grimm · khm_007_the_good_bargain
khai plays · a playbook

Der gute Handel.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Der gute Handel.

Arc

Ein armer Bauer treibt seine Kuh zum Markt und verkauft sie für ein scheinbar wertloses Versprechen.

Stakes

Ob die scheinbare Einfalt eines Mannes, der mit Fröschen und Hunden rechte Verträge schließen will, durch unerschütterlichen Starrsinn und listigen Witz den Hochmut der Großen und die Habsucht der Krämer überwinden kann.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die Frösche im Teich

Der Bauer verkauft seine Kuh für sieben Taler. Am Teich hört er die Frösche rufen; er glaubt, sie verhöhnen ihn mit dem Ruf nach acht Talern. Im Zorn wirft er ihnen das Geld in den Schlamm, damit sie es selbst zählen, und zieht mit leeren Händen ab.

Plot 2: Die Hunde auf dem Waldweg

Der Bauer schlachtet seine zweite Kuh und trägt das Fleisch zur Stadt. Auf dem Waldweg begegnet er den Hunden; er überläßt ihnen das Fleisch auf Kredit für drei Tage. Als der Metzger am dritten Tage die Zahlung verweigert und ihn verjagt, steht der Bauer ohne Kuh und ohne Geld da.

Plot 3: Das Lachen der Königstochter

Der Bauer geht zum Königsschloß, um Klage gegen die Hunde und den Metzger zu führen. Seine absurde Schilderung bringt die stumme Königstochter zum Lachen. Der König bietet ihm die Tochter zur Frau, was der Bauer ablehnt, da er schon ein Weib hat. Daraufhin verspricht der König ihm fünfhundert Schläge als Lohn.

Plot 4: Der geteilte Lohn

Vor dem Tor verkauft der Bauer seinen Lohn an den Soldaten und den Juden. Der Soldat erhält zweihundert Schläge, der Jude dreihundert. Sie erhalten die Prügelstrafe vor dem König, während der Bauer schließlich mit Taschen voller Gold beschenkt wird.

Plot 5: Der Rock des Juden

Im Wirtshaus klagt der Bauer über den König. Der Jude belauscht ihn und verrät ihn. Um vor dem König zu erscheinen, leiht sich der Bauer den Rock des Juden. Vor dem König bezichtigt der Bauer den Juden der Lüge und behauptet, der Jude werde sogar den Rock als seinen eigenen beanspruchen. Der König glaubt dem Juden nicht, schenkt dem Bauern den Rock und vertreibt den Juden.

02 · plot editorial

Das Lachen der Königstochter.

Action

Vor dem König schildert der Bauer lautstark und gestenreich den Betrug durch die Hunde und den Metzger. Seine komische Klage bringt die stumme Königstochter zum Lachen. Der König, froh über die Heilung seiner Tochter, bietet dem Bauern ihre Hand an. Der Bauer lehnt jedoch ab, da sein Weib zu Hause schon groß genug sei und er kein zweites brauche. Der König ist beleidigt und verspricht dem Bauern eine andere Belohnung: er solle in drei Tagen wiederkommen und „fünfhundert vollgezählt“ erhalten.

Stage

  • palace: das Königsschloß.
  • king: der beleidigte König.
  • princess: die lachende Königstochter.
  • peasant: der anspruchsvolle Bauer.

Tension

Die Ablehnung der Prinzessin erzürnt den König, der dem Bauern eine tückische Falle stellt. Die fünfhundert Schläge drohen dem Bauern als Lohn.

03 · plot editorial

Der geteilte Lohn.

Cue

Der Bauer verlässt den Thronsaal und trifft vor dem Tor auf andere habgierige Leute.

Action

Der Soldat fordert einen Anteil des Lohns, und der Bauer verspricht ihm zweihundert. Der Jude will ebenfalls teilhaben und kauft die restlichen dreihundert gegen schlechtes Geld ab. Am dritten Tag empfangen der Soldat und der Jude die versprochenen Schläge vom König in der Rolle der Sündenböcke. Als der König die List des Bauern erfährt, lacht er laut und gibt dem Bauern die Erlaubnis, sich so viel Gold in der Schatzkammer zu nehmen, wie er tragen kann. Der Bauer geht reich davon.

