinnen mit kochendem Wasser, flieht aus dem Fenster und bricht sich das Bein.

Shadow

Seine ungeduldige Neugier und die mangelnde Festigkeit gegenüber dem misstrauischen Rat seiner Mutter treiben ihn in den Verrat.

Tell

Ein junger Fischersohn, der anfangs einen schmutzigen Fischerkittel trägt, später den prachtvollen Mantel des Schlosses und am Ende lahmend und verzweifelt flieht.

18 · persona editorial

zweite schwarze Prinzessin.

Projection

Die zweite der drei verwunschenen Prinzessinnen, die treu an der Seite ihrer Schwestern im schwarzen Schloss auf Befreiung wartet.

Action

Sie nimmt an der Schweigeprüfung teil, erwacht schreiend nach dem Wasser-Verrat, teilt den kollektiven Fluch der Schwestern und beklagt die verlorene Hoffnung.

Shadow

Auch ihr Zorn verdammt den unvorsichtigen Jüngling unwiderruflich zur Verzweiflung.

Tell

Eine in schwarze Trauergewänder gehüllte Prinzessin mit rußigem, später halberlöst weißem Gesicht.

20 · place editorial

Fischerhütte.

Shown

Eine einfache, verlassene Fischerhütte am Rande des Sees, die ehemals die Heimat der Familie war.

Holds

Die alten Kleider, der Fischerkittel des Sohnes und die Erinnerungen an die Armut.

Offers

Eine Zuflucht und einen Umkleideraum für den bedrohten Sohn.

Withheld

Einen festen Wohnort für die Eltern, die nach dem Aufstieg im Reichtum der Stadt leben.

21 · place editorial

Galgen.

Shown

Eine Richtstätte am Rande der Stadt Ostindien mit einem hölzernen Galgen.

Holds

Der verurteilte Fischersohn, die Ratsherren und die Wachen der Stadt.

Offers

Ein abschreckendes Exempel für die tyrannische Macht des Bürgermeisters.

Withheld

Einen tödlichen Ausgang für den Sohn, sobald er sich durch das Anlegen seines Fischerkittels vor den Augen aller als Sohn offenbart.

22 · place editorial

hohe Berg.

Shown

Ein dichter, hoher Wald auf einem Berg, dessen Felswand sich auf magische Weise öffnen kann.

Holds

Der flüchtende Fischersohn vor der geöffneten Pforte.

Offers

Eine Pforte und einen Übergang in das geheime, übernatürliche Reich des Schlosses.

Withheld

Ewigen Zugang für den Verräter, da der Berg sich nach dem Fehlschlag für immer verschließt.

23 · place editorial

See.

Shown

Ein weiter, stiller See nahe der belagerten Stadt Ostindien, auf dem Fischerboote fahren.

Offers

Die Lebensgrundlage der Familie und den Ort der ersten schicksalhaften Begegnung mit dem Feind.

Withheld

Schutz vor den angreifenden Truppen, die den Sohn auf dem Wasser gefangen nehmen.

24 · place editorial

Stadt Ostindien.

Shown

Die ummauerte Stadt Ostindien, die von Feinden bedroht wird und später vom tyrannischen Bürgermeister beherrscht wird.

Holds

Der stolze Fischer als Bürgermeister und die Ratsherren der Stadt.

Offers

Sicherheit vor dem Feind nach der Lösegeldzahlung und sozialen Aufstieg für den ehemals armen Fischer.

Withheld

Nachsicht oder Gnade für jeden Bürger, der sich weigert, den Bürgermeister mit seinem vollen Titel anzusprechen.

25 · place editorial

verwunschene Schloss.

Shown

Ein düsteres, prachtvolles Schloss im Inneren des Berges, in dem Tische, Stühle und Bänke ganz in schwarze Trauertücher gehüllt sind.

Offers

Die Möglichkeit zur Befreiung durch die Schweigezeit und die geheimnisvolle Erfüllung aller Wünsche.

Withheld

Einen festen Platz auf dieser Welt, da das Schloss am Ende klagend in der Erde versinkt.

27 · piece editorial

Beutel.

Place

Aufbewahrt im Schloss und dem Sohn für seine Heimkehr übergeben.

Load bearing

Er versorgt den Sohn mit unerschöpflichem Reichtum während seiner Reise. Durch diesen magischen Geldsegen kann er unabhängig reisen und erregt das Misstrauen sowie die Neugier seiner Eltern.

