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khai plays · a playbook

Hans Dumm.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Hans Dumm.

Arc

Ein einfältig geltender Bursche wird durch eine Zitrone zum Vater erwählt, wünscht sich Glück herbei und wird König.

Stakes

Ob ein für einfältig und mißgestaltet Gehaltener sich als der wahre Wohltäter erweist und ob ein König lernt, daß man nicht nach dem Schein und nicht vorschnell urteilen darf.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Das vaterlose Kind und die Zitrone

Ein König lebt glücklich mit seiner einzigen Tochter, bis diese ein Kind bekommt und niemand weiß, wer der Vater ist. Der König befiehlt, daß in die Kirche nur schöne Leute dürfen und das Kind dort eine Zitrone erhalte, die es dem reichen solle, der Vater und Gemahl sein soll.

Plot 2: Hans Dumm erwählt

Ein kleiner, schiefer, buckliger und für einfältig gehaltener Bursche namens Hans Dumm drängt sich mit in die Kirche, und das Kind reicht ihm die Zitrone; so wird er zum bestimmten Ehemann.

Plot 3: Die Tonne im Meer

Der König ist mit diesem Ausgang unzufrieden und läßt Prinzessin, Kind und Hans Dumm in eine Tonne stecken und aufs Meer werfen.

Plot 4: Die Wünsche

Auf dem Wasser wünscht Hans Dumm nacheinander Speise, ein schönes Schiff und schließlich an Land ein prächtiges Schloß sowie seine eigene Verwandlung in einen schönen Prinzen; alle Wünsche erfüllen sich.

Plot 5: Der goldene Becher

Der König reist später, ohne seine Tochter zu erkennen, als Gast in das Schloß. Bei der Abreise läßt die Prinzessin ihm einen goldenen Becher ins Gepäck legen, worauf er des Diebstahls angeklagt wird.

Plot 6: Die Lehre und die Versöhnung

Als der König um Gnade bittet, hält ihm die Prinzessin sein früheres vorschnelles Urteil vor: man solle nicht ohne weiteres verurteilen. Sie gibt sich zu erkennen, alle versöhnen sich, und nach des Königs Tod wird Hans Dumm selbst König.

02 · plot editorial

Das vaterlose Kind und die Zitrone.

Cue

Der Königshof, wo der König mit seiner einzigen Tochter lebt, bis ein Kind ohne bekannten Vater geboren wird.

Action

Ein König lebt glücklich mit seiner einzigen Tochter, der Prinzessin, bis diese ein Kind bekommt und niemand weiß, wer der Vater ist. Um ihn zu finden, befiehlt der König, daß in die Kirche nur schöne Leute dürfen und das Kind dort eine Zitrone erhalte; wem das Kind sie reicht, der soll Vater und Gemahl sein.

Stage

  • koenig: ordnet die Vaterwahl an und läßt nur schöne Leute zu.
  • prinzessin: hat das Kind, dessen Vater unbekannt ist.
  • kind: soll mit der Zitrone den Vater bestimmen.
  • zitrone: das Auswahlobjekt der Vaterwahl.
  • vaterwahl: das vom König angeordnete Verfahren, den Vater zu finden.

Tension

Der König setzt auf den Schein: nur schöne Leute sollen in Frage kommen. Doch die Wahl liegt nicht bei ihm, sondern beim Kind und der Zitrone. Damit ist offen, ob sich sein Wunsch nach einem schönen Schwiegersohn erfüllt oder ob die Wahl ganz anders ausfällt.

03 · plot editorial

Der goldene Becher.

Cue

Das herbeigewünschte Schloß, in das der König als Gast kommt, ohne die Seinen zu erkennen.

Action

Der König reist später, ohne seine Tochter zu erkennen, als Gast in das Schloß. Bei seiner Abreise läßt die Prinzessin ihm heimlich einen goldenen Becher ins Gepäck legen. Darauf wird der König des Diebstahls angeklagt und festgehalten, ohne zu wissen, daß ihm die Falle von der eigenen Tochter gestellt ist.

