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khai plays · a playbook

Das Goldei.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Das Goldei.

Arc

Arme Besenbinderkinder finden einen Vogel mit Goldeiern, dessen Herz und Leber sie zu König und Reichtum erheben.

Stakes

Ob das Glück, das ein Wundervogel verheißt, dem zufällt, der es sich kalt berechnet erkaufen will, oder den armen Kindern, denen es ohne Berechnung in den Schoß fällt.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die armen Besenbinder

Arme Besenbindersjungen ernähren sich und ein Schwesterchen kümmerlich mit dem Verkauf ihrer Besen.

Plot 2: Der Vogel auf der Birke

Im Wald entdeckt der Jüngste auf einer Birke ein Nest mit einem dunklen Vogel, unter dessen Flügel ein goldenes Ei liegt; der Vogel bleibt zahm sitzen.

Plot 3: Der Goldeierhandel

Die Jungen verkaufen das Ei beim Goldschmied, der bestätigt, daß es feines Gold sei, und viel Geld zahlt; das wiederholt sich täglich, bis sie reich werden.

Plot 4: Der Vogel verlangt zum Goldschmied

Eines Morgens verkündet der Vogel, er werde keine Eier mehr legen, man solle ihn aber zum Goldschmied bringen, das werde ihr Glück sein.

Plot 5: Das Lied von Herz und Leber

Beim Goldschmied singt der Vogel, wer sein Herzlein esse, werde bald König sein, und wer sein Leberlein esse, finde alle Morgen unter dem Kissen ein Goldbeutlein.

Plot 6: Braten, Vertauschung und Aufstieg

Der Goldschmied beschließt, das Schwesterlein zu heiraten und sich den Vogel zur Hochzeit braten zu lassen. Beim Braten fallen Herzlein und Leberlein heraus und werden von den Kindern gegessen. Als der Goldschmied das Fehlen bemerkt, jagt er die Familie fort; doch der Spruch erfüllt sich nun an den Kindern, die in eine neue Sphäre aufsteigen.

02 · plot editorial

Braten, Vertauschung und Aufstieg.

Action

Der Goldschmied beschließt, das Schwesterchen zu heiraten und sich den Vogel zur Hochzeit braten zu lassen, um Herz und Leber selbst zu essen. Doch beim Braten fallen Herzlein und Leberlein heraus und werden von den Kindern gegessen. Als der Goldschmied das Fehlen bemerkt, jagt er die ganze Familie fort. Der Spruch aber erfüllt sich nun an den Kindern, die so in eine neue, höhere Sphäre aufsteigen.

Stage

  • goldschmied: will Herz und Leber selbst essen, verliert sie und verstößt die Familie.
  • besenbinder: essen die herausgefallenen Stücke und erben deren Wirkung.
  • schwesterchen: als Braut in den Plan des Goldschmieds gezogen.
  • herz-und-leber: die vertauschten Stücke, an denen sich der Spruch erfüllt.
  • spruchwirkung: die Erfüllung der Verheißung an den zufälligen Essern.

Tension

Die kalte Berechnung des Goldschmieds schlägt fehl: er verliert gerade das, worauf er es abgesehen hatte, und vertreibt die, denen das Glück nun zufällt. Die Geschichte schließt mit der Umkehr, daß nicht der Berechnende, sondern die arglosen Kinder König und reich werden.

03 · plot editorial

Das Lied von Herz und Leber.

Action

Beim Goldschmied singt das Vögelchen seinen Spruch: wer sein Herzlein esse, werde bald König sein, und wer sein Leberlein esse, finde alle Morgen unter dem Kissen ein Goldbeutlein. So gibt der Vogel das Geheimnis seines Wertes preis, und der Goldschmied hört es mit an.

Stage

  • vogel: singt den Spruch von Herz und Leber.
  • goldschmied: hört den Spruch und faßt seinen Plan.
  • herz-und-leber: die magischen Teile, an die Königtum und Goldquelle gebunden sind.
  • goldbeutlein: die tägliche Geldquelle, die der Leberesser erwarten darf.
  • vogelspruch: die Verheißung, die den Vogel begehrlich macht.

