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khai plays · a playbook

Die Kinder in Hungersnot.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Die Kinder in Hungersnot.

Arc

Eine hungrige Mutter droht ihre Töchter zu töten, doch diese legen sich schlafen, bis der Jüngste Tag anbricht.

Stakes

Ob die hungernden Schwestern der Tötungsabsicht ihrer Mutter entgehen und durch den ewigen Schlaf Frieden finden können.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Der erste Laib Brot

Die älteste Tochter geht hinaus und bringt ein Stück Brot heim, um die verzweifelte Mutter von ihren Tötungsplänen abzubringen.

Plot 2: Die zwei Laib Brot

Die jüngere Tochter sucht ebenfalls Nahrung und bringt zwei Stücke Brot heim, doch der Hunger bleibt ungestillt.

Plot 3: Der ewige Schlaf

Die Kinder legen sich schlafen, um bis zum Jüngsten Tag zu ruhen, während die Mutter spurlos verschwindet.

02 · plot editorial

Der erste Laib Brot.

Cue

Die Mutter gerät im Angesicht der extremen Hungersnot in solche Verzweiflung, dass sie die älteste Tochter töten will, um sich selbst zu ernähren.

Action

Die älteste Tochter bittet um Gnade und geht hinaus in die Butenwelt. Sie bringt ohne Bettelei ein Stück Brot nach Hause. Die Familie teilt es, doch es reicht nicht aus, um den Hunger zu stillen.

Tension

Die Todesdrohung der verzweifelten Mutter treibt die älteste Tochter zur sofortigen Nahrungssuche.

03 · plot editorial

Der ewige Schlaf.

Cue

Nach einigen Stunden stellt die Mutter die Töchter erneut vor die Wahl, da sie andernfalls alle verhungern müssen.

Action

Die Schwestern beschließen, sich hinzulegen, einzuschlafen und erst am Jüngsten Tag wieder aufzuwachen. Sie verfallen in einen tiefen Schlaf, den niemand stören kann. Die Mutter verlässt das Haus und bleibt spurlos verschwunden.

Tension

Die absolute Resignation der Kinder erlöst sie auf tragische Weise vom irdischen Leiden.

04 · plot editorial

Die zwei Laib Brot.

Cue

Weil der Hunger fortbesteht, wendet sich die Mutter an die jüngere Tochter, um diese als nächstes zu opfern.

Action

Die jüngere Tochter bittet ebenfalls darum, verschont zu werden. Sie geht unbemerkt fort und bringt zwei Stücke Brot heim. Doch auch diese Gabe zögert das Schicksal nur kurz hinaus.

Tension

Die Frist verstreicht rasch, und der drohende Opfertod rückt von Neuem näher.

06 · pitch editorial

das Grauen.

Tenor

Das Grauen. Nicht der jähe Schrecken, sondern das langsame Enger-Werden der Wände, wenn das Brot ausgeht und die eigene Mutter zur Drohung wird. Der Hunger frisst zuerst das Brot, dann das Vertrauen, zuletzt die Hoffnung. Jeder Gang der Töchter nach draußen ist ein Aufschub, kein Ausweg; das eine Stück, dann die zwei Stücke halten den Tod nur eine Atemlänge fern. Gespielt wird im gedämpften, ausgehungerten Ton dessen, was sich unaufhaltsam schließt.

Undertow

Unter dem Grauen liegt die Stille, in die sich die Kinder retten. Wo keine Hilfe mehr kommt, legen sie sich nieder und schlafen, nicht aus Trotz, sondern aus Ergebung. Dieses Sich-Hinlegen ist kein Sieg und keine Rettung, sondern ein leises Entweichen ins Dunkel, das sanfter ist als der Hunger. Das hält den Ton davon ab, in bloßes Entsetzen zu kippen; unter der Drohung liegt die kalte Ruhe des Schlafs, der nicht mehr aufwachen will.