Stage

  • koenig: kommt als ahnungsloser Gast und wird des Diebstahls bezichtigt.
  • prinzessin: legt den Becher heimlich ein und spannt die Falle.
  • becher: das untergeschobene Beweisstück.
  • lehre: die Falle, die den König seine eigene Vorschnelligkeit erleben läßt.

Tension

Nun steht der König selbst da, wie einst seine Tochter: unter einem Verdacht, dem äußeren Anschein nach schuldig. Die Falle ist gestellt, doch ihr Sinn liegt nicht in der Strafe, sondern in der Lehre, die sich erst im nächsten Augenblick offenbart.

04 · plot editorial

Die Lehre und die Versöhnung.

Cue

Das Schloß des Wünschers, wo der angeklagte König um Gnade bittet und die Prinzessin das Wort ergreift.

Action

Als der König um Gnade bittet, hält ihm die Prinzessin sein früheres vorschnelles Urteil vor: man solle nicht ohne weiteres und nach dem bloßen Schein verurteilen. Dann gibt sie sich zu erkennen. Alle versöhnen sich, und nach des Königs Tod wird Hans Dumm selbst König.

Stage

  • prinzessin: hält dem König die Lehre vor und gibt sich zu erkennen.
  • koenig: erkennt sein vorschnelles Urteil und versöhnt sich.
  • hans-dumm: wird nach des Königs Tod selbst König.
  • lehre: die eingelöste Lektion, die in Versöhnung mündet.

Tension

Die Falle löst sich nicht in Rache, sondern in Einsicht: der König erlebt am eigenen Leib, was sein vorschnelles Urteil bedeutet, und lernt daraus. Die Geschichte schließt versöhnt, und der einst Verachtete steigt zum König auf, sodaß Schein und Wahrheit endgültig zurechtgerückt sind.

05 · plot editorial

Die Tonne im Meer.

Cue

Der Königshof und das Meer, an das der erzürnte König die Seinen verstoßen läßt.

Action

Der König ist mit diesem Ausgang ganz unzufrieden. Er läßt die Prinzessin, das Kind und Hans Dumm in eine Tonne stecken und aufs Meer werfen. So stößt er die Tochter samt dem ungeliebten Schwiegersohn aus, in der Meinung, sich ihrer für immer zu entledigen.

Stage

  • koenig: verstößt vorschnell die Tochter samt Kind und Schwiegersohn.
  • prinzessin, kind, hans-dumm: werden gemeinsam in der Tonne ausgesetzt.
  • tonne: Straf- und zugleich künftiges Rettungsgefäß.
  • aussetzung: die Verstoßung aufs Meer.

Tension

Die Aussetzung scheint das Ende: preisgegeben den Wellen, ohne Speise und ohne Hilfe. Doch gerade in dieser äußersten Not wird sich zeigen, was in Hans Dumm steckt; die Tonne, als Strafe gedacht, wird zum Schauplatz der Rettung.

06 · plot editorial

Die Wünsche.

Cue

Das Meer und das Ufer, an dem aus der Tonne heraus die Wünsche Gestalt annehmen.

Action

Auf dem Wasser erweist sich Hans Dumm als heimlicher Wohltäter: durch seine Wunschkraft wünscht er nacheinander Speise für die Not, dann ein schönes Schiff und schließlich an Land ein prächtiges Schloß sowie seine eigene Verwandlung in einen schönen Prinzen. Alle Wünsche erfüllen sich, und aus der ausgesetzten Tonne wird ein neues, glänzendes Leben.

Stage

  • hans-dumm: wünscht Speise, Schiff, Schloß und seine eigene Verwandlung herbei.
  • prinzessin, kind: werden mit ihm aus der Not in den Wohlstand gehoben.
  • wunschkraft: das nicht stoffliche Vermögen, das alles erschafft.
  • wunschschloss: das herbeigewünschte prächtige Schloß.
  • wuenschen: die Macht, die die Lage vollständig wendet.

Tension

Die Wunschkraft enthüllt, daß der für einfältig Gehaltene in Wahrheit alles vermag. Damit kehrt sich der Schein um: der Verachtete ist der Mächtige. Offen bleibt, ob der König, der ihn verstieß, je erfahren wird, wen er da von sich gewiesen hat.

