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khai plays · a playbook

Von dem Schneider, der bald reich wurde.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Von dem Schneider, der bald reich wurde.

Arc

Ein listiger Schneider gelangt durch Betrug und Täuschung zu großem Reichtum und bringt das ganze Dorf an sich.

Stakes

Ob List und Argwohn ein elendes Leben in Reichtum verwandeln können, wenn die Gier der Mächtigen und Reicheren gegen sie verwendet wird - und wie die blinde Nachahmung der Täuscher zu deren eigenem Verderben führt.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die Drossel im Bauernhaus

Der Schneider belauscht die Bauernfrau, deckt mit einer gefrorenen Drossel den Pfarrer im Kasten auf, und verkauft diesen teuer an den Bauern.

Plot 2: Die Rache der Bauern

Die Bauern versuchen erfolglos, das Geschäft des Schneiders nachzuahmen, und sperren ihn aus Rache in einen Kasten am Fluss.

Plot 3: Der Tausch am Fluss

Der Schneider überredet einen Schäfer, den Platz im Kasten einzunehmen, und bringt die Bauern dazu, im Fluss nach Schafen zu suchen.

02 · plot editorial

Der Tausch am Fluss.

Cue

Der unbeaufsichtigte Kasten am Ufer des Flusses, in dem der Schneider gefangen liegt, während der Schäfer mit seiner Herde vorbeizieht.

Action

Der Schneider ruft laut aus dem Kasten, er wolle nicht Bürgermeister werden oder die Prinzessin heiraten. Der einfältige Schäfer hört dies, willigt in den Austausch ein und kriecht in den Kasten, während der Schneider befreit mit den Schafen abzieht. Die zurückkehrenden Bauern werfen den Kasten mitsamt Schäfer in den Fluss. Als der Schneider kurz darauf reich mit den Schafen im Dorf erscheint, behauptet er, diese am Grunde des Flusses gefunden zu haben. Die gierigen Bauern springen daraufhin im Rahmen des Ertrinkens alle in den Fluss und sterben.

Stage

  • river: der Ort des Tauschs und des Massenertrinkens.
  • chest: das Werkzeug des Tauschs und der Hinrichtung.
  • sheep: der Köder, der die Gier der Bauern anstachelt.

Tension

Die Bauern glauben, ihre Rache vollstreckt zu haben. Das Erscheinen des Schneiders mit der Schafherde erzeugt ein neues Begehren (die Gier nach Flussschätzen), das ihren eigenen Verstand völlig ausschaltet.

03 · plot editorial

Die Drossel im Bauernhaus.

Action

Der Schneider belauscht das Bauernhaus und erfährt, wie die Bauernfrau den Pfarrer mitsamt Braten und Wein versteckt, als der Bauer heimkehrt. Der Schneider begehrt Einlass und gibt vor, die Drossel könne wahrsagen, indem er sie drückt, damit sie piepst. Er deckt das versteckte Essen und schließlich den Pfarrer im Kasten auf. Der erschrockene Bauer kauft den Kasten mitsamt dem vermeintlichen Teufel für viel Gold ab, und der Pfarrer zahlt dem Schneider heimlich ein hohes Lösegeld für seine Freilassung.

Stage

  • farmhouse: der Ort des geheimen Treffens und der Aufdeckung.
  • thrush: das Requisit, das dem Schneider als magischer Informant dient.
  • chest: das Versteck des Pfarrers, das teuer verkauft wird.
  • gold: die Belohnung für die erfolgreiche Täuschung.

Tension

Die Anwesenheit des unwillkommenen Pfarrers erzeugt Panik im Haus. Der Schneider nutzt dieses geheime Wissen aus, um die moralische Schwäche und den Aberglauben des Bauern in bares Gold zu verwandeln.

04 · plot editorial

Die Rache der Bauern.

Cue

Der plötzliche Reichtum des Schneiders, der im Dorf Aufsehen erregt und den Neid der Bauern anstachelt.