Apparent

Ein weicher Lederbeutel, der sich schwer anfühlt und in dem stets funkelnde Goldmünzen nachwachsen, sobald man hineingreift.

28 · piece editorial

Fischerkittel.

Load bearing

Dieses Kleidungsstück repräsentiert die Herkunft des Sohnes. Indem er verlangt, den Kittel am Galgen noch einmal tragen zu dürfen, wird er von seinem Vater wiedererkannt. Dies rettet sein Leben und beendet die Tyrannei des Vaters über ihn.

Apparent

Ein grober, abgenutzter und fleckiger Fischerkittel aus einfachem Leinen, der die Spuren harter Arbeit am See trägt.

Yearbook

  • Getragen vom Sohn am See vor seiner Gefangennahme.
  • Zurückgelassen in der Fischerhütte der verarmten Eltern.
  • Zum Galgen gebracht und vom Sohn über den feinen Rock gezogen.
  • Behalten als Zeichen der Demut vor der Versöhnung in der Stadt Ostindien.

29 · piece editorial

Galgen.

Load bearing

Er versinnbildlicht die tödliche Härte der Herrschaft des Vaters. An diesem Ort soll der eigene Sohn erhängt werden, weil er sich weigert, dem väterlichen Hochmut mit Unterwürfigkeit zu begegnen.

Apparent

Ein düsteres, hölzernes Hinrichtungsgerüst mit einer groben Hanfschlinge, das einsam und bedrohlich über der Landschaft aufragt.

Yearbook

  • Erbaut im Auftrag des zum Bürgermeister ernannten Fischers.
  • Schauplatz der drohenden Hinrichtung des Sohnes.
  • Unwirksam gemacht, als der Sohn sich durch das Anziehen des Fischerkittels vor dem Strick rettet.

30 · piece editorial

kochende Wasser.

Place

Bereitet und erhitzt im Schloss durch den Sohn.

Load bearing

Es ist das Instrument des folgenschweren Verrats. Durch das Begießen der schlafenden Prinzessinnen wird die Erlösungsprüfung gewaltsam gebrochen und der ewige Fluch heraufbeschworen.

Apparent

Dampfendes, sprudelndes, kochend heißes Wasser in einem Kessel, das bei Berührung heftige Verbrühungen verursacht.

31 · piece editorial

Lösegeld.

Place

Übergeben von der feindlichen Kriegsmacht am See an den Fischer für den geraubten Sohn.

Load bearing

Es befreit die Fischerfamilie augenblicklich aus ihrer bitteren Armut. Dieser plötzliche Geldsegen begründet den Hochmut des Vaters und ermöglicht seinen Aufstieg zum grausamen Bürgermeister.

Apparent

Ein prall gefüllter Beutel mit genau sechshundert Talern, deren schweres Gewicht und metallischer Klang den neuen Reichtum der Familie verkünden.

32 · piece editorial

Rock.

Place

Überreicht im Schloss an den Sohn für seine Reise.

Load bearing

Der prächtige Mantel weist den Sohn als edlen, wohlhabenden Herrn aus. Er steht im direkten Gegensatz zu seiner Herkunft und erregt am Galgen den Zorn des Vaters, bis er durch den alten Kittel ersetzt wird.

Apparent

Ein stattlicher, eleganter Rock aus feinstem Stoff, reich verziert und eines künftigen Herrschers würdig.

34 · position editorial

Erlöser.

Has

Den göttlichen oder schicksalhaften Auftrag, den Bann über das schwarze Schloss und seine drei Prinzessinnen durch Ausdauer zu brechen.

Orders

Die Einhaltung der auferlegten Bedingungen des Schweigens, des Nicht-Sprechens und des Ausharrens, um den Zauber zu lösen.

Loses

Die Fähigkeit zur Vollendung des Werkes, sobald er dem schlechten Rat seiner Mutter nachgibt und das kochende Wasser über die schlafenden Prinzessinnen gießt.

Drives

Treibt den allmählichen Wandlungsprozess der Prinzessinnen von Schwarz zu Weiß voran, bis seine Ungeduld und Neugier das Erlösungswerk vernichten.

35 · position editorial

Gefangene.

Has

Die Last des Freiheitsentzugs durch den Feind und den Anspruch auf das versprochene Lösegeld, das seiner Familie Befreiung verschaffen soll.

Orders

Die Übergabe der 600 Taler an seinen Vater anstelle seiner eigenen Freiheit, um die materielle Not der Eltern zu beenden.