07 · plot editorial

Hans Dumm erwählt.

Cue

Die Kirche, in die nur schöne Leute sollen, als sich ein unscheinbarer Bursche hineindrängt.

Action

Ein kleiner, schiefer, buckliger und für einfältig gehaltener Bursche namens Hans Dumm drängt sich trotz des Verbots mit in die Kirche. Das Kind reicht gerade ihm die Zitrone. Damit ist nach dem Gebot des Königs Hans Dumm zum Vater und bestimmten Ehemann der Prinzessin erwählt.

Stage

  • hans-dumm: drängt sich in die Kirche und empfängt die Zitrone.
  • kind: reicht die Zitrone ausgerechnet dem Unscheinbaren.
  • zitrone: bestimmt den Vater wider den Schein.
  • vaterwahl: vollzieht sich gegen die Absicht des Königs.

Tension

Die Wahl fällt auf den, den der König gerade ausschließen wollte. Das Verfahren, das nach Schönheit sieben sollte, kürt den Mißgestalteten. Damit ist der König mit einem Schwiegersohn geschlagen, den er verachtet, und der Konflikt zwischen Schein und Wahl ist offen ausgebrochen.

09 · pitch editorial

die Verkehrung.

Tenor

Die Verkehrung. Die heitere Lust daran, dass das Untere obenauf kommt: der für einfältig Gehaltene, der Krumme, der Verlachte erweist sich als der Erwählte und am Ende als König. Es wird im vergnügten Ton der umgestülpten Ordnung gespielt, in dem das Kind den Bräutigam bestimmt, nicht der König, in dem eine Tonne aufs Meer geworfen wird und ein Schloss daraus erwächst, in dem der Verstoßene wünscht und sich erfüllt, was der Mächtige nie zugestehen wollte. Der Spaß liegt darin, dass der Schein blamiert wird.

Undertow

Unter der Komik liegt die Härte des vorschnellen Urteils. Der König lässt Tochter, Kind und Hans Dumm in eine Tonne sperren und ertränken wollen, weil ihm der Ausgang nicht passt; die Verkehrung beginnt mit einem Todesurteil. Diese ernste Wurzel gibt der Posse Gewicht: man lacht über die Wendung und sieht doch, dass es um Leben ging, das ein Hochmütiger leichthin verworfen hätte.

Nerve

Getroffen wird die Genugtuung über den entlarvten Hochmut und die Freude am verlachten Sieger. Das Schmunzeln, wenn die Zitrone ausgerechnet dem Bucklichen zufällt; das Vergnügen an den Wünschen, die aus dem Nichts ein Schloss zaubern; die Befriedigung, wenn die Prinzessin dem König mit dem Becher seine eigene Voreiligkeit vorhält. Es spielt für die Lust, den Schein gestürzt und den Verachteten erhöht zu sehen.

Echo

Was bleibt, ist ein versöhntes, lehrhaftes Schmunzeln. Hans Dumm ist schön, vermählt und wird König, der König hat seine Lektion gelernt, man solle nicht nach dem Schein und nicht vorschnell urteilen. Der Nachgeschmack ist die warme Heiterkeit einer Welt, in der das Verkehrte sich zurechtrückt und der Verlachte zuletzt die Krone trägt.

11 · persona editorial

Hans Dumm.

Projection

Hans Dumm ist äußerlich klein, schief und bucklig, gilt für einfältig und wird verachtet, doch in ihm steckt eine verborgene Wunschkraft, die alles vermag. Er ist der Held wider den Schein: gerade der, den man ausschließt, erweist sich als der wahre Wohltäter und steigt am Ende zum König auf.

Action

Er drängt sich in die Kirche, empfängt die Zitrone des Kindes und wird so zum Ehemann bestimmt. In der ausgesetzten Tonne wünscht er Speise, Schiff, Schloß und seine eigene Verwandlung herbei und führt die Prinzessin und das Kind aus der Not in den Wohlstand. Nach des Königs Tod wird er selbst König.