Nerve

Getroffen wird die Furcht vor dem sich schließenden Raum, in dem keine Tür mehr nach außen führt. Das Gefühl, dass der Mensch, der schützen sollte, selbst zur Gefahr wird, weil der Hunger ihn aushöhlt. Es spielt für das Erschauern vor einem Ende, das die Kinder lieber im Schlaf annehmen, als wach erleiden, und für das Grauen, dass dies der mildere Weg ist.

Echo

Was bleibt, ist das leere Haus, aus dem die Mutter spurlos verschwunden ist, und das stille Bett mit den schlafenden Kindern. Kein Schrei, kein Tod, der gezeigt würde, nur das ewige Ruhen bis zum Jüngsten Tag. Der Nachgeschmack ist die Kälte des Hungers, der erst die Liebe und dann die Welt verschluckt, und die schwere Ruhe dessen, was sich nicht mehr wehren muss.

08 · persona editorial

de jüngste Tochter.

Projection

Die jüngere Tochter, die nach dem ersten Misserfolg der Schwester ebenfalls initiativ wird, um den unausweichlichen Tod abzuwenden.

Action

Sie geht heimlich fort, treibt zwei Stück Brot auf und schlägt schließlich vor, sich zum ewigen Schlaf niederzulegen.

Shadow

Ihre Ergebung in das Schicksal, statt die sterbende Hoffnung weiterzuentwickeln.

Tell

Das heimliche Ausbringen und die Heimkehr mit zwei Stückchen Brot.

09 · persona editorial

de Moder.

Projection

Eine Mutter, die durch extreme Armut und Hungersnot in den nackten Selbsterhaltungstrieb gedrängt wird. Ihre Liebe weicht dem nackten Grauen des Verhungerns, so dass sie die eigenen Kinder mit dem Tode bedroht.

Action

Sie gerät in Verzweiflung, droht nacheinander ihren beiden Töchtern mit dem Tod, isst das spärliche eingebrachte Brot, fordert den endgültigen Opfertod und verschwindet schließlich spurlos.

Shadow

Die absolute Verzweiflung macht sie unfähig, eine Lösung außerhalb der Gewalt zu sehen, woraufhin sie sich selbst verliert und verschwindet.

Tell

Die wiederholte Androhung des Todes an ihre Töchter, um sich selbst zu ernähren.

10 · persona editorial

de öllste Tochter.

Projection

Die erstgeborene Tochter, die der grausamen Tötungsabsicht der Mutter mit Gehorsam, aber auch mit Initiative entgegentritt. Sie sucht als Erste nach Nahrung, um Zeit zu gewinnen.

Action

Sie besänftigt die Mutter, geht ohne zu betteln hinaus und bringt ein Stück Brot nach Hause. Schließlich legt sie sich mit ihrer Schwester zum ewigen Schlaf nieder.

Shadow

Ihr mangelnder Mut zur Rebellion gegen die grausame Androhung der Mutter lässt sie schließlich in den fatalistischen ewigen Schlaf flüchten.

Tell

Das Hinausgehen, um das erste Stückchen Brot zu besorgen.

12 · place editorial

dat Hus.

Shown

Die karge, von Armut geprägte Hütte der kleinen Familie, in der sich die Hungersnot abspielt.

Holds

  • Das leere Küchenbuffet ohne jegliches Brot
  • Das Bett (dat Bedde), in dem sich die Schwestern schlafen legen

Offers

Einen Zufluchtsort vor dem Betteln, der jedoch zur hungrigen Falle wird.

Withheld

Jegliche Nahrung und dauerhaften Schutz vor der Not.

13 · place editorial

de Butenwelt.

Shown

Die unerbittliche, hungrige Außenwelt, die die Kinder durchwandern, um Brot aufzutreiben.

Holds

  • Versteckte Vorratsstätten der Nachbarn, aus denen Brot entwendet oder erbettelt wird

Offers

Die Möglichkeit, für kurze Zeit Brot für die Familie zu finden.