Stage

  • palace: der Ort der Abrechnung.
  • peasant: der schlaue Bauer.
  • soldier: der Soldat, der zweihundert Schläge erträgt.
  • merchant: der Jude, der wimmernd dreihundert Schläge empfängt.
  • beating: die ausgeführte Prügelstrafe.
  • thalers: das Gold aus der königlichen Schatzkammer.

Tension

Die Gier des Soldaten und des Juden führt zu ihrer Bestrafung, während der Bauer die Früchte des Lohns ohne die Schmerzen erntet.

04 · plot editorial

Der Rock des Juden.

Cue

Der Bauer sitzt im Wirtshaus, zählt sein Gold und beklagt sich unvorsichtig über den König.

Action

Der Jude belauscht den Bauern im Wirtshaus und meldet dem König dessen böse Worte. Der König fordert, den Bauern vorzuführen. Um nicht im schlechten Kittel zu erscheinen, leiht sich der Bauer den schönen Rock des Juden. Vor dem König behauptet der Bauer dreist, der Jude lüge immer und werde am Ende gar behaupten, der Rock gehöre ihm. Der Jude schreit entrüstet, dass dies der Fall sei, doch der König glaubt ihm nicht. Der König gibt dem Bauern den Rock als Geschenk und verjagt den Juden vom Hofe in der Täuschung.

Stage

  • tavern: das Wirtshaus.
  • palace: das Schloß, wo die List gelingt.
  • peasant: der listige Bauer.
  • merchant: der übertölpelte Jude.
  • king: der zornige, dann belustigte König.
  • coat: der feine Rock.
  • deception: die erfolgreiche Täuschung.

Tension

Der Bauer droht wegen Gotteslästerung oder Beleidigung des Königs verurteilt zu werden, schafft es aber durch Witz, die Anklage gegen den Ankläger selbst zu wenden.

05 · plot editorial

Die Frösche im Teich.

Cue

Ein sonniger Tag auf dem Landweg; der Bauer treibt seine Kuh heim, und seine Taschen sind voller Taler.

Action

Der Bauer kommt auf dem Heimweg an einem Teich vorbei. Die Frösche darin fangen an zu rufen und rufen unablässig „akt, akt, akt, akt“. Der Bauer, der glaubt, sie verhöhnen ihn und verlangen acht statt der sieben Taler, die er erhalten hat, gerät in Zorn. Er schimpft auf die Frösche und wirft ihnen schließlich alle sieben Taler in den Schlamm des Teiches, damit sie das Geld selbst zählen. Danach zieht er mit leeren Händen ab.

Stage

  • pond: der schlammige Dorfteich.
  • peasant: der verärgerte Bauer.
  • frogs: die gleichgültigen Frösche.
  • thalers: die Münzen des ersten Handels.

Tension

Der Bauer ist starrsinnig und glaubt, dass die Frösche ihm die Taler streitig machen. Er verliert sein ganzes Geld durch diesen Starrsinn.

06 · plot editorial

Die Hunde auf dem Waldweg.

Cue

Der Bauer steht ohne Geld da; er holt eine zweite Kuh, schlachtet sie und trägt das Fleisch zur Stadt, um den Schaden wiedergutzumachen.

Action

Auf dem Weg begegnet der Bauer einer Schar Hunde, die ihn laut ankläffen. Er glaubt, sie verlangen nach dem Fleisch der Kuh. Er gibt ihnen das Fleisch auf Borg für drei Tage und sagt ihnen, ihr Meister solle zahlen. Nach drei Tagen kehrt er zurück und fordert vom Metzger das Geld, da dieser der Herr des großen Windhundes ist. Der Metzger jedoch versteht die Forderung nicht und jagt ihn wütend davon.

Stage

  • peasant: der Bauer in der Rolle des Gläubigers.
  • dogs: die Hunde, die das Fleisch fressen.
  • butcher: der Metzger, der die Zahlung verweigert.
  • cow: das Fleisch der geschlachteten Kuh.
  • bargain: der absurde Handel.

Tension

Der Metzger hat keinen Vertrag geschlossen und will für die Hunde nicht haften. Der Bauer fühlt sich betrogen und will Gerechtigkeit erlangen.

08 · pitch editorial

das Komische.

