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khai plays · a playbook

Vogel Phönix.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Vogel Phönix.

Arc

Ein am Fluss gefundener Jüngling entgeht den Anschlägen eines Verwalters und holt drei Federn vom Vogel Phönix.

Stakes

Ob ein durch das Schicksal behüteter Jüngling den mörderischen Nachstellungen seines Neiders entgehen und mit überirdischer Hilfe das Unmögliche erringen kann, um sein Glück zu sichern.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die Errettung aus dem Fluss

Der reiche Mann findet das Kind im Fluss, der Verwalter setzt es aus, ein Müller zieht es auf.

Plot 2: Der Brief und die Heirat

Der Verwalter schickt den Jüngling mit einem Todesbrief los, ein alter Mann ändert den Brief zu einem Ehebefehl.

Plot 3: Die Reise zum Schloss

Der Jüngling reist zum Vogel Phönix, erhält Anleitung von Tauben am Baum und öffnet das Tor mit einem goldenen Schlüssel.

Plot 4: Das Kämmen und Federnrupfen

Das Mamsellchen versteckt den Jüngling unter dem Tisch, kämmt den Vogel Phönix in den Schlaf und entwendet drei Federn.

02 · plot editorial

Das Kämmen und Federnrupfen.

Cue

Im Schloss des Phönix unter dem Tisch.

Action

Der Jüngling erreicht das Schloss. das weiße Mamsellchen versteckt ihn unterm Tisch. der Vogel Phönix kommt heim, wittert Menschenfleisch, wird aber von ihr beruhigt und schläft beim Kämmen ein. Sie rupft ihm nacheinander drei Federn aus. Der Phönix erwacht jedes Mal aus einem Traum vom Federnraub. Der Jüngling nimmt die Federn, zieht heim und gewinnt seine Braut.

Tension

Die unmittelbare Lebensgefahr im Versteck unter dem Tisch steigert die Spannung, während die List des Kämmens und die beruhigende Traumdeutung der Jungfrau den Raub der Federn ermöglichen.

03 · plot editorial

Der Brief und die Heirat.

Cue

In der Mühle und auf dem Weg durch den Wald.

Action

Jahre später begegnet der Verwalter (der reiche Mann) dem Jüngling in der Mühle, erkennt ihn und schickt ihn mit einem Todesbrief an seine Frau fort. Im Wald schläft der Jüngling ein; ein alter Mann wendet den Brief um, so dass dieser nun die sofortige Heirat mit der Tochter befiehlt. Die Ehefrau vollzieht die Vermählung.

Tension

Der geplante Meuchelmord wird durch den magischen Eingriff des weisen Greises im schlafenden Wald in eine glückliche Hochzeit verwandelt. Der Verwalter scheitert erneut am gelenkten Schicksal.

04 · plot editorial

Die Errettung aus dem Fluss.

Cue

Am Fluss und in der Mühle. Das Findelkind treibt auf dem Wasser.

Action

Ein reicher Mann findet ein neugeborenes Kind in einem treibenden Kästchen auf dem Fluss und lässt es aufziehen. Sein neidischer Verwalter (der reiche Mann) setzt das Kind heimlich im Kahn auf dem Fluss aus. Die Strömung trägt den Kahn zur Mühle, wo der Müller das Kind rettet und als Jüngling großzieht.

Tension

Die mörderische Absicht des Verwalters wird durch den Fluss und die Güte des Müllers vereitelt; das Findelkind entkommt dem ersten Anschlag unbeschadet.

05 · plot editorial

Die Reise zum Schloss.

Tension

Der Eintritt in das übernatürliche Reich des Phönix erfordert Weisung und ein magisches Fundstück. Die Natur (Tauben) erweist sich als Verbündeter des Jünglings.

07 · pitch editorial

das Wunderbare.

Tenor

Das Wunderbare. Eine Welt, in der das Schicksal sichtbar für den Jüngling sorgt: ein Wort macht aus dem Todesbrief einen Ehebefehl, ein Baum spricht mit Taubenstimmen, ein Tor springt unter dem goldenen Schlüssel auf. Gespielt wird im staunenden, hellen Ton der Reise ins Ferne, wo jeder Schritt ein neues Geheimnis aufdeckt und das Unmögliche freundlich entgegenkommt.

Undertow

Unter dem Wunderbaren liegt der Schatten des Neiders. Das Staunen wäre süßlich, lebte nicht ein Verwalter, der das Kind aussetzt, den Todesbrief schreibt, immer wieder nach dem Leben des Jünglings trachtet. Diese stille Bedrohung unter dem Glanz hält den Ton davon ab, in bloßes Märchengold zu zerfließen; das Wunder rettet, weil eine Hand es immer wieder zerstören will.