Withheld

Barmherzigkeit und eine dauerhafte Rettung der Notleidenden.

15 · piece editorial

dat Bedde.

Load bearing

Das Bett, in dem sich die beiden Schwestern zur Ruhe legen und in den unweckbaren, ewigen Schlaf verfallen.

Apparent

Eine einfache Schlafstatt im ärmlichen Haus.

Yearbook

1815

16 · piece editorial

dat erste Stückcken Broot.

Load bearing

Das erste Brot, das von der ältesten Tochter heimgebracht wird und die Mutter kurz besänftigt, aber nicht sättigt.

Apparent

Ein spärliches Stückchen Brot, das die älteste Tochter ohne zu betteln aufgetrieben hat.

Yearbook

1815

17 · piece editorial

de twei Stückcken Broot.

Load bearing

Die zwei Stücke Brot, die von der jüngeren Tochter heimgebracht werden und die Frist bis zum unausweichlichen Schicksal verlängern.

Apparent

Zwei Stückchen Brot, die die jüngere Tochter unbemerkt anderswo ausbringt.

Yearbook

1815

19 · position editorial

de Hungernden.

Has

  • Den unerträglichen, auszehrenden Hunger
  • Die Verzweiflung über das Fehlen jeglichen Brotes im Haus

Orders

  • Verlangen nach Nahrung zur Lebenserhaltung
  • Gehen hinaus in die Außenwelt, um ohne zu betteln Nahrung zu beschaffen

Loses

  • Jede mütterliche und familiäre Fürsorge im Angesicht des Todes

Drives

  • Der nackte Selbsterhaltungstrieb der Mutter und die Überlebensangst der Kinder.

20 · position editorial

de Slaapenden.

Has

  • Den festen Entschluss, nicht eher als am Jüngsten Tag wieder aufzustehen
  • Einen tiefen, unweckbaren und magischen Schlaf

Orders

  • Legen sich ins Bett (dat Bedde) und schließen die Augen
  • Verweigern jede weitere Nahrungsaufnahme und Konfrontation mit der Mutter

Loses

  • Den nagenden Hunger der irdischen Existenz

Drives

  • Die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung am Ende aller Tage.

22 · process editorial

de ewige Slaap.

Direction

Vom aussichtslosen Hunger und der Angst vor der Mutter hin zu einem tiefen, magischen Ruhezustand bis zum Jüngsten Tag.

Lever

Das gegenseitige Trösten und das Hinlegen im Bett, als Verweigerung, unter brutalen Bedingungen weiterzuleben.

Echo

Das Verschwinden der Mutter und die Stille, die sich über das Haus legt.

23 · process editorial

de Hungersnot.

Initiated by

Die allgemeine Teuerung und den völligen Mangel an Nahrungsmitteln.

Direction

Vom verzweifelten Kampf ums nackte Überleben hin zum Verlust der mütterlichen Fürsorge und der Zerstörung des familiären Bandes.

Lever

Die andauernde Nahrungsknappheit, die die Mutter zu extremen Tötungsabsichten treibt.

Echo

Das Entsetzen über die unerbittliche Not und die Flucht der Kinder in den Schlaf.

24 · reference warrant

Source.

  • Title: Die Kinder in Hungersnot
  • Collection: Kinder- und Hausmärchen, Volume 2 (1815 edition)
  • KHM: No. 57 (designated KHM 143a)
  • Source Material: Johannes Praetorius (1669)
  • Digitized Full Text: Märchenbasar: Die Kinder in Hungersnot
25 · reference warrant

Identification.

  • German Anchor Line: "Es war einmal eine Frau mit ihren zwei Töchtern in solche Armut geraten, dass sie auch nicht ein bisschen Brot mehr in den Mund zu stecken hatten."
26 · reference warrant

License.

Fictional characters, situations, and settings staged after the public domain text. Playbooks and schemas are CC-BY-NC-SA-4.0.

updated:

27 · download artifact

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