Tenor

Das Komische. Der Bauer verkauft seine Kuh für sieben Taler, hört die Frösche quaken und meint, sie höhnten ihn mit dem Ruf nach acht; im Zorn wirft er ihnen das Geld in den Schlamm, damit sie selber nachzählen. Er gibt den Hunden das Fleisch auf drei Tage Kredit und kommt am dritten Tag sein Geld holen. Gespielt wird in der trockenen, gradlinigen Tonlage des Einfältigen, der seinen Starrsinn ernst nimmt und gerade dadurch alles um sich her ins Lächerliche zieht: die Welt ist verkehrt, und er hält stur an seiner Rechnung fest.

Undertow

Unter dem Komischen läuft ein scharfer Witz, der sich dumm stellt. Die absurde Klage, die der Bauer vor Gericht führt, bringt die stumme Königstochter zum Lachen, und derselbe Starrsinn, der ihn die Kuh kostete, wendet am Ende alles. Er verkauft die fünfhundert Schläge seines Urteils an Soldat und Jude, läßt sich den Rock leihen und überlistet vor dem König den, der ihn verraten wollte. Diese List unter der Einfalt hält die Tonart davon ab, in bloße Tölpelei zu kippen: der Narr rechnet schärfer als die Großen.

Nerve

Getroffen wird die Lust am Deflieren der Hohen. Das Gefühl, daß der kleine Mann mit seinem stumpfen Beharren den Hochmut des Königs und die Habsucht des Krämers zu Fall bringt, ohne je seine Miene zu verziehen. Es spielt für das Auflachen über die verkehrte Welt: wer Schläge zum Lohn bekommt und sie mit Gewinn weiterverkauft, hat die Ordnung der Großen am eigenen Maßstab geschlagen.

Echo

Was bleibt, ist das gelöste Lachen über den, der mit leeren Händen anfing und mit Taschen voller Gold und einem fremden Rock davonzieht. Der Nachgeschmack ist die heitere Genugtuung, daß der Starrsinn sich gelohnt hat: der Einfältige behielt recht, die Frösche zählen noch immer, und der Krämer steht ohne seinen Rock da.

10 · persona editorial

Bauer.

Projection

Ein einfacher, starrsinniger Bauer, der die Welt nach seinen eigenen Maßstäben misst und Verträge mit Fröschen und Hunden schließt. Seine Einfalt wirkt töricht, doch sein gesunder Menschenverstand und seine Schlagfertigkeit triumphieren am Ende über den Hochmut des Königs und die Hinterlist des Krämers.

Action

Er verkauft seine Kuh, wirft den Fröschen das Geld hin, gibt den Hunden das Fleisch auf Borg und klagt sein Recht vor dem König ein. Als er betrogen werden soll, teilt er den Lohn aus und schützt sich schließlich mit einer List vor der Anklage des Juden.

Shadow

Sein Schatten ist sein sturer Unverstand, der ihn anfangs alles vernehmen und verlieren läßt, weil er die Natur wie Menschen behandeln will.

Tell

Er trägt grobe Bauernkleidung und schimpft laut über unzuverlässige Schuldner.

11 · persona editorial

Frösche.

Projection

Die Frösche im Teich, die mit ihrem beständigen Rufen den Bauern zur Verzweiflung bringen. Sie verkörpern die Natur, die sich den Gesetzen des Marktes entzieht und die Worte der Menschen nicht versteht.

Action

Sie rufen unablässig ihr Lied im Teich, fangen die sieben Taler des Bauern auf und behalten sie im Schlamm.

Shadow

Ihr Schatten ist das dumpfe Schweigen unter Wasser, nachdem sie das Geld an sich genommen haben.

Tell

Ihr grüner Rücken blitzt aus dem Entengrütz, und ihr nasses Rufen schallt durch den Abend.

12 · persona editorial

Hunde.

Projection

Die Hunde des Dorfes, angeführt von einem großen Windhund. Sie sind hungrig und nutzen die Einfalt des Bauern aus, um das Fleisch ohne Gegenleistung zu verzehren.

Action

Sie bellen laut, nehmen das Fleisch des Bauern in Verwahrung und fressen es gierig auf.

Shadow

Ihr Schatten ist die Flucht vor dem Bauern, als dieser seine Taler eintreiben will.