Nerve

Getroffen wird das Aufgehen der Augen vor dem Unerwarteten, das Erstaunen, wenn ein Brief sich wandelt und ein Vogel sich kämmen und rupfen lässt. Das Gefühl, behütet zu sein von einer Macht, die größer ist als jeder Anschlag, und die Lust, dem Wunder durch Wald und Tor bis zu den drei Federn zu folgen.

Echo

Was bleibt, ist der Glanz der gewonnenen Federn und das Gefühl, dass dem Geführten kein Netz halten konnte. Der Nachgeschmack ist das leise Raunen der Tauben im Baum und die Gewissheit, dass das, was das Schicksal sich vorbehält, durch keinen Neid verloren geht.

09 · persona editorial

das weiße Mamsellchen.

Projection

Die weiße Jungfrau (Mamsellchen) im Schloss des Phönix. Sie pflegt den Vogel, verbündet sich heimlich mit dem Jüngling und beschafft ihm durch List die lebenswichtigen Federn.

Action

Sie empfängt den Jüngling im Schloss, versteckt ihn unter dem Tisch, kämmt den Vogel Phönix in den Schlaf und entwendet ihm drei Federn.

Shadow

Ihre Abhängigkeit vom Vogel Phönix, den sie täglich kämmen muss, während sie in steter Lebensgefahr schwebt.

Tell

Das Kämmen des Vogels Phönix mit einem engen Kamm.

10 · persona editorial

der alte Mann.

Projection

Ein weiser und magischer alter Mann des Waldes. Er lenkt das Schicksal des Jünglings, indem er den Todesbrief umschreibt und ihn auf der Suche nach dem Phönix anleitet.

Action

Er begegnet dem Jüngling im Wald, verändert den Brief durch bloßes Wenden und weist ihm den Weg zum Baum mit den Tauben.

Shadow

Seine verborgene, unnahbare Existenz; er greift nur punktuell als Schicksalsbote ein.

Tell

Sein Begehren: „weis’ mir doch einmal den Brief, den du da in der Hand trägst!“

11 · persona editorial

der Jüngling.

Projection

Der vom Glück begünstigte Jüngling. Er treibt im Kästchen auf dem Fluss, wächst beim Müller heran und überwindet mit übernatürlicher Hilfe und Führung alle mörderischen Anschläge.

Action

Er trägt ahnungslos den Todesbrief, heiratet die Tochter des Verwalters, reist zum Schloss des Phönix und kehrt mit den drei Federn heim.

Shadow

Seine ausgeprägte Passivität und Gutgläubigkeit, die ihn oft wehrlos macht.

Tell

Das Tragen des Briefes und die Suche nach dem Vogel.

12 · persona editorial

der reiche Mann.

Projection

Der neidische Verwalter des reichen Mannes. Er kann das Findelkind nicht leiden und trachtet ihm nach dem Leben, um seine eigene Tochter vor der Ehe mit dem Jüngling zu schützen.

Action

Er setzt das Kind im Kahn aus, schreibt den Todesbrief und fordert unbarmherzig drei Federn vom Vogel Phönix.

Shadow

Sein rücksichtsloser Hochmut und Neid, der ihn blind für die Führung des Schicksals macht.

Tell

Seine Wut nach der Heirat und die erpresserische Forderung: „eh ich dir meine Tochter lasse, sollst du mir erst drei Federn vom Vogel Phönix bringen.“

13 · persona editorial

der Vogel Phönix.

Projection

Der mächtige, menschenfressende Vogel Phönix. Er schläft beim Kämmen ein und ahnt in seinen Träumen den Diebstahl seiner goldenen Federn.

Action

Er kehrt abends heim, wittert Menschenfleisch, lässt sich vom Mamsellchen kämmen und schläft ein, während ihm die Federn geraubt werden.

Shadow

Seine ungezähmte Wildheit und Zerstörungskraft („fräße euch auf mit Haut und Haar“), die durch das Kämmen gezähmt werden muss.

Tell

Sein Ausruf beim Erwachen: „ich wittere, wittere Menschenfleisch!“ und „mir hat geträumt, es käme ein Mensch und zöge mir eine Feder aus.“

15 · place editorial

das Schloss.

Shown

Das geheimnisvolle Schloss des Phönix jenseits des hohen Berges, in dem das Mamsellchen lebt.

Offers

Einen runden, mit Tuch beschlagenen Tisch als Versteck für den Jüngling.

Withheld

Fluchtmöglichkeiten im Kampf; es ist ein geschlossenes, bedrohliches Terrain.

16 · place editorial

das verschlossene Tor.

Shown

Das verschlossene Tor am Ende des Tagesmarsches, das den Weg ins Reich des Phönix versperrt.