Shadow

Sein Schatten ist der mißachtete Schein: solange man ihn nach dem Äußeren beurteilt, bleibt seine Macht verborgen, und er muß die Verachtung tragen, ehe sich sein Wert erweist.

Tell

Die Wunschworte, mit denen er aus dem Nichts Speise, Schiff und Schloß erstehen läßt, und seine Verwandlung vom buckligen Burschen in einen schönen Prinzen.

12 · persona editorial

Kind.

Projection

Das Kind ist die unschuldige Instanz, die den Vater bestimmt. Ohne eigenes Urteil und ohne Rücksicht auf den Schein reicht es die Zitrone dem, den der König gerade ausschließen wollte. In seiner Wahl spricht eine Wahrheit, die der Schönheitsregel des Königs zuwiderläuft.

Action

Es wird der Prinzessin geboren, ohne daß man den Vater kennt, und erhält in der Kirche die Zitrone, die es Hans Dumm reicht. Damit bestimmt es ihn zum Vater und Gemahl. Mit Mutter und Hans Dumm wird es in der Tonne ausgesetzt und in den Wohlstand gehoben.

Shadow

Sein Schatten ist die Wehrlosigkeit: das Kind handelt nur in der einen Geste der Zitrone und ist im Übrigen dem Geschick der Erwachsenen ausgeliefert, das es teilt.

Tell

Die Geste, mit der es in der Kirche die Zitrone ausgerechnet dem unscheinbaren Hans Dumm reicht.

13 · persona editorial

König.

Projection

Der König ist die Anfangs- und spätere Mahnfigur. Er urteilt nach dem Schein und vorschnell: erst läßt er nur schöne Leute zur Vaterwahl zu, dann verstößt er Tochter, Kind und Schwiegersohn, als die Wahl ihm mißfällt. Am Ende erfährt er am eigenen Leib, was vorschnelles Verurteilen heißt, und lernt daraus.

Action

Er ordnet die Vaterwahl mit der Zitrone an, ist mit Hans Dumm als Schwiegersohn unzufrieden und läßt die Seinen in der Tonne aufs Meer werfen. Später kommt er als ahnungsloser Gast ins Schloß, wird des Becherdiebstahls angeklagt und erkennt, um Gnade bittend, sein früheres Urteil.

Shadow

Sein Schatten ist die Vorschnelligkeit, die nach dem Äußeren richtet. Sie treibt ihn, das Unscheinbare zu verstoßen, und kehrt am Ende als Anklage gegen ihn selbst zurück.

Tell

Sein Gebot, nur schöne Leute in die Kirche zu lassen, und sein rasches Urteil, das erst die Tochter und dann ihn selbst trifft.

14 · persona editorial

Prinzessin.

Projection

Die Prinzessin ist die Königstochter, die zunächst die Last des Urteils trägt und am Ende selbst zur Urteilenden wird. Aus der Verstoßenen wird die Lehrmeisterin: sie stellt dem Vater mit dem heimlich eingelegten Becher dieselbe Lage, die er einst ihr bereitet hat, und führt ihn so zur Einsicht, ehe sie sich versöhnt zu erkennen gibt.

Action

Sie bekommt das Kind, dessen Vater unbekannt ist, wird mit Hans Dumm vermählt und in der Tonne ausgesetzt. Im Schloß läßt sie dem zu Gast kommenden Vater den goldenen Becher ins Gepäck legen, hält ihm sein vorschnelles Urteil vor und gibt sich dann zu erkennen.

Shadow

Ihr Schatten ist die zunächst erlittene Ohnmacht: erst dem Schein und dem Urteil des Vaters preisgegeben, gewinnt sie ihre Stimme erst, als die Wunschkraft Hans Dumms ihr eine neue Stellung schafft.

Tell

Der goldene Becher, den sie heimlich einlegen läßt, und das Wort, mit dem sie dem König sein eigenes Urteil vorhält.

16 · place editorial

Kirche.

Shown

Die Kirche, in die nach dem Gebot des Königs nur schöne Leute dürfen und in der das Kind mit der Zitrone den Vater bestimmen soll. Der Ort der Vaterwahl, an dem sich der Schein-Befehl des Königs an der Wahl des Kindes bricht.