Tell

Sie schlagen mit den Schwänzen und bellen im Chor, wenn Fleisch in ihre Nähe kommt.

13 · persona editorial

Jude.

Projection

Ein geldgieriger Kaufmann und Geldwechsler. Er versucht, den Bauern zu übervorteilen, fällt aber durch seine eigene Bosheit und Leichtgläubigkeit tief.

Action

Er wechselt die vermeintlichen Taler des Bauern in schlechte Münzen um, fordert dreihundert Anteile des Lohns und jammert bei den Schlägen. Später belauscht er den Bauern, schwärzt ihn beim König an, leiht ihm seinen Rock und verliert diesen durch die List des Bauern.

Shadow

Seine Unersättlichkeit treibt ihn dazu, dem Bauern bis zum Wirtshaus nachzustellen, wodurch er am Ende ganz gedemütigt wird.

Tell

Er trägt einen feinen, teuren Rock und klimpert stets mit Geldstücken in seinen Händen.

14 · persona editorial

König.

Projection

Ein mächtiger Herrscher, der durch die Melancholie seiner Tochter geplagt wird. Er ist empfänglich für Humor und schätzt die Wahrheit, straft jedoch auch die Frechheit des Bauern mit einem grausamen Scherz.

Action

Er verspricht demjenigen die Königstochter, der sie zum Lachen bringt. Nach dem Lachen will er dem Bauern fünfhundert Schläge geben, wandelt diesen Lohn aber in Gold um, als er die List des Bauern erkennt. Er straft den Juden und belohnt den Bauern.

Shadow

Seine Macht verleitet ihn dazu, mit dem Bauern ein böses Spiel zu treiben, ehe er besänftigt wird.

Tell

Er sitzt mit goldener Krone auf dem Thron, runzelt oft die Stirn und lacht schließlich dröhnend.

15 · persona editorial

Königstochter.

Projection

Die stumme und traurige Tochter des Königs. Sie schweigt, bis die Absurdität der Menschenwelt sie überwindet.

Action

Sie sitzt regungslos am Hofe, bricht beim Bericht des Bauern über die Hunde in lautes Lachen aus und löst damit das Versprechen des Königs aus.

Shadow

Ihr Schatten ist die tiefe Schwermut, die sie vor den Worten des Bauern gefangen hielt.

Tell

Sie hat ein blasses Gesicht und blickt starr zu Boden, bis ihr Lachen den Saal erfüllt.

16 · persona editorial

Metzger.

Projection

Der Metzger, dem die Hunde gehören. Er vertritt das praktische Geschäftsleben und hat kein Verständnis für die absonderlichen Forderungen des Bauern.

Action

Er verjagt den Bauern mit dem Hackmesser, als dieser Geld für das von den Hunden gefressene Fleisch fordert.

Shadow

Seine Weigerung, für seine Tiere einzustehen, bringt den Bauern erst auf den Weg zum König.

Tell

Er steht in einer blutbefleckten Schürze vor seiner Bude und hält ein großes Messer in der Hand.

17 · persona editorial

Soldat.

Projection

Ein habgieriger Wachposten am Tore des Palastes. Er will den Bauern um seinen Lohn bringen und wird für seine Gier bestraft.

Action

Er fordert einen Anteil am Lohn des Bauern und nimmt zweihundert der versprochenen Einheiten an, die sich als Schläge herausstellen.

Shadow

Seine Gier macht ihn blind für die Gefahr; er erträgt die Schläge stumm aus Stolz.

Tell

Er trägt eine eiserne Rüstung und hält eine Hellebarde, steht stramm am Tor.

19 · place editorial

Königsschloß.

Shown

Der prachtvolle Thronsaal des Königs, reich geschmückt und voller Höflinge.

Holds

Den König auf seinem Thron, die traurige Königstochter und die Wachen an den Toren.

Offers

Gerechtigkeit für die Untertanen, aber auch Prügelstrafen für Unvorsichtige und Gold für jene, die den Herrscher amüsieren.

Withheld

Die wahre Absicht hinter den fünfhundert versprochenen Gaben.

20 · place editorial

Teich.

Shown

Ein schlammiger, tiefer Dorfteich, umgeben von Schilf, in dem die Frösche wohnen.

Holds

Die sieben Taler des Bauern, die er im Zorn ins Wasser geworfen hat.