Tension

Der Spruch verwandelt den Vogel von der Goldquelle in eine noch größere Verheißung: Königtum und tägliches Gold. Doch er weckt zugleich die Begehrlichkeit des Goldschmieds. Wer das Lied hört, will Herz und Leber für sich; damit ist der Vogel in Gefahr und sein Glück in Frage gestellt.

04 · plot editorial

Der Goldeierhandel.

Action

Die Besenbindersjungen tragen das Goldei zum Goldschmied. Der bestätigt, daß es feines Gold sei, und zahlt viel Geld dafür. Der Vogel legt nun täglich ein Ei, und Tag für Tag tragen die Kinder es zum Goldschmied. So werden die armen Besenbinder durch den Goldeierhandel nach und nach reich.

Stage

  • besenbinder: bringen die Eier und werden reich.
  • goldschmied: bestätigt das Gold und zahlt dafür.
  • goldei: das täglich neue Wunderei, das Arbeit in Reichtum verwandelt.
  • eierhandel: der tägliche Handel, der die Armut beendet.

Tension

Der Reichtum wächst, doch er hängt ganz am Vogel und am Goldschmied. Die Kinder gewinnen Wohlstand, geben aber zugleich dem Goldschmied Kenntnis von dem Vogel; je reicher sie werden, desto begehrlicher wird der, durch dessen Hand ihr Gold geht.

05 · plot editorial

Der Vogel auf der Birke.

Action

Im Wald entdeckt der Jüngste der Besenbindersjungen auf einer Birke ein Nest mit einem dunklen Vögelchen. Unter dessen Flügel liegt ein goldenes Ei. Der Vogel bleibt zahm sitzen und läßt sich das Goldei nehmen, ohne zu fliehen.

Stage

  • besenbinder: der Jüngste findet das Nest und das Ei.
  • vogel: das dunkle Zaubertier, das zahm sitzen bleibt.
  • goldei: das erste goldene Ei unter dem Flügel.
  • wald: der Fundort des Wunders.

Tension

Der Fund ist das Wunder, auf das die Armut wartete, aber sein Wert ist den Kindern noch unklar. Daß der Vogel zahm bleibt, deutet auf mehr als ein einzelnes Ei; doch noch wissen die Kinder weder, was das Gold wert ist, noch was der Vogel sonst vermag.

06 · plot editorial

Der Vogel verlangt zum Goldschmied.

Action

Eines Morgens verkündet das Vögelchen, es werde keine Goldeier mehr legen. Doch die Kinder sollten es zum Goldschmied bringen, das werde ihr Glück sein. Der Vogel selbst weist so den Weg, der über das bloße Eierlegen hinaus zu einem größeren Geschick führt.

Stage

  • vogel: kündigt das Ende der Eier an und weist sich selbst zum Goldschmied.
  • besenbinder: sollen dem Rat des Vogels folgen.
  • huette: der Ort, an dem die Wende angekündigt wird.

Tension

Der Vogel gibt seine eigene Auslieferung als Glücksverheißung aus, doch was dieses Glück sein soll, bleibt rätselhaft. Daß die sichere Goldquelle versiegt und der Vogel gerade zum Goldschmied verlangt, kündigt eine Wende an, deren Sinn sich erst dort zeigen wird.

07 · plot editorial

Die armen Besenbinder.

Action

Ein paar arme Besenbindersjungen ernähren sich und ihr Schwesterchen kümmerlich. Sie binden Besen, und das Schwesterchen trägt sie zum Verkauf. Es reicht kaum zum Leben; die Kinder sind auf sich allein gestellt und kennen nichts als Mühe und Mangel.

Stage

  • besenbinder: binden die Besen und tragen die Familie durch die Armut.
  • schwesterchen: verkauft die Besen und teilt die Not.
  • huette: der Ort der Armut, von dem aus alles ausgeht.