Holds

  • das Kind: das hier die Zitrone reicht.
  • Hans Dumm: der sich trotz des Verbots hineindrängt.
  • die Zitrone: das Auswahlobjekt, das in der Kirche übergeben wird.

Offers

Den Ort der Entscheidung über den Vater. Die Kirche gibt der Vaterwahl ihren Schauplatz und dem Kind die Gelegenheit, gegen den Schein zu wählen.

Withheld

Die Auslese nach Schönheit, die der König wollte. So sehr er nur schöne Leute zuläßt, die Kirche schützt seine Regel nicht: gerade der Ausgeschlossene drängt herein und wird erwählt.

17 · place editorial

Königshof.

Shown

Der Hof des Königs, an dem er glücklich mit seiner einzigen Tochter lebt, bis das vaterlose Kind geboren wird. Hier ordnet er die Vaterwahl an, und hier faßt er den Entschluß, die Seinen in der Tonne aufs Meer zu werfen. Der Ausgangsort des ganzen Geschicks.

Holds

  • den König: der hier gebietet und urteilt.
  • die Prinzessin und das Kind: die hier leben, ehe sie verstoßen werden.

Offers

Den Ausgangspunkt: das glückliche Leben, die unerklärte Geburt und die Anordnung der Vaterwahl. Vom Königshof gehen Gebot und Verstoßung aus.

Withheld

Die Nachsicht. Der Hof gibt dem Unscheinbaren keinen Raum; was hier nicht in den Schein der Schönheit paßt, wird ausgeschlossen und schließlich verstoßen.

18 · place editorial

Meer.

Shown

Das offene Meer, auf das der König die Prinzessin, das Kind und Hans Dumm in der Tonne werfen läßt. Ort der Strafe und zugleich der Wende: hier, in äußerster Not, entfaltet Hans Dumm seine Wunschkraft und macht aus der Aussetzung den Anfang des Aufstiegs.

Holds

  • die ausgesetzten Prinzessin, Kind und Hans Dumm: in der Tonne den Wellen preisgegeben.
  • den Schauplatz der ersten Wünsche: Speise und Schiff.

Offers

Die äußerste Not, die das Wünschen herausfordert. Das Meer gibt der Geschichte den Tiefpunkt, von dem aus die Wunschkraft die Lage vollständig wendet.

Withheld

Den Tod, den die Aussetzung bezweckt. So gefährlich das Meer ist, es verschlingt die Ausgesetzten nicht; statt zum Grab wird es zum Weg in das neue Leben.

19 · place editorial

Schloß des Wünschers.

Shown

Das prächtige Schloß, das Hans Dumm sich an Land herbeiwünscht. Hier wohnen die Geretteten in Wohlstand und Rang, und hierher kommt später der König als ahnungsloser Gast, sodaß das Schloß zum Schauplatz der Becher-Falle und der Lehre wird.

Offers

Den Schauplatz der Wende und des Schlusses: den herbeigewünschten Wohlstand und den Ort, an dem die Lehre dem König erteilt wird.

Withheld

Die Wiedererkennung auf den ersten Blick. Das Schloß ist so glänzend und Hans Dumm so verwandelt, daß der König die Seinen nicht erkennt; erst die Lehre der Prinzessin hebt die Verkennung auf.

21 · piece editorial

goldener Becher.

Load bearing

Der goldene Becher ist das Instrument der Lehre. Heimlich untergeschoben, macht er den König zum vermeintlichen Dieb und versetzt ihn in dieselbe Lage des ungerechten Verdachts, in die er einst seine Tochter brachte. An ihm wird dem König seine eigene Vorschnelligkeit vor Augen geführt.

Apparent

Ein goldener Becher aus dem Schloß, kostbar genug, um seinen Besitzer eines Diebstahls verdächtig zu machen, sobald er sich in fremdem Gepäck findet.