Offers

Den Fröschen ein ungestörtes Heim und dem Bauern einen Ort des nutzlosen Streits.

Withheld

Das weggeworfene Geld, das im tiefen Schlamm versinkt.

21 · place editorial

Wirtshaus.

Shown

Eine gemütliche, rauchige Wirtsstube mit hölzernen Tischen und Bänken.

Holds

Den Bauern, der sein Gold zählt und schimpft, sowie den lauschenden Juden in einer dunklen Ecke.

Offers

Bier und Brot für müde Reisende, aber auch einen Ort für unvorsichtige Reden.

Withheld

Den Verrat, der in den Schatten ausgebrütet wird.

23 · piece editorial

Kuh.

Place

Auf dem Markt und auf dem Waldweg.

Load bearing

Sie ist der Besitz des Bauern, der den gesamten Handel in Gang setzt. Zuerst wird sie lebendig verkauft, dann geschlachtet und ihr Fleisch an die Hunde gegeben.

Apparent

Ein nutzbares Nutztier, das in Taler oder Nahrung verwandelt werden soll.

Yearbook

Sie steht für den einfachen Besitz des Landvolkes, der im Tausch gegen städtische Werte verloren geht.

24 · piece editorial

Rock.

Place

Auf dem Weg zum Palast und vor dem König.

Load bearing

Der feine Rock des Juden, der dem Bauern das passende Ansehen verschafft, um vor dem Herrscher zu sprechen. Er wird zum Mittelpunkt der letzten List.

Apparent

Ein teures Kleidungsstück, das dem Bauern geliehen wird, damit er nicht im alten Kittel vor dem König steht.

Yearbook

Er besiegelt das Schicksal des Juden, der durch seine eigene Bosheit diesen kostbaren Besitz verliert.

25 · piece editorial

Taler.

Place

Im Teich, in der Schatzkammer und im Wirtshaus.

Load bearing

Das flüssige Geld, das zwischen den Händen der Beteiligten hin und her fließt. Es wird den Fröschen hingeworfen, vom Juden umgewechselt und schließlich reichlich aus der königlichen Schatzkammer geschöpft.

Apparent

Die silbernen Münzen und das schwere Gold, die den Wert der Arbeit und der listigen Rede anzeigen.

Yearbook

Sie spiegeln den Erfolg des Bauern wider, der aus jedem scheinbaren Verlust am Ende neuen Gewinn schlägt.

27 · position editorial

Gläubiger.

Has

Den Anspruch auf Zahlung für gelieferte Waren (Kuh und Fleisch).

Orders

Seine Schuldner (Hunde und Metzger) zur Kasse und fordert die Einhaltung des Handels.

Loses

Seinen guten Glauben an die Ehrlichkeit der Welt und die Zuverlässigkeit von Verträgen.

Drives

Den Bauern dazu, bis vor den Thron des Königs zu ziehen, um sein Recht zu verlangen.

28 · position editorial

Sündenbock.

Has

Den Wunsch nach schnellem, mühelosem Gewinn auf Kosten anderer.

Orders

Seine eigenen Interessen über die Gerechtigkeit.

Loses

Seine Würde und seine körperliche Unversehrtheit unter den Hieben der königlichen Diener.

Drives

Die Vollstreckung der Prügelstrafe, die eigentlich dem Bauern bestimmt war.

30 · process editorial

Handel.

Initiated by

Dem Bauern.

Direction

Vom naiven Vertrauen in Verträge mit Tieren hin zum herben Verlust, der erst den Zorn und den Drang nach Gerechtigkeit weckt.

Lever

Die Weigerung der Tiere und des Metzgers, sich an die Abmachung zu halten.

Echo

Das Erkennen, dass die Welt der Reichen und Händler auf Täuschung beruht.

31 · process editorial

Prügelstrafe.

Initiated by

Dem König.

Direction

Von einer listigen Strafe des Herrschers hin zu einer gerechten Quittung für Gierige und Geizige.

Lever

Die Leichtgläubigkeit des Soldaten und des Juden, die den Bauern um seinen Lohn bringen wollen.

Echo

Das laute Wehklagen des Juden und das Schweigen des Soldaten, während der Bauer lachend davonkommt.

32 · process editorial

Täuschung.

Initiated by

Dem Bauern.