Tension

Die Armut ist der Ausgangsstand, aus dem es scheinbar keinen Weg gibt. Die Kinder können sich durch eigene Arbeit gerade über Wasser halten, aber nicht aus dem Elend heben. Es braucht etwas von außen, ein Wunder, um die Lage zu wenden.

09 · pitch editorial

die Fügung.

Tenor

Die Fügung. Das Staunen darüber, dass das Glück sich nicht kaufen lässt, sondern dem zufällt, der es nicht jagt: Herz und Leber des Wundervogels, die Königtum und Reichtum verheißen, gehen nicht an den schlauen Käufer, sondern an die armen Kinder, denen sie ohne Berechnung zuteilwerden. Es wird im hellen, gläubigen Ton einer höheren Ordnung gespielt, die über List und Habsucht hinweggeht und das Wunder dorthin lenkt, wo keiner es zu erzwingen sucht. Der goldlegende Vogel ist nicht Beute, sondern Gnade.

Undertow

Unter dem Staunen liegt die kalte Gier dessen, der das Wunder berechnen will. Da ist einer, der weiß, was Herz und Leber wert sind, und der sie sich erkaufen möchte; sein Kalkül ist der dunkle Gegenpol zur Unschuld der Kinder. Diese Habsucht hält die Tonart davon ab, bloß lieblich zu sein: das Wunder geschieht im Angesicht der Berechnung, und sein Wunder ist gerade, dass es sich der Berechnung entzieht.

Nerve

Getroffen wird das Staunen über eine Gerechtigkeit, die kein Mensch lenkt. Die Verwunderung über den Vogel und seine goldene Gabe; die Genugtuung, dass die kalte Rechnung leer ausgeht; die Rührung, dass den Armen ohne ihr Zutun das Höchste zufällt. Es spielt für das Vertrauen, dass das Glück eine eigene, unbestechliche Hand hat, und für die Freude, sie am Werk zu sehen.

Echo

Was bleibt, ist ein dankbares, leises Staunen. Die armen Kinder sind erhöht, der Berechnende ist beschämt, das Wunder hat seinen rechten Ort gefunden. Der Nachgeschmack ist die warme Gewissheit, dass es ein Glück gibt, das man nicht erlisten kann, und dass es am liebsten dorthin fällt, wo niemand die Hand danach ausstreckt.

11 · persona editorial

Besenbindersjungen.

Projection

Die Besenbindersjungen sind die armen Geschwister, die ihre kleine Schwester miternähren und vom Elend zum Wohlstand geführt werden. Sie handeln nicht aus Berechnung, sondern nehmen an, was ihnen zufällt: erst das Goldei, dann, ganz ohne Absicht, Herz und Leber des Vogels. Ihr Glück ist das der Arglosen.

Action

Sie binden Besen, finden im Wald den Vogel mit dem Goldei und werden durch den täglichen Eierhandel reich. Sie bringen den Vogel auf seinen Wunsch zum Goldschmied, und als beim Braten Herz und Leber herausfallen, essen sie sie, ohne den Spruch zu berechnen, und erben so dessen Wirkung.

Shadow

Ihr Schatten ist die Abhängigkeit: ihr Glück hängt erst am Vogel und am Goldschmied, durch dessen Hand ihr Gold geht. Erst die zufällig gegessenen Stücke machen sie unabhängig von beiden.

Tell

Daß sie das nehmen, was sich ihnen darbietet, ohne zu rechnen, und gerade dadurch das Glück gewinnen, das der Berechnende verfehlt.

12 · persona editorial

Goldschmied.

Projection

Der Goldschmied ist der wohlhabende Stadtbürger, der die Goldeier kauft und, als er den Spruch hört, den ganzen Vogel für sich will. Er ist der Berechnende: er plant die Heirat mit dem Schwesterlein und den Braten des Vogels, um König und reich zu werden. Gerade seine Berechnung bringt ihn um den erwarteten Nutzen.