Yearbook

  • Von der Prinzessin heimlich in das Gepäck des Königs gelegt.
  • Macht den König bei seiner Abreise des Diebstahls verdächtig.
  • Dient dazu, ihm sein früheres vorschnelles Urteil vorzuhalten, ehe die Versöhnung folgt.

22 · piece editorial

Tonne.

Place

Auf dem Meer, als Gefäß, in das der König die Prinzessin, das Kind und Hans Dumm sperren und aussetzen läßt.

Load bearing

Die Tonne ist Straf- und Rettungsobjekt zugleich. Als Strafe gedacht, soll sie die Verstoßenen den Wellen preisgeben; doch sie wird zum Gefäß, in dem Hans Dumms Wunschkraft sich entfaltet, und so zur Wiege der Rettung statt zum Sarg.

Apparent

Eine Tonne, groß genug für drei, verschlossen und aufs Meer geworfen; ein Gefängnis aus Holz, das ebenso ein Floß sein kann.

Yearbook

  • Vom König als Mittel der Aussetzung über Prinzessin, Kind und Hans Dumm verhängt.
  • Aufs Meer geworfen, um die Verstoßenen loszuwerden.
  • Wird zum Ort der ersten Wünsche und damit zum Anfang der Rettung.

23 · piece editorial

Wunschkraft.

Place

In Hans Dumm selbst, verborgen unter seinem unscheinbaren Äußeren, wirksam zuerst in der Tonne auf dem Meer.

Load bearing

Die Wunschkraft ist das nicht stoffliche, aber zentrale Vermögen der Geschichte. Sie erschafft Speise, Schiff und Schloß und verwandelt Hans Dumm selbst in einen schönen Prinzen. An ihr hängt die ganze Umkehr vom Verachteten zum Mächtigen; ohne sie bliebe die Aussetzung das Ende.

Apparent

Kein sichtbares Ding, sondern das Wort des Wünschens, dem sich erfüllt, was es nennt: Speise, Schiff, Schloß und neue Gestalt.

Yearbook

  • Verborgen in Hans Dumm, solange man ihn für einfältig hält.
  • In der Tonne zum ersten Mal genutzt, um Speise und ein Schiff zu wünschen.
  • Schafft an Land das prächtige Schloß und verwandelt Hans Dumm in einen Prinzen.

24 · piece editorial

Zitrone.

Place

In der Hand des Kindes, in der Kirche, als Werkzeug der Vaterwahl.

Load bearing

Die Zitrone ist das Auswahlobjekt, an dem sich die ganze Geschichte entzündet. Wem das Kind sie reicht, der soll Vater und Gemahl sein; mit ihrer Übergabe an Hans Dumm fällt die Wahl gegen den Schein und gegen den Willen des Königs, und alles Weitere folgt daraus.

Apparent

Eine Zitrone, dem Kind in der Kirche in die Hand gegeben; ein unscheinbares Stück Frucht, das über Vaterschaft und Ehe entscheidet.

Yearbook

  • Auf Befehl des Königs dem Kind in der Kirche gereicht, damit es den Vater bestimme.
  • Vom Kind ausgerechnet dem unscheinbaren Hans Dumm gereicht.
  • Macht Hans Dumm zum bestimmten Vater und Gemahl, gegen den Willen des Königs.

26 · position editorial

der vorschnelle König.

Has

Die Macht, zu gebieten und zu verurteilen, und das Urteil nach dem bloßen Schein. Der König hat die Gewalt über Hof und Strafe, aber nicht die Geduld, hinter das Äußere zu sehen.

Orders

Laß nur die Schönen zu. Verurteile, was dir mißfällt, und verstoße es. Bitte um Gnade, wenn dich dasselbe Urteil trifft, und erkenne dann, was du getan hast.

Loses

Erst die Tochter, die er verstößt, und am Ende den Schein des Rechts, als ihm sein eigenes vorschnelles Urteil vorgehalten wird. Was er verliert, gewinnt er als Einsicht zurück.

Drives

Die Vorschnelligkeit, die nach dem Äußeren richtet und nicht abwartet. Sie treibt seine Gebote und seine Strafe, bis die Lehre der Tochter sie ihm als Fehler vor Augen führt.