Loses

Seine Bindung an die Heimat und das vertraute Leben, als er auf das Wasser hinaus und in die Fremde verschleppt wird.

Drives

Treibt den Vater in den unverhofften Reichtum und setzt den Weg des Sohnes hin zum verwunschenen Schloss und seiner Bestimmung in Gang.

36 · position editorial

Tyrann.

Has

Den Anspruch auf uneingeschränkte Ehrerbietung in der Stadt Ostindien und das Vorrecht, über Leben und Tod derer zu richten, die seine Autorität missachten.

Orders

Das unbedingte Verwenden des Titels "Herr Bürgermeister". Wer ihn stattdessen einen Fischer nennt, wird mit dem Tode am Galgen bestraft.

Loses

Seinen Zorn und die Tyrannei, als die Wahrheit in Gestalt des Fischersohns in dessen altem Kittel die Eitelkeit des Amtes bricht.

Drives

Treibt die Stadtbevölkerung in die Unterwerfung und zwingt seinen eigenen Sohn bis an den Fuß des Galgens, bis die Demütigung ihn zur Umkehr zwingt.

37 · position editorial

Verdammten.

Has

Den Zustand der anhaltenden Verwünschung im schwarzen Schloss und die schmerzhafte Hoffnung auf eine stumme Erlösung durch den Fischersohn.

Orders

Die ewige Verdammnis des untreuen Retters und die Übergabe seines Schicksals an ihre rachsüchtigen Brüder nach dem misslungenen Erlösungsversuch.

Loses

Die Aussicht auf vollständige Erlösung und Befreiung aus der Dunkelheit, als das kochende Wasser das Werk zerstört und sie in halb-weißer Gestalt zurücklässt.

Drives

Treibt den Fischersohn zur Einhaltung der strengen Prüfungen und verdammt ihn schließlich nach seinem feigen Verrat zu lebenslanger Pein.

38 · position editorial

Verstoßene.

Has

Den Zustand der vollkommenen Einsamkeit, des bitteren Scheiterns und die Last des gebrochenen Beins nach dem Zorn der Prinzessinnen.

Orders

Das bittere Ausharren in der Wildnis, fernab des versunkenen Schlosses und jeder Hoffnung auf Erlösung.

Loses

Die königliche Zukunft, die Liebe der Prinzessinnen und jeglichen Beistand der magischen Welt, nachdem das Schloss im Berg versinkt.

Drives

Treibt den Jüngling zur schmerzvollen Flucht aus dem stürzenden Gemach und lässt ihn gezeichnet und verkrüppelt als Warnung zurück.

40 · process editorial

Aufstieg.

Initiated by

Der Fischer (Vater).

Lever

Das Überlassen des Lösegeldes der Ratsherren, die Rettung der Stadt vor der Belagerung und das Dekret des Galgens für jeden, der den Bürgermeister nicht tituliert.

Echo

Der Fischer wird zu einem hartherzigen Machthaber, der willens ist, seinen eigenen unbotmäßigen Sohn hinrichten zu lassen.

42 · process editorial

Untergang.

Lever

Der ewige Fluch der verletzten Prinzessinnen über den untreuen Retter und die Androhung der Rache ihrer siebenfach geketteten Brüder.

Echo

Das Schloss versinkt mit ohrenbetäubendem Lärm im Boden; der Sohn stürzt panisch aus dem Fenster, bricht sich das Bein und bleibt hilflos und verstoßen zurück.

43 · process editorial

Verrat.

Lever

Das verbotene Anschauen der schlafenden Prinzessinnen und das heimliche Träufeln des kochenden Wassers auf ihre Gesichter.

Echo

Der Erlösungszauber wird gestört; die Prinzessinnen färben sich nur zur Hälfte weiß und erwachen unter schrecklichen Klagen und Schmerzen.

44 · process editorial

Wiederbegegnung.

Lever

Das Ablegen des prächtigen Mantels und das Anziehen des alten Fischerkittels vor den Augen des Bürgermeisters, um die wahre Identität als leiblicher Sohn zu beweisen.

Echo

Der Bürgermeister erkennt seinen Sohn wieder, bittet ihn um Verzeihung, wendet die Hinrichtung ab und bringt ihn zurück in die Familie.

46 · plan editorial

die Erlösung der Prinzessinnen.