Action

Er kauft die Goldeier und bestätigt ihr feines Gold. Er hört den Spruch des Vogels, beschließt, das Schwesterlein zu heiraten und sich den Vogel zur Hochzeit braten zu lassen. Als Herz und Leber herausfallen und von den Kindern gegessen werden, jagt er die Familie fort, doch der Nutzen ist ihm entgangen.

Shadow

Sein Schatten ist die Habgier, die zu viel will und darum verliert: indem er Herz und Leber für sich allein begehrt, verfehlt er beides und verstößt die, denen das Glück zufällt.

Tell

Sein Plan, das Schwesterlein zu heiraten und den Vogel zu braten, und sein Zorn, als er Herz und Leber des Bratvogels vermißt.

13 · persona editorial

Goldvögelchen.

Projection

Das dunkle Vögelchen ist das Zaubertier, an dem die ganze Geschichte hängt. Es legt täglich ein Goldei, lenkt die Brüder von sich aus zum Goldschmied und gibt durch sein Lied das Geheimnis von Herz und Leber preis. Es ist Quelle des Reichtums und Verkünder des größeren Glücks zugleich.

Action

Es sitzt zahm auf der Birke und läßt sich das Goldei nehmen, legt fortan täglich eines, kündigt das Ende der Eier an und verlangt zum Goldschmied gebracht zu werden. Dort singt es den Spruch von Herz und Leber, ehe es zur Hochzeit gebraten wird und seine Stücke an die Kinder fallen.

Shadow

Sein Schatten ist die eigene Auslieferung: das Glück, das es verheißt, ist an seinen Tod gebunden, und der Spruch, den es singt, macht es zur begehrten Beute.

Tell

Das täglich gelegte Goldei und das Lied von Herzlein und Leberlein, das König und tägliches Gold verheißt.

14 · persona editorial

Schwesterchen.

Projection

Das Schwesterchen ist die Verkäuferin der Besen und die spätere Braut des Goldschmieds. Über ihre Verbindung mit ihm soll die neue soziale Stellung der Familie festgemacht werden; sie ist das Bindeglied zwischen den armen Brüdern und dem reichen Bürger und damit Teil des Plans, den der Goldschmied auf sie baut.

Action

Sie trägt die Besen zum Verkauf und teilt die Armut der Brüder. Als der Goldschmied beschließt, sie zu heiraten und sich den Vogel zur Hochzeit braten zu lassen, wird sie in seinen Plan gezogen; mit den Brüdern wird sie am Ende fortgejagt und steigt mit ihnen in die neue Sphäre auf.

Shadow

Ihr Schatten ist die Rolle des Pfandes: ihre Heirat soll dem Goldschmied dienen, nicht ihr; sie ist Mittel des fremden Plans, ehe sie am Glück der Geschwister teilhat.

Tell

Daß sie zwischen den armen Brüdern und dem reichen Goldschmied steht, von beiden Seiten beansprucht, und am Ende zu den Ihren gehört.

16 · place editorial

Haus des Goldschmieds.

Shown

Das Haus und die Werkstatt des Goldschmieds, Ort des Eierverkaufs und später der Hochzeitsvorbereitungen. Hier wird das Goldei als feines Gold bestätigt, hier singt der Vogel seinen Spruch, und hier wird er gebraten, sodaß Herz und Leber an die Kinder fallen.

Offers

Den Schauplatz der Wende: Verkauf, Spruch, Plan und Braten laufen hier zusammen. Im Haus des Goldschmieds entscheidet sich, wem das verheißene Glück zufällt.

Withheld

Den berechneten Nutzen. So sehr der Goldschmied hier alles in der Hand zu haben meint, das Haus gibt ihm Herz und Leber nicht; sie fallen heraus und gehen an die Kinder.

17 · place editorial

Hütte der Besenbinder.

Shown

Die ärmliche Hütte, in der die Besenbindersjungen mit ihrem Schwesterchen leben. Ort der Armut, von dem aus sie zum Besenverkauf und in den Wald ausziehen, und an dem der Vogel später das Ende der Eier und den Weg zum Goldschmied verkündet.