27 · position editorial

der wünschende Held.

Has

Die verborgene Wunschkraft, die alles vermag, und nichts von dem Ansehen, das man ihr zutrauen würde. Hans Dumm hat das mächtigste Vermögen der Geschichte unter dem unscheinbarsten Äußeren.

Orders

Trage die Verachtung, die der Schein dir einträgt. Empfange, was die Wahl dir zuspricht. Und wenn die Not am größten ist, wünsche herbei, was rettet: Speise, Schiff, Schloß und die eigene Gestalt.

Loses

Zunächst das Ansehen und die Anerkennung; er wird verstoßen, ehe sich sein Wert erweist. Verloren ist nur der Schein, den er ohnehin nie hatte.

Drives

Das stille Vermögen, das nicht prahlt, sondern handelt. Der wünschende Held sucht nicht zu überzeugen, sondern wendet die Lage durch die Tat des Wünschens, bis der Schein der Wahrheit weicht.

28 · position editorial

die Königstochter.

Has

Anfangs nur das Kind und die Last des väterlichen Urteils, am Ende den goldenen Becher und die Stimme, die Lehre zu erteilen. Die Prinzessin hat das, was sie aus der Verstoßenen zur Urteilenden macht.

Orders

Trage das Urteil und die Aussetzung. Schaffe dem Vater dieselbe Lage, die er dir bereitet hat. Halte ihm sein vorschnelles Urteil vor und gib dich erst dann zu erkennen.

Loses

Zunächst Heimat und Ansehen durch die Verstoßung; am Ende gibt sie den Groll auf und tauscht ihn gegen Versöhnung. Verloren bleibt nur die Entzweiung mit dem Vater.

Drives

Der Wille, dem Vater nicht Rache, sondern Einsicht beizubringen. Die Königstochter sucht die Lehre, nicht die Strafe, und führt den Streit darum zur Versöhnung statt zum Sturz.

30 · process editorial

das Wünschen.

Direction

Von der Not hin zum Wohlstand. Das Wünschen erschafft der Reihe nach Speise, ein Schiff, ein Schloß und die Verwandlung Hans Dumms in einen schönen Prinzen.

Lever

Das wirksame Wort des Wünschens, dem sich erfüllt, was es nennt. Die verborgene Macht Hans Dumms ist der Hebel, der die ganze Lage wendet.

Echo

Das Wünschen kehrt den Schein um: der Verachtete erweist sich als der Mächtige und Wohltäter. Es schafft die Stellung, aus der heraus die Prinzessin später dem Vater die Lehre erteilen kann.

31 · process editorial

die Aussetzung.

Direction

Von der Unzufriedenheit des Königs hin zur Verstoßung. Die Aussetzung soll die Ungeliebten beseitigen und treibt sie auf das offene Meer hinaus.

Lever

Das vorschnelle Urteil des Königs über den mißgestalteten Schwiegersohn. Sein Unwille ist der Hebel, der zur Strafe der Tonne greift.

Echo

Die Aussetzung, als Ende gedacht, wird zum Anfang: in der äußersten Not der Tonne entfaltet sich Hans Dumms Wunschkraft. Die Strafe des Königs schlägt in den Aufstieg der Verstoßenen um.

32 · process editorial

die Lehre.

Direction

Vom heimlich untergeschobenen Becher hin zur Einsicht des Königs. Die Lehre versetzt den König in dieselbe Lage des ungerechten Verdachts, in die er einst seine Tochter brachte, und führt ihn so zur Erkenntnis.

Lever

Der untergeschobene Becher und das Wort, mit dem die Prinzessin ihm sein vorschnelles Urteil vorhält. Die nachgestellte Lage ist der Hebel der Einsicht.

Echo

Die Lehre löst den Konflikt nicht in Rache, sondern in Versöhnung. Der König erkennt seinen Fehler, die Prinzessin gibt sich zu erkennen, und der Weg ist frei, daß Hans Dumm nach des Königs Tod selbst König wird.

33 · process editorial

die Vaterwahl.