Direction

Der Fischersohn begibt sich in das verwunschene, ganz in Schwarz gehüllte Schloss. Er verpflichtet sich gegenüber den drei schwarzen Prinzessinnen, ein ganzes Jahr lang weder mit ihnen zu sprechen, noch sie anzusehen. Im Gegenzug darf er sich alles wünschen, was er benötigt. Nach einer Zeit erhält er Erlaubnis für einen einwöchigen Heimatbesuch, ausgerüstet mit einem Geldbeutel und einem Mantel, mit der strikten Order, rechtzeitig zurückzukehren, um das Schweigegelübde zu vollenden.

Orders

  1. Betrete das verwunschene Schloss und nimm die Erlösungsaufgabe an.
  2. Sprich ein ganzes Jahr lang unter keinen Umständen mit den Prinzessinnen.
  3. Richte deine Augen während dieser Zeit niemals auf ihre Gesichter.
  4. Äußere deine Wünsche nach Nahrung und Gütern nur laut in den leeren Raum.
  5. Nutze den Beutel und den Mantel für den einwöchigen Besuch in Ostindien.
  6. Kehre pünktlich nach einer Woche in das Schloss zurück, um das Schweigejahr abzuschließen.

Implementation

  • Der Plan basiert auf der Einhaltung eines magischen Tabus (Schweigen und Nicht-Sehen).
  • Die Versorgung erfolgt auf Distanz, um den visuellen und akustischen Kontakt zu vermeiden.

Targets

  • [ ] Das Schweigegelübde im schwarzen Schloss beginnen
  • [ ] Den Heimatbesuch in Ostindien antreten und pünktlich zurückkehren
  • [ ] Das Schweigejahr ohne visuelle oder akustische Interaktion vollenden
  • [ ] Die Prinzessinnen durch treuen Gehorsam aus ihrer schwarzen Gestalt erlösen

47 · plan editorial

die Zerstörung des Zaubers.

Direction

Die Mutter rät dem Sohn aus Sorge, dass die Erlösung der schwarzen Prinzessinnen kein gutes Werk sei. Sie schlägt vor, dass er ein Weihwassergefäß mitnimmt und im schlafenden Zustand der Prinzessinnen kochendes Wasser auf ihre Gesichter träufelt. Der Sohn folgt diesem Rat nach seiner Rückkehr ins Schloss, was jedoch den Zauber bricht und die Prinzessinnen auf ewig verdammt.

Orders

  1. Rate dem Sohn aus Misstrauen vor dem übernatürlichen Zauber ab.
  2. Besorge ein Weihwassergefäß und kochendes Wasser.
  3. Kehre ins Schloss zurück und warte, bis die Prinzessinnen schlafen.
  4. Träufle das kochende Wasser heimlich auf ihre Gesichter.
  5. Brich damit das Schweige- und Seh-Verbot, um die Transformation sichtbar zu machen.

Implementation

  • Der Plan nutzt die ungeduldige, misstrauische Intervention der Elternwelt (Wasser-Träufeln) als fehlerhaften Abkürzungsversuch.
  • Das kochende Wasser soll die Erlösung erzwingen, führt aber stattdessen zum unwiderruflichen Verrat.

Targets

  • [ ] Den Sohn in der Fischerhütte instruieren
  • [ ] Mit dem Weihwassergefäß ins Schloss schleichen
  • [ ] Kochendes Wasser auf die schlafenden Gesichter der Prinzessinnen gießen
  • [ ] Die halbe Weißfärbung beobachten und die Konsequenzen der Verfluchung tragen

48 · reference warrant

Line Of Work.

Staging De drei schwatten Prinzessinnen (KHM 137) as a system of escape, probation, and tragic violation. The play models the ATU 401A classification, focusing on the East India siege, the father's rise to burgomaster, the gallows threat, the enchanted mountain castle, the year-long silence and non-observation trial, the home visit and near-hanging, the smock-frock revelation, the mother's boiling water advice, the violation of the sleeping princesses, the final verboten curse, and the sinking of the castle.

49 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmärchen (1812-1857), tale KHM 137, in the definitive 7th edition of 1857.

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmärchen, KHM 137 The canonical tale of the three black princesses, the fisherman, and his son.
50 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • The geography of East India: the location of East India is modeled as a simple town setting, ignoring any geopolitical or historical accuracy.
  • The chemical reaction of boiling water: the boiling water's physical effect on the princesses' skin is ignored and modeled purely as a magical state change (half-white transformation).
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
51 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-13

Enter the Stage