Offers

Den Ausgangspunkt: die Armut, aus der die Kinder ausziehen, und das Heim, in das erst das Goldei den Wohlstand bringt.

Withheld

Den Ausweg aus eigener Kraft. Die Hütte gibt nur Arbeit und Mangel; was die Kinder aus dem Elend hebt, kommt von außen, mit dem Vogel und seinem Ei.

18 · place editorial

Wald mit der Birke.

Shown

Der Wald, in dem auf einer Birke das Nest des dunklen Vogels steht. Fundort des Wunders: hier entdeckt der jüngste Bruder den Vogel und unter dessen Flügel das erste Goldei, und hier beginnt der Weg aus der Armut.

Holds

  • den Vogel: der zahm auf der Birke im Nest sitzt.
  • das erste Goldei: das unter seinem Flügel liegt.
  • den jüngsten der Besenbindersjungen: der das Nest findet.

Offers

Den Fund, der alles auslöst. Der Wald gibt den Kindern den Vogel und das erste Goldei und damit den Anfang ihres Glücks.

Withheld

Die Deutung des Fundes. Der Wald gibt das Wunder, aber nicht das Wissen um seinen Wert; was Vogel und Ei bedeuten, erschließt sich erst beim Goldschmied.

20 · piece editorial

Goldbeutlein.

Place

Verheißen unter dem Kissen dessen, der das Leberlein des Vogels gegessen hat; im Spruch beim Goldschmied genannt.

Load bearing

Das Goldbeutlein ist die tägliche Geldquelle, die der Leberesser erwarten darf, und damit die Hälfte des verheißenen Glücks neben dem Königtum. Es macht die Wirkung der Leber greifbar und zeigt, was dem zufällt, der das richtige Stück gegessen hat, gleich, ob mit Absicht oder durch Zufall.

Apparent

Ein Beutel voll Gold, der sich jeden Morgen aufs Neue unter dem Kissen findet; eine nie versiegende Geldquelle für den, der die Leber aß.

Yearbook

  • Im Spruch des Vogels als Lohn des Leberessers verheißen.
  • Vom Goldschmied erhofft, der die Leber für sich begehrt.
  • Fällt dem zu, der die Leber tatsächlich ißt, als sich der Spruch an den Kindern erfüllt.

21 · piece editorial

Goldei.

Place

Zuerst unter dem Flügel des Vogels im Wald, dann täglich im Nest und beim Goldschmied gegen Geld eingetauscht.

Load bearing

Das Goldei ist das wiederkehrende Wunderobjekt, das Arbeit in Reichtum verwandelt. Es hebt die armen Kinder aus der Hütte und führt sie zum Goldschmied; an ihm hängt der erste Teil ihres Aufstiegs, ehe der Spruch von Herz und Leber das größere Glück verheißt.

Apparent

Ein goldenes Ei, von feinem Gold, wie es der Goldschmied bestätigt; täglich vom Vogel gelegt, ununterscheidbar wertvoll.

Yearbook

  • Zuerst unter dem Flügel des Vogels im Nest auf der Birke gefunden.
  • Vom Goldschmied als feines Gold bestätigt und teuer bezahlt.
  • Tag für Tag neu gelegt, bis der Vogel das Ende der Eier verkündet.

22 · piece editorial

Herzlein und Leberlein.

Load bearing

Herzlein und Leberlein sind die magischen Teile, an die das ganze verheißene Glück gebunden ist: wer das Herz ißt, wird König; wer die Leber ißt, findet jeden Morgen ein Goldbeutlein unter dem Kissen. An ihrer Vertauschung entscheidet sich, ob der berechnende Goldschmied oder die arglosen Kinder das Glück erben.

Apparent

Das Herz und die Leber des gebratenen Vogels, kleine Stücke, die unscheinbar aus dem Braten fallen und doch Königtum und tägliches Gold in sich tragen.