Action

Der Schneider behauptet, sein Reichtum stamme vom teuren Verkauf einer Drossel oder Kuhhaut. Die neidischen Bauern schlachten daraufhin blindlings ihre eigenen Kühe, um die Häute zu verkaufen, scheitern jedoch kläglich und erhalten kein Geld. Wütend über den Betrug nehmen sie den Schneider gefangen, sperren ihn in einen Kasten und transportieren ihn zum Fluss, um ihn zu ertränken. Sie stellen den Kasten am Ufer ab, während sie sich kurz ausruhen.

Stage

  • river: das Flussufer als Ort der geplanten Hinrichtung.
  • chest: das Gefängnis des Schneiders.

Tension

Die Wut der Bauern über ihre eigene Dummheit und den Verlust ihrer Tiere treibt sie zur Rache. Der Schneider ist im Kasten eingesperrt und der physischen Gewalt der Bauern ausgeliefert.

06 · pitch editorial

die Gerissenheit.

Tenor

Die Gerissenheit. Der Spaß an einem Kopf, der immer eine Drehung schneller ist als alle anderen: aus einer toten Drossel macht der Schneider ein Wahrsagestück, aus dem Kasten am Fluss eine Falle für andere, aus jeder Klemme einen neuen Vorteil. Es wird im flinken, vergnügten Ton des überlistenden Witzes gespielt, in dem nicht Stärke, sondern Geistesgegenwart gewinnt. Kaum sitzt der Schneider im Wasserkasten fest, hat er den Schäfer schon hineingeredet und sich selbst herausgeredet; der Spaß ist das Tempo der List.

Undertow

Unter der Gerissenheit liegt die plumpe Gier derer, die nachahmen, ohne zu verstehen. Die Bauern wollen das Geschäft des Schneiders kopieren und richten sich damit zugrunde; ihre blinde Nachahmung führt sie kopfüber in den Fluss. Diese Torheit der Nachmacher hält die Komik scharf: der Schneider triumphiert nicht nur durch eigene Schläue, sondern durch die Dummheit der Gierigen, die meinen, List sei ein Trick, den man abschauen kann.

Nerve

Getroffen wird die Lust am schlagfertigen Sieg und die Schadenfreude über die getäuschten Nachahmer. Das Schmunzeln über die gefrorene Drossel; das Vergnügen, wie der Schneider sich aus dem Kasten redet; das Lachen, wenn die Bauern im Fluss nach Schafen tauchen. Es spielt für die Freude an einem Witz, der immer entkommt, und für die Genugtuung, dass die Gier der Nachäffer sich selbst ertränkt.

Echo

Was bleibt, ist ein flinkes, listiges Grinsen. Der Schneider ist reich, die Bauern haben sich blamiert, die Nachahmung ist gescheitert. Der Nachgeschmack ist die heitere Bewunderung für einen, der nie ratlos ist, und das stille Wissen, dass List sich nicht abschauen lässt, sondern nur einen Kopf hat, der sie erfindet.

08 · persona editorial

Bauer.

Projection

Der Bauer steht für den arglosen Ehemann, der von seiner Frau betrogen wird und sich durch Aberglauben und Leichtgläubigkeit manipulieren lässt. Er ist reich genug, um Geld zu besitzen, aber zu einfältig, um die Täuschung des Schneiders und seiner Frau zu durchschauen.

Action

Er kehrt überraschend nach Hause zurück, lässt sich vom Schneider das "Wahrsagen" der Drossel vorspielen und zahlt bereitwillig eine große Summe Gold, um den scheinbaren Teufel (den Pfarrer) im Kasten zu erwerben und ihn loszuwerden.

Shadow

Sein Schatten ist die Leichtgläubigkeit, die aus Angst vor dem Übernatürlichen (dem Teufel) und aus mangelndem Vertrauen in seine Ehefrau gespeist wird, wodurch er zum idealen Opfer des Tricksters wird.

Tell

Sein plötzliches Poltern an der Tür und das ungläubige Staunen über die "Künste" der Drossel.

09 · persona editorial

die Bauern.