Direction

Von der Anschuldigung des Hochverrats hin zur endgültigen Blamage des Denunzianten.

Lever

Die Behauptung des Bauern, der Jude werde sogar seinen Rock als gestohlen bezeichnen.

Echo

Der Bauer erhält den Rock als Geschenk, und der Jude wird als Lügner vom Hof gejagt.

34 · plan editorial

die Schläge zu Gold gewendet.

Direction

Der Bauer hat mit Fröschen und Hunden gerechte Handel geschlossen und steht ohne Kuh und Geld da, doch sein Starrsinn ist seine Stärke. Als der König ihm statt der Königstochter fünfhundert Schläge als Lohn verspricht, sieht der Bauer in der Prügelstrafe keine Schmach, sondern eine Ware: was ihm gehört, das kann er weitergeben. Und wo der Jude ihn beim König verraten will, kehrt der Bauer die Täuschung um und macht aus dem geliehenen Rock ein Geschenk der Krone.

Orders

  1. Der Bauer nimmt das Urteil des Königs, fünfhundert Schläge, als seinen rechtmäßigen Lohn an und behandelt es als veräußerliches Gut.
  2. Vor dem Königsschloß verkauft er die Prügelstrafe: zweihundert Schläge an den Soldaten, dreihundert an den Juden, und lässt sie als seine Gläubiger die Schläge einstreichen.
  3. Er lässt die Käufer als Sündenbock die Schläge an seiner Statt einstreichen, auf dass er selber mit Gold beschenkt davonkomme.
  4. Wo der Jude ihn im Wirtshaus belauscht, leiht der Bauer dessen Rock und bezichtigt vor dem König den Juden der Lüge und der Anmaßung, um sich den geliehenen Rock als Geschenk der Krone zu erbitten.

Implementation

  • Der Plan rechnet damit, dass ein zugesprochenes Urteil dem Verurteilten gehört und also verkauft werden kann wie eine Kuh.
  • Er rechnet mit der Habsucht des Soldaten und des Juden, die für Geld die Schläge kaufen, ehe sie wissen, was sie da erstehen.
  • Er rechnet darauf, dass der König dem belauschten Verräter nicht glaubt, sondern dem treuherzigen Bauern, sodass sich der geliehene Rock als Geschenk erbitten lässt.

Targets

  • [ ] Das Urteil der fünfhundert Schläge als veräußerlichen Lohn annehmen
  • [ ] Die Schläge an Soldat und Jude verkaufen und sich mit Gold beschenken lassen
  • [ ] Soldat und Jude die Prügelstrafe als Sündenböcke empfangen lassen
  • [ ] Den Juden vor dem König der Lüge zeihen und den geliehenen Rock zum Geschenk machen

35 · reference warrant

Line Of Work.

Staging Der gute Handel (KHM 007) as a single scheme that turns apparent foolishness into profit. The production models the tale not as a string of comic misadventures but as one stubborn man's design to be paid in coin where he was sentenced to lashes. The peasant who closes contracts with frogs and dogs loses his cow and his money, yet the same dogged literalism becomes a weapon at court: the sentence of five hundred blows, the bought-up creditors, and the borrowed coat are the load-bearing instruments of the one plan that pays.

36 · reference warrant

Origin.

Jacob and Wilhelm Grimm's Kinder- und Hausmaerchen (1812-1857), tale KHM 007, in the definitive 7th edition of 1857.

Source Key Work / Event Scope
Brothers Grimm Kinder- und Hausmaerchen, KHM 007 The canonical tale of the peasant, the sold lashes, and the coat.
37 · reference warrant

Restrictions.

What the production refuses to model, and to whom it delegates.

  • The peasant as mere fool: his literal bargains with frogs and dogs are modeled as the stubbornness that later becomes leverage, not as simple stupidity.
  • Lucky reversal: the peasant's gold is not chance. It is the work of die Schlaege zu Gold gewendet, a deliberate scheme that turns a sentence into a sale.
  • The Jew caricature: the merchant (Jude) is encoded only as the creditor and the betrayer the plan turns back upon, never as ethnic slander to be reproduced.
  • Cross-play context: strict local isolation. Every link stays within this play's directory.
38 · reference warrant

Encoding.

Source to constraint, per file.

updated: 2026-06-09

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