Yearbook

  • Im Spruch des Vogels als Träger von Königtum und Goldquelle benannt.
  • Vom Goldschmied für sich selbst begehrt, der den Vogel darum braten läßt.
  • Fallen beim Braten heraus und werden von den Kindern gegessen, an denen sich der Spruch erfüllt.

24 · position editorial

der reiche Käufer.

Has

Das Geld, die Kenntnis des Goldes und, seit dem Lied, das Wissen um den Wert von Herz und Leber. Der Goldschmied hat die Mittel, alles zu kaufen, was er begehrt, und den Plan, sich das Größte zu sichern.

Orders

Kaufe die Goldeier und bestätige ihr Gold. Höre den Spruch und richte deinen Plan danach. Heirate das Schwesterlein und laß dir den Vogel braten, um König und reich zu werden.

Loses

Gerade das, worauf er es abgesehen hat: Herz und Leber fallen heraus und werden von den Kindern gegessen. Der reiche Käufer verliert den erwarteten Nutzen und mit ihm die Familie, die er fortjagt.

Drives

Die Habgier, die das Größte für sich allein will. Sein Antrieb ist die kalte Berechnung, und eben sie führt dazu, daß ihm das Glück durch die Finger geht.

25 · position editorial

die armen Geschwister.

Has

Nur die eigene Arbeit, den gefundenen Vogel und die Arglosigkeit, die nimmt, was sich darbietet. Die Besenbindersjungen haben kein Vermögen außer dem Wunder, das ihnen zufällt.

Orders

Binde die Besen und teile das Wenige. Nimm an, was dir der Vogel schenkt. Folge seinem Rat, und iß ohne Berechnung, was dir in den Schoß fällt.

Loses

Erst beinahe den Vogel an den Goldschmied, dem sie ihn auf seinen Wunsch bringen; am Ende nur den Anschluß an den reichen Käufer, der sie fortjagt. Verloren ist nur, was sie ohnehin nicht aus eigener Kraft hielten.

Drives

Nicht Berechnung, sondern das schlichte Annehmen des Glücks. Die armen Geschwister suchen kein Königtum; es fällt ihnen zu, weil sie arglos essen, was der Berechnende sich erkaufen wollte.

26 · position editorial

die Braut.

Has

Die Stellung zwischen den armen Brüdern und dem reichen Goldschmied. Das Schwesterchen hat keinen eigenen Reichtum, aber den Wert, den ihre Hand für den Plan des Käufers bedeutet.

Orders

Verkaufe die Besen. Tritt in die Ehe, die der Goldschmied beschließt. Teile am Ende das Geschick der Brüder, ob fortgejagt oder erhöht.

Loses

Die Heirat, die der Goldschmied auf sie baute, zerfällt mit seinem Plan; sie verliert die Verbindung zum reichen Bürger und gewinnt dafür den Aufstieg an der Seite der Geschwister.

Drives

Kein eigener Plan treibt sie, sondern die Zugehörigkeit: erst zum Haus der Brüder, dann beansprucht vom Goldschmied, am Ende wieder bei den Ihren, mit denen sie aufsteigt.

28 · process editorial

der Goldeierhandel.

Direction

Von der Armut hin zum Wohlstand. Tag für Tag wird ein Goldei zu Geld, und der Handel hebt die Kinder Schritt für Schritt aus dem Elend in den Reichtum.

Lever

Das täglich neue Ei des Vogels und die Zahlung des Goldschmieds. Der regelmäßige Tausch ist der Hebel, der Arbeit in dauerhaften Wohlstand verwandelt.

Echo

Der Goldeierhandel beendet die Armut, macht die Kinder aber zugleich vom Vogel und vom Goldschmied abhängig. Er gibt dem Goldschmied Kenntnis vom Vogel und bereitet so den Boden für dessen Begehrlichkeit, als der Spruch erklingt.

29 · process editorial

der Spruch des Vogels.

Direction

Von der Goldquelle hin zur größeren Verheißung. Der Spruch hebt den Wert des Vogels über das Eierlegen hinaus und bindet Königtum und tägliches Gold an seine Stücke.

Lever

Das offen gesungene Geheimnis. Indem der Vogel seinen Wert ausspricht, ist der Hebel gesetzt, der die Begehrlichkeit des Goldschmieds weckt.

Echo

Der Spruch ist die Drehscheibe der Geschichte: er macht den Vogel zur begehrten Beute und stiftet den Plan des Goldschmieds. Zugleich legt er fest, woran sich am Ende das Glück erfüllt, gleich wer Herz und Leber ißt.

30 · process editorial

die Spruchwirkung.

Direction

Vom Plan des Goldschmieds hin zu dessen Vereitelung. Die Wirkung des Spruchs bindet sich nicht an die Absicht, sondern an das tatsächliche Essen: nicht der Berechnende, sondern die zufälligen Esser erben Königtum und Gold.

Lever

Das Herausfallen der Stücke und das arglose Essen der Kinder. Der Zufall, nicht die Berechnung, ist der Hebel, an dem sich der Spruch erfüllt.

Echo

Die Spruchwirkung ist der Schluß und die Pointe: sie kehrt den Plan des Goldschmieds um und erhebt die armen Kinder. Wer das Glück kalt erkaufen wollte, geht leer aus; wer arglos nahm, was ihm zufiel, steigt auf.

32 · plan editorial

der Plan des Goldschmieds.

Direction

Der Goldschmied ist der reiche Käufer, der erst die Goldeier kauft und, als er den Spruch hört, den ganzen Vogel für sich will. Er sinnt darauf, beides zu sichern: die Verbindung mit der Familie durch die Heirat des Schwesterleins und das verheißene Glück durch das Essen von Herz und Leber. Darum läßt er sich den Vogel zur Hochzeit braten, in der Meinung, König und reich zu werden. Seine kalte Berechnung aber rechnet nicht mit dem Zufall, der die Stücke den Kindern zuspielt.

Implementation

  • Der Plan rechnet mit der Heirat als Mittel, die Familie und den Vogel an sich zu binden.
  • Er rechnet damit, daß der gebratene Vogel ihm Herz und Leber sicher liefere, und übersieht, daß die Stücke herausfallen können.
  • Er setzt ganz auf Berechnung und Besitz und kennt keinen Plan für den Fall, daß ihm das Begehrte durch Zufall entgeht.

Targets

  • [ ] Die Goldeier kaufen und das Gold bestätigen
  • [ ] Das Schwesterchen heiraten
  • [ ] Den Vogel zur Hochzeit braten lassen
  • [ ] Herz und Leber selbst essen, um König und reich zu werden

33 · reference warrant

Line Of Work.

Staging Das Goldei (KHM 60a, withdrawn after the first edition) as a scheme of calculation undone by chance: poor broom-binder children find a dark bird that lays a golden egg each day and grow rich by selling them, until the bird asks to be taken to the goldsmith and sings that whoever eats its heart will be king and whoever eats its liver will find a purse of gold each morning; the goldsmith plots to marry the sister and roast the bird for himself, but heart and liver fall out in the roasting and are eaten by the children, on whom the prophecy comes true. The production models the tale as the reversal by which the cold buyer loses what the artless children gain. The golden egg, the heart and liver, and the gold purse are the load-bearing instruments of that design.

34 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmärchen, first edition (1812), tale no. 60; from the second edition KHM 60 became Die zwei Brüder and Das Goldei passed into the notes, absent from the 1857 edition of last hand. Recorded among the tales "aus der ersten Auflage."

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmärchen (1812), KHM 60a The withdrawn tale of the gold-laying bird, the prophecy, and the chance eaters.
35 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • Roasting without gore: the bird's death and the falling-out of heart and liver are encoded as the turning point (die Spruchwirkung, Herzlein und Leberlein) in the plain manner of the folktale, not as graphic detail.
  • Calculation, not a counter-schemer: there is no Gegenplan. The adversary of der Plan des Goldschmieds is chance itself, which gives the magic parts to the artless children rather than the calculating buyer.
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
36 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-14

37 · download artifact

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