Projection

Die Bauern repräsentieren das Kollektiv des Dorfes, das von Missgunst, kollektiver Gier und Herdenverhalten geleitet wird. Sie können den Erfolg des Schneiders nicht ertragen, versuchen ihn kopflos zu kopieren (indem sie ihre Kühe schlachten) und wollen ihn aus Rache töten. Am Ende rennen sie blind in ihr eigenes Verderben.

Action

Sie schlachten ihre Kühe nach der Lüge des Schneiders, versuchen ihn im Kasten im Fluss zu ertränken, lassen sich jedoch durch die Lüge von den Flussschafen verleiten und springen blindlings in den Fluss, wo sie ertrinken.

Shadow

Ihr Schatten ist die unkontrollierte Gier und der Mangel an eigenem Verstand. Sie rennen jedem Gerücht hinterher, das schnellen Reichtum verspricht, und vernichten sich dadurch selbst.

Tell

Das gemeinsame wütende Gemurmel im Dorf und das wilde, unkoordinierte Springen in den Fluss.

10 · persona editorial

Pfarrer.

Projection

Der Pfarrer verkörpert die verlogene und scheinheilige moralische Autorität. Er nutzt seine gesellschaftliche Stellung aus, um Ehebruch zu begehen und sich gütlich zu tun, verfällt jedoch in Feigheit und Panik, sobald seine Sünden entdeckt zu werden drohen.

Action

Er trifft sich heimlich mit der Bauernfrau, versteckt sich beim Eintreffen des Bauern panisch im Kasten und lässt sich schließlich vom Schneider erpressen. Er zahlt eine horrende Summe Gold an den Schneider, damit dieser ihn unbemerkt aus dem Kasten entlässt.

Shadow

Sein Schatten ist die Feigheit und Heuchelei. Seine moralische Schwäche macht ihn erpressbar, und sein Versuch, seinen Ruf um jeden Preis zu wahren, treibt ihn in den finanziellen Ruin durch den Schneider.

Tell

Das verstohlene Hereinhuschen durch die Hintertür und das ängstliche Zittern im engen Kasten.

11 · persona editorial

Schäfer.

Projection

Der Schäfer verkörpert den ehrgeizigen, aber einfältigen Außenseiter, der nach Status und Macht strebt, ohne die Gefahren zu erkennen. Seine Gier, Bürgermeister zu werden oder die Prinzessin zu heiraten, macht ihn blind für die offensichtliche Falle des Schneiders.

Action

Er zieht mit seiner Schafherde am Fluss vorbei, hört den Schneider im Kasten rufen, dass er nicht Bürgermeister werden wolle, und lässt sich daraufhin überreden, den Platz im Kasten einzunehmen. Er wird statt des Schneiders im Fluss versenkt.

Shadow

Sein Schatten ist der eitle Ehrgeiz. Er lässt sich durch das leere Versprechen auf Macht blenden, gibt seine Freiheit und seine Herde auf und bezahlt seine Leichtgläubigkeit mit dem Leben.

Tell

Das Klingen der Schafsglocken und sein lautes Rufen, dass er bereitwillig Bürgermeister werden wolle.

12 · persona editorial

Schneider.

Projection

Der Schneider verkörpert den armen, aber geistig überlegenen Trickster, der sich in einer Welt voller ausbeuterischer Bauern und verlogener Pfarrer behaupten muss. Durch seine Beobachtungsgabe, seine Kaltblütigkeit und sein Redetalent macht er sich die Schwächen und die Gier seiner Mitmenschen zunutze.

Action

Er findet die gefrorene Drossel auf dem Feld, nutzt sie zur Erpressung des Pfarrers und Bauern, tauscht seinen Platz im Todes-Kasten mit einem Schäfer und bringt die Bauern am Fluss durch eine List dazu, sich selbst zu richten.

Shadow

Sein Schatten ist die absolute Skrupellosigkeit. Um seinen eigenen Reichtum und sein Überleben zu sichern, täuscht und opfert er arglose Mitmenschen (den Schäfer und die Bauern) ohne Reue oder Zögern.

Tell

Das Tragen der erfrorenen Drossel in der Tasche und seine spöttischen Sprüche, die die Dummheit der Bauern entlarven.

14 · place editorial

Bauernhaus.

Shown

Das Bauernhaus ist der Ort des privaten Verrats und der geheimen Treffen. Es ist reich an gutem Essen (Braten und Wein) und bietet zahlreiche Verstecke. Es ist der Schauplatz, an dem der Schneider die Geheimnisse der Bauernfrau und des Pfarrers aufdeckt.

Holds

  • die Bauernfrau: die den Pfarrer heimlich bewirtet.
  • Pfarrer: der sich im Kasten versteckt.
  • Bauer: der ahnungslose Ehemann.
  • Schneider: der mit der Drossel Einlass begehrt.
  • der Kasten: das entscheidende Versteck.

Offers

Die Bühne für das Erpressungsspiel. Es bietet dem Schneider die Möglichkeit, die Geheimnisse der Hausbewohner gegen Gold einzutauschen.

Withheld

Echte eheliche Treue und Aufrichtigkeit. Alles im Haus ist auf Schein und heimlichen Genuss ausgerichtet.

15 · place editorial

Feld.

Shown

Das Feld ist ein karges, winterliches und offenes Gelände. Es symbolisiert die anfängliche Armut des Schneiders, der frierend durch die Kälte wandert, um seinen Bruder aufzusuchen. Es ist der Ort des ersten Zufallsfundes.

Holds

  • Schneider: der einsam durch die Kälte wandert.
  • die Drossel: das erfrorene Tier, das im Schnee liegt.

Offers

Den winterlichen Fundort der Drossel. Es bietet dem Schneider das unscheinbare Pfand, das den gesamten Bereicherungsplan in Gang setzt.

Withheld

Jeglichen Schutz vor Kälte und Armut. Das Feld zwingt den Schneider dazu, nach Wegen zu suchen, sein Los rasch zu verbessern.

16 · place editorial

Fluss.

Shown

Der Fluss ist eine tiefe, fließende Grenze am Rande des Dorfes. Er ist als Hinrichtungsort für den Schneider gedacht, wird aber durch dessen List zum Ort des Austauschs und schließlich zum nassen Grab für die gierigen Bauern.

Holds

  • die Bauern: die den Schneider ertränken wollen.
  • Schäfer: der an den Ufern seine Herde hütet.
  • der Kasten: in dem der Tausch stattfindet.
  • die Schafe: die scheinbar am Grunde des Flusses weiden.

Offers

Die Bühne des finalen Tauschs und des Gerichts. Er bietet dem Schneider die Rettung und den Bauern den Abgrund ihrer eigenen Gier.

Withheld

Einen realen Schatz an Schafen. Der Fluss verbirgt nur Wasser und Schlamm und straft jene, die sich blind hineinstürzen.

18 · piece editorial

das Gold.

Load bearing

Das Gold ist der eigentliche Antrieb des Begehrens und der Auslöser des Neids. Seine Anhäufung durch den Schneider bricht das Gleichgewicht im Dorf und treibt die Bauern zur verhängnisvollen Nachahmung an.

Apparent

Schwere, glänzende Goldmünzen, die als Zahlungsmittel dienen und Reichtum symbolisieren.

Yearbook

  • Wird vom Bauern als Kaufpreis für den Kasten mitsamt dem "Teufel" entrichtet.
  • Wird vom Pfarrer heimlich als Schweigegeld und Lösegeld gezahlt.
  • Macht den armen Schneider auf einen Schlag zum reichsten Mann im Dorf.
  • Erzeugt den mörderischen Neid der anderen Dorfbewohner.

19 · piece editorial

der Kasten.

Place

Zuerst in der Stube des Bauernhauses, in dem sich der Pfarrer verbirgt; dann als Transportmittel zum Fluss, in dem sich der Tausch vollzieht.

Load bearing

Der Kasten ist der Schauplatz der heimlichen Übergänge. Er birgt zuerst die verlogene Autorität (den Pfarrer) und wird zum teuren Handelsgut; später wird er zum Todesgefängnis für den Schneider, das durch List zum Rettungsort und zur Falle für den Schäfer wird.