Holds

  • none

Offers

Den Durchlass nach dem Aufschließen mit dem goldenen Schlüssel.

Withheld

Gewaltsames Eindringen; nur der richtige Schlüssel gewährt Einlass.

17 · place editorial

der Baum mit den Tauben.

Shown

Der abendliche Wegpunkt im Wald, auf dem zwei Tauben sitzen, die dem Jüngling Anweisungen geben.

Offers

Die Stimmen der Tauben (als Orakel) und den versteckten Schlüssel.

Withheld

Einfluss von Störungen; die Vögel sprechen ungehindert.

18 · place editorial

der Fluss.

Shown

Der breite Fluss, auf dem der reiche Mann spazieren geht. Er ist der Transportweg für das ausgesetzte Kind.

Offers

Den Jüngling aufzunehmen und sicher zur Mühle zu tragen, anstatt ihn zu ertränken.

Withheld

Gefahren wie Strudel oder Felsen; er verhält sich rein als schützendes Schicksalsbett.

19 · place editorial

der Wald.

Shown

Der Wald auf dem Weg zur Frau des Verwalters, in dem der Jüngling dem helfenden alten Mann begegnet.

Offers

Begegnung und Führung für den Jüngling.

Withheld

Gefahren wie wilde Tiere oder Verirrung; er dient als Ort der Einweihung und Schicksalswende.

20 · place editorial

die Mühle.

Shown

Die Mühle des Müllers am Flussufer, in der das gerettete Kind in Sicherheit aufwächst.

Offers

Einen Zufluchtsort und Nahrung für das gerettete Kind.

Withheld

Arbeitsschwere oder Not; sie stellt das schützende Elternhaus des Jünglings dar.

22 · piece editorial

das Kästchen.

Place

Im Fluss schwimmend.

Load bearing

Das Kästchen bewahrt das neugeborene Kind vor dem Ertränken und zieht die Aufmerksamkeit des Müllers auf sich.

Apparent

Ein kleines, hölzernes, dicht verschlossenes Kästchen mit einem schützenden Deckel.

Yearbook

  • Wird vom reichen Mann im Fluss treibend entdeckt.
  • Wird vom Müller aus dem Wasser gefischt und geöffnet.

23 · piece editorial

der Brief.

Load bearing

Der Brief enthält anfangs den Todesbefehl des Verwalters, verwandelt sich aber durch den Eingriff des Waldgreises in einen Ehebefehl.

Apparent

Ein versiegelter Bogen Papier mit handgeschriebenen Zeilen.

Yearbook

  • Wird vom Verwalter verfasst und dem Jüngling übergeben.
  • Wird vom alten Mann im Wald entgegengenommen und gewendet.
  • Wird der Ehefrau überreicht, die daraufhin die Hochzeit ausrichtet.

24 · piece editorial

der goldene Schlüssel.

Load bearing

Der goldene Schlüssel dient zum Aufschließen des verschlossenen Tores auf dem Weg zum Schloss des Phönix.

Apparent

Ein schwerer, glänzender Schlüssel aus purem Gold.

Yearbook

  • Wird von der Taube offenbart und vom Jüngling unter dem Baum gefunden.
  • Wird benutzt, um das verschlossene Tor zu öffnen.

25 · piece editorial

die drei Federn.

Place

Im Schloss unterm Tisch und dann auf dem Heimweg.

Load bearing

Die drei Federn des Phönix sind das geforderte Beweisstück und Lösegeld, um die Heirat dauerhaft zu sichern.

Apparent

Drei leuchtende, glänzende goldene Federn.

Yearbook

  • Werden vom Mamsellchen im Schlaf des Phönix nacheinander ausgerauft.
  • Werden dem Jüngling unterm Tisch zugeworfen.
  • Werden dem Verwalter zur Erfüllung der Quest überreicht.

27 · position editorial

der Federnsucher.

Has

Das Vertrauen in die Wegweiser des Schicksals (den alten Mann und die Tauben) und das Glück, unbeschadet zu bleiben.

Orders

Reise zum fernen Schloss des Phönix, folge allen Anweisungen auf dem Weg und bringe die drei Federn unbeschadet heim.

Loses

Seine Furcht vor dem menschenfressenden Ungeheuer, indem er sich still unter dem Tisch verbirgt.

Drives

Der Drang, die geliebte Braut dauerhaft zu behalten und die mörderischen Bedingungen des Verwalters zu erfüllen.

28 · position editorial

der helfende Begleiter.

Has

Die schicksalhafte Einsicht und das Wissen, wie dem Jüngling in ausweglosen Situationen zu helfen is.

Orders

Schütze den Jüngling vor dem Tod, leite ihn durch Wald und Wegmarken und überliste den menschenfressenden Phönix.

Loses

Eigene Interessen, um ganz im Dienst der schicksalhaften Rettung des Jünglings zu stehen.

Drives

Die unaufgeforderte schicksalhafte Güte und Mitleid mit dem unschuldig Verfolgten.

29 · position editorial

der missgünstige Verwalter.

Has

Die Macht am Hofe des reichen Mannes und die Grausamkeit, unschuldige Kinder dem Tod auszusetzen.

Orders

Beseitige das Findelkind, um die eigene Tochter nicht an einen Mittellosen zu verlieren; fordere unlösbare Beweise.

Loses

Seinen Einfluss und seine Macht, als der Jüngling alle Prüfungen besteht und die Tochter rechtmäßig heimführt.

Drives

Neid auf das vom Schicksal begünstigte Kind und standesstolze Missgunst.

31 · process editorial

Errettung.

Initiated by

Der reiche Mann und der Müller, die das Kind bergen.

Direction

Vom Todgeweihtsein im Fluss hin zur sicheren Obhut und Erziehung in der Mühle.

Lever

Das bergende Kästchen auf dem Fluss und die Fürsorge des Müllers.

Echo

Das Wiederauftauchen des Jünglings Jahre später vor dem Verwalter.

32 · process editorial

kämmen und rupfen.

Direction

Vom bedrohlichen Eindringen des Vogels zur erfolgreichen Gewinnung der drei goldenen Federn im Schlaf.

Lever

Das tägliche Kämmen als Zähmung und die Traumdeutungs-Beruhigung durch die Jungfrau.

Echo

Das glückliche Entkommen mit den Federn unterm Tisch.

33 · process editorial

Mordversuch.

Direction

Vom heimtückischen Vernichtungsversuch hin zur glücklichen Heirat durch schicksalhafte Wende des Briefes.

Lever

Der Todesbrief, der durch den weisen Waldgreis im Schlaf des Boten gewendet wird.

Echo

Die Wut des heimkehrenden Verwalters über die vollzogene Hochzeit.

34 · process editorial

Reise.

Direction

Vom Verlassen der Heimat hin zur Bewältigung der unwegsamen Pfade zum fernen Schlosshain.

Lever

Die Weisung der Tauben, der goldene Schlüssel und das Überqueren des Berges.

Echo

Das glückliche Erreichen des Schlosses am dritten Abend.

36 · plan editorial

der Vernichtungsplan.

Direction

Der Verwalter versucht wiederholt, das Findelkind durch Aussetzen im Fluss, einen mörderischen Botenbrief und schließlich durch eine unmögliche Todesqueste zum Phönix zu vernichten.

Orders

  1. der reiche Mann entführt den schlafenden Jüngling im Kahn auf dem Fluss und überlässt ihn der Strömung.
  2. Er schickt den Jüngling mit einem Todesbrief an seine Frau fort, um ihn töten zu lassen.
  3. Er fordert unmöglich zu beschaffende Federn vom Vogel Phönix, um die Heirat mit seiner Tochter zu verhindern.

Implementation

  • Ausnutzen von Wehrlosigkeit und Vertrauen des Jünglings.
  • Erpresserische Forderungen und unfaire Aufgaben.

Targets

  • [ ] Den Kahn im Fluss allein treiben lassen
  • [ ] Den Todesbrief zustellen
  • [ ] Die drei Federn vom Phönix fordern

37 · plan editorial

die Suche nach den Federn.

Direction

Der Jüngling nutzt die Weisungen des alten Mannes und der Tauben, sowie den Mut des Mamsellchens im Schloss, das den schlafenden Vogel ausruppt.

Implementation

  • Genaue Einhaltung der abendlichen Wegpunkte (Baum, Tor).
  • Nutzung der List des Mamsellchens und des Kämmen-Rituals.
  • Rückkehr mit den Beweisstücken zum Verwalter.

Targets

  • [ ] Den alten Mann um Rat fragen
  • [ ] Den goldenen Schlüssel finden
  • [ ] Das Tor aufschließen und das Schloss erreichen
  • [ ] Drei Federn ausraufen lassen und heimkehren

38 · reference warrant

Source.

  • German Title: Vogel Phönix
  • KHM Number: 75a
  • Edition: First Edition (1812), Volume 1, Number 75
  • Primary Source: de.wikisource: Vogel Phönix
  • German Anchor Line: "Eines Tags ging ein reicher Mann spazieren an den Fluß, da kam ein kleines Kästchen geschwommen..."
39 · reference warrant

License.

  • Playbook and Staging Architecture: CC-BY-NC-SA-4.0
  • Original Text: Public Domain (Brothers Grimm, 1812)

updated:

40 · download artifact

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