Direction

Von der unerklärten Geburt hin zur Bestimmung des Vaters. Die Wahl soll nach dem Schein verfahren (nur schöne Leute), fällt aber durch das Kind auf den unscheinbaren Hans Dumm.

Lever

Die Geste des Kindes, das die Zitrone reicht. Nicht das Gebot des Königs, sondern die unschuldige Wahl ist der Hebel, der den Vater bestimmt.

Echo

Die Vaterwahl stellt den Konflikt der ganzen Geschichte: Schein gegen Wahrheit. Indem sie gegen den Willen des Königs ausfällt, löst sie seine Unzufriedenheit und die Aussetzung aus und treibt damit alles Weitere an.

35 · plan editorial

die Lehre der Königstochter.

Direction

Die Prinzessin ist die Königstochter, einst vom vorschnellen König nach dem Schein verurteilt und in der Tonne ausgesetzt. Im Schloß des Wünschers, das Hans Dumm herbeigewünscht hat, kommt ihr der Vater unerkannt als Gast. Sie sinnt nicht auf Rache, sondern auf Einsicht: sie will ihm dieselbe Lage des ungerechten Verdachts bereiten, in die er sie gebracht hat, und ihn daraus lernen lassen, daß man nicht vorschnell und nach dem Schein verurteilen darf.

Orders

  1. Die Prinzessin empfängt den König als Gast im Schloß des Wünschers, ohne sich zu erkennen zu geben.
  2. Sie läßt ihm bei der Abreise den goldenen Becher heimlich ins Gepäck legen, sodaß er des Diebstahls angeklagt wird.
  3. Als er um Gnade bittet, hält sie ihm sein früheres vorschnelles Urteil vor: man solle nicht ohne weiteres verurteilen.
  4. Sie gibt sich zu erkennen und führt den Streit so zur Versöhnung statt zur Strafe.

Implementation

  • Der Plan rechnet damit, daß der König die Tochter im Glanz des Schlosses und Hans Dumm in seiner Verwandlung nicht erkennt, sodaß die Falle unbemerkt greift.
  • Er setzt den untergeschobenen Becher als Spiegel ein: der König soll am eigenen Leib erfahren, was ungerechter Verdacht bedeutet.
  • Er zielt nicht auf den Sturz des Königs, sondern auf seine Einsicht, und hält die Aufdeckung bis zum Augenblick der Lehre zurück.

Targets

  • [ ] Den König unerkannt als Gast empfangen
  • [ ] Ihm den goldenen Becher heimlich ins Gepäck legen
  • [ ] Ihm sein vorschnelles Urteil vorhalten, als er um Gnade bittet
  • [ ] Sich zu erkennen geben und die Versöhnung herbeiführen

36 · reference warrant

Line Of Work.

Staging Hans Dumm (KHM 54a, withdrawn after the first edition) as a scheme of judgement reversed: a king lets only fair folk into the church so a fatherless child may choose its father with a lemon, but the child gives it to a small, hunchbacked youth held for a simpleton; cast out to sea in a barrel, Hans wishes food, ship, castle, and his own fair form into being; and when the king comes as an unwitting guest, the princess slips a golden cup into his baggage to hold his own rash judgement before him before she reveals herself. The production models the tale as the lesson against judging by appearance and in haste, owned by the princess. The lemon, the barrel, the wish-power, and the golden cup are the load-bearing instruments of that design.

37 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmärchen, first edition (1812), tale no. 54; replaced from the second edition by Der Ranzen, das Hütlein und das Hörnlein and absent from the 1857 edition of last hand. Recorded among the tales "aus der ersten Auflage."

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmärchen (1812), KHM 54a The withdrawn tale of the lemon-chosen father, the wishes, and the king's lesson.
38 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • Casting-out without cruelty: the barrel set adrift on the sea is staged as the danger and the turning point (die Aussetzung, Tonne), not as drawn-out suffering or death; it becomes the cradle of the rescue.
  • Lesson, not revenge: the golden-cup ruse aims at the king's insight, not his ruin; the whole design belongs to die Lehre der Königstochter, and it closes in reconciliation.
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
39 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-14

40 · download artifact

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