grimm · khm_103_sweet_porridge
khai plays · a playbook

Sweet Porridge.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Sweet Porridge.

Arc

Ein Zaubertöpfchen sättigt die Armut, doch das vergessene Haltewort lässt es die ganze Stadt mit Brei überfluten.

Stakes

Wie ein Mittel, das die Not vollkommen löst (das sättigende Töpfchen), unbeherrschbar zur Katastrophe wird, sobald die einfache Bedingung seiner Begrenzung (das Haltewort) vergessen wird.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Das Geschenk im Wald

Das hungernde Mädchen erhält von einer alten Frau im Wald ein Töpfchen, das auf das Wort „Töpfchen, koche“ süßen Hirsebrei kocht und auf „Töpfchen, steh“ wieder aufhört.

Plot 2: Das Überlaufen des Topfes

Während das Mädchen fort ist, lässt die Mutter das Töpfchen kochen, vergisst aber das Haltewort, sodass der Brei überquillt und Küche, Haus, Straße und ganze Stadt überflutet.

Plot 3: Das rettende Wort

Das Mädchen kehrt heim, spricht „Töpfchen, steh“, und der Topf hält an; wer in die Stadt zurück will, muss sich nun durch den Brei essen.

02 · plot editorial

Das Geschenk im Wald.

Cue

Das arme, aber fromme Mädchen geht hungernd hinaus, weil es zu Hause nichts mehr zu essen gibt.

Action

Im Wald begegnet das Mädchen einer die alte Frau, die seine Not kennt. Sie schenkt ihm ein das Töpfchen, das auf das Wort „Töpfchen, koche“ guten, süßen Hirsebrei kocht und auf „Töpfchen, steh“ wieder aufhört. Mit diesem das Kochen sind das Mädchen und seine Mutter von Armut und Hunger erlöst.

Stage

Eine stille Lichtung im der Wald.

Tension

Die selbstlose Gabe der alten Frau verbirgt eine Bedingung: das Wohl hängt vollständig daran, dass beide Worte stets im Gedächtnis bleiben.

03 · plot editorial

Das rettende Wort.

Cue

Als nur noch ein einziges Haus übrig ist, kehrt das das Mädchen heim.

Action

Das Mädchen spricht „Töpfchen, steh“, und mit diesem das Anhalten hört der Topf augenblicklich auf zu kochen. Doch der Brei liegt bereits über der ganzen die Stadt: Wer nun in die Stadt zurück will, der muss sich durch den Brei hindurchessen.

Stage

Die von Brei überflutete die Stadt rund um die Stube.

Tension

Die Rettung kommt im letzten Augenblick, aber die Folgen des vergessenen Wortes bleiben sichtbar und müssen mühsam aufgegessen werden.

04 · plot editorial

Das Überlaufen des Topfes.

Cue

Einmal ist das Mädchen ausgegangen, und die die Mutter bleibt allein mit dem Töpfchen zurück.

Action

Die Mutter spricht „Töpfchen, koche“, und der Brei steigt auf. Doch von den die Zauberworte hat sie das Haltewort vergessen. So beginnt das das Überlaufen: der Brei quillt über den Rand und füllt Küche, ganzes Haus, die Straße und endlich die ganze Stadt, als wollte er die Welt sättigen.

Tension

Das vergessene eine Wort verwandelt die rettende Gabe in eine unaufhaltsame Flut, die niemand außer dem Mädchen zu bändigen weiß.

06 · pitch editorial

das Wunderbare.

Tenor

Ein einfaches Töpfchen, zwei Worte, und der Hunger ist für immer gestillt: aus dem Nichts kocht süßer Brei, soviel man will. Das Spiel staunt über die Gabe wie das Mädchen selbst, über den Topf, der nicht leer wird, und über die schiere Fülle, die aus dem armen Häuschen quillt.

Undertow

Das Wunder hat keine Bremse als ein einziges vergessenes Wort. Unter dem Staunen läuft der Brei schon über Küche, Haus und Straße, und das Wunderbare kippt unmerklich ins Unheimliche: dieselbe Macht, die sättigt, kann ersäufen.

Nerve

Den Zuschauer ergreift das Staunen über das Übermaß: erst die selige Fülle des nie versiegenden Topfes, dann das wachsende Aufreißen der Augen, als der süße Strom nicht mehr aufhört und die ganze Stadt im Brei versinkt.

Echo

Was bleibt, ist das Bild der breiverschlossenen Stadt, durch die sich jeder erst essen muß, der heim will: das Wunder als überquellende Gnade, die zugleich Segen und Last ist, und das einzige rettende Wort „Töpfchen, steh".

08 · persona editorial

das Mädchen.

Projection

Ein armes, aber frommes und gutes Mädchen, das sowohl das Kochen als auch das rettende Haltewort beherrscht.

Action

Es geht hungernd in den Wald, empfängt das Töpfchen von der alten Frau, kocht damit für sich und die Mutter und bringt am Ende den überlaufenden Brei mit dem rechten Wort wieder zum Stehen.

Shadow

Sein Wissen um beide Worte ist die einzige Sicherung; in seiner Abwesenheit liegt die Gabe ungeschützt in fremder Hand.

Tell

Das gefasste Aussprechen der zwei Befehle „Töpfchen, koche“ und „Töpfchen, steh“ zur rechten Zeit.

09 · persona editorial

die alte Frau.

Projection

Eine alte Frau im Wald, die die Not des Mädchens erkennt und ihm das Zaubertöpfchen schenkt.

Action

Sie tritt dem hungernden Mädchen entgegen, übergibt das Töpfchen und lehrt es die zwei Worte, mit denen das Kochen beginnt und endet.

Shadow

Ihre Gabe ist bedingungslos gut, doch sie liegt allein in der treuen Bewahrung der beiden Worte; ihre Wirkung entzieht sich ihr nach der Schenkung.

Tell

Das ruhige Aushändigen des Töpfchens und das deutliche Aussprechen der beiden Befehle als Lehre.

10 · persona editorial

die Mutter.

Projection

Die arme Mutter des Mädchens, die das Töpfchen in Gebrauch nimmt, aber das Haltewort nicht sicher behalten hat.

Action

In Abwesenheit der Tochter spricht sie „Töpfchen, koche“, kann den Topf jedoch nicht stoppen und löst so die Flut von Brei aus, die das ganze Haus und die Stadt überzieht.

Shadow

Ihr Vergessen offenbart, dass eine mächtige Gabe ohne vollständiges Wissen zur Gefahr für alle wird.

Tell

Das hilflose Wiederholen falscher Worte, während der Brei unaufhaltsam aus dem Töpfchen quillt.

12 · place editorial

der Wald.

Shown

Der stille Wald vor der Stadt, in den das hungernde Mädchen hinausgeht und in dem es der alten Frau begegnet.

Offers

Den Ort der Begegnung und der Gabe, an dem das Töpfchen samt seinen zwei Worten überreicht wird.

Withheld

Er nährt nicht von selbst; die Rettung liegt allein im geschenkten Töpfchen, nicht im Wald.

13 · place editorial

die Stadt.

Shown

Die Stadt mit ihren Häusern und Straßen, in die der überlaufende Brei aus der Stube strömt.

Offers

Den Schauplatz der Flut, an dem sich am Ende zeigt, wie weit der ungebremste Brei gereicht hat.

Withheld

Sie bietet keinen Schutz vor der Breiflut; wer zurück will, muss sich erst hindurchessen.

14 · place editorial

die Stube.

Shown

Die kleine, arme Küche und Stube, in der Mutter und Mädchen wohnen und in der das Töpfchen kocht.

Offers

Den Herd, auf dem das Töpfchen süßen Brei kocht und die beiden Bewohner sättigt.

Withheld

Sie hält den überquellenden Brei nicht zurück; ist das Haltewort vergessen, läuft er aus der Stube hinaus in die Stadt.

16 · piece editorial

das Töpfchen.

Load bearing

Stellt die wundertätige Gabe dar, die jeden Hunger stillt, aber nur durch das Haltewort zu begrenzen ist.

Apparent

Ein kleines Töpfchen, das auf „Töpfchen, koche“ süßen Hirsebrei kocht und auf „Töpfchen, steh“ wieder aufhört.

Yearbook

Es sättigt zuerst Mutter und Kind, überflutet dann unter falscher Bedienung die ganze Stadt und wird zuletzt durch das rechte Wort zum Stehen gebracht.

17 · piece editorial

die Zauberworte.

Load bearing

Stellt die zwei Befehle dar, die das Töpfchen steuern: das eine startet das Kochen, das andere begrenzt es.

Apparent

Die Worte „Töpfchen, koche“ und „Töpfchen, steh“, die untrennbar zur Gabe gehören.

Yearbook

Das Startwort wird leicht behalten, doch das vergessene Haltewort löst die Flut aus, bis das Mädchen es wieder ausspricht.

19 · position editorial

die Schenkende.

Has

Das Töpfchen und das volle Wissen um beide Worte, die sie aus freiem Mitleid weiterreicht.

Orders

Übergibt die Gabe samt Lehre und überlässt es dem Empfänger, beide Worte treu zu bewahren.

Loses

Verliert nach der Schenkung jeden Einfluss auf den Gebrauch der Gabe.

Drives

Handelt aus Barmherzigkeit gegenüber der Armut, ohne eine Gegenleistung zu fordern.

20 · position editorial

die Vergessliche.

Has

Die Macht, das Kochen zu starten, aber nur halbes Wissen um die Bedingung seiner Begrenzung.

Orders

Verlangt vom Töpfchen Brei, ohne den Befehl zu seiner Beendigung zu kennen.

Loses

Verliert die Beherrschung der Gabe, sobald das Haltewort fehlt, und gibt die ganze Stadt der Flut preis.

Drives

Handelt aus Hunger und gutem Willen, doch ihr Vergessen macht die Wohltat zur Gefahr.

21 · position editorial

die Versorgerin.

Has

Das vollständige Wissen um beide Worte und damit die Macht, den Brei sowohl zu erzeugen als auch sicher zu begrenzen.

Orders

Verlangt, dass das Kochen stets durch das Haltewort beendet wird, ehe der Brei überquillt.

Loses

Verliert die Kontrolle nur, wenn sie abwesend ist und das Wissen in unwissenden Händen liegt.

Drives

Handelt aus Güte und Verantwortung, den Hunger zu stillen und die Gabe maßvoll zu bändigen.

23 · process editorial

das Anhalten.

Direction

Das augenblickliche Beenden des Kochens auf das Wort „Töpfchen, steh“ hin.

Lever

Das rechtzeitig erinnerte Haltewort, das die Gabe wieder bändigt.

Echo

Der Topf steht still, doch der bereits ausgelaufene Brei muss aufgegessen werden.

24 · process editorial

das Kochen.

Direction

Das Erzeugen von süßem Hirsebrei aus dem Töpfchen auf das Wort „Töpfchen, koche“ hin.

Lever

Das gesprochene Startwort, das die wundertätige Gabe in Gang setzt.

Echo

Die Sättigung von Mutter und Kind, die von Armut und Hunger erlöst werden.

25 · process editorial

das Überlaufen.

Direction

Das ungebremste Weiterkochen des Topfes, weil das Haltewort vergessen ist.

Lever

Das fehlende Haltewort, das den begonnenen Kochvorgang nicht mehr begrenzt.

Echo

Der Brei füllt Küche, Haus, Straße und endlich die ganze Stadt.

27 · plan editorial

die Sättigung.

Direction

Das Mädchen empfängt von der alten Frau im Wald das Töpfchen und die zwei Worte. Zu Hause kocht es nach Bedarf süßen Hirsebrei und hält den Topf rechtzeitig an, sodass Mutter und Kind satt und reich werden. Die Begrenzung des Kochens ist ebenso wichtig wie das Kochen selbst.

Orders

  1. Das Mädchen geht hungernd in den Wald und begegnet der alten Frau.
  2. Das Mädchen nimmt das Töpfchen samt der zwei Zauberworte entgegen.
  3. Das Mädchen spricht „Töpfchen, koche“, wenn Hunger herrscht.
  4. Das Mädchen spricht „Töpfchen, steh“, sobald genug Brei gekocht ist.
  5. Das Mädchen hütet das Wissen um das Haltewort als Bedingung der Sicherheit.

Implementation

  • Der Plan beruht auf zwei klaren Befehlen, die das Kochen starten und stoppen.
  • Das Haltewort ist die unverzichtbare Begrenzung; sein Vergessen ist die einzige Gefahr.
  • Genügsame Nutzung: nur so viel Brei kochen, wie satt macht.

Targets

  • [ ] Der alten Frau im Wald begegnen
  • [ ] Das Töpfchen und die zwei Worte entgegennehmen
  • [ ] Mit „Töpfchen, koche“ den Hunger vertreiben
  • [ ] Mit „Töpfchen, steh“ das Kochen rechtzeitig beenden
  • [ ] Das überlaufende Töpfchen am Ende wieder zum Stehen bringen

28 · reference warrant

Line Of Work.

Staging Der süße Brei (KHM 103) as an illustration of an unbounded resource and the single condition that keeps it safe. The production models the contrast between a gift that perfectly solves scarcity (the pot that cooks sweet porridge on command) and the catastrophe that follows when the one limiting instruction (the stopping word) is forgotten.

29 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmärchen (1812-1857), tale KHM 103, in the definitive 7th edition of 1857.

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmärchen, KHM 103 The canonical tale "Der süße Brei" of the pot that floods a town.
30 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • Fluid dynamics of the porridge: the overflow is treated as an unbounded fill that spreads room by room, ignoring viscosity, flow rate, or volume calculation.
  • Townsfolk response: the inhabitants of the flooded town are abstracted away; only the obligation to eat through the porridge is recorded, not their actions.
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
31 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-13

32 · download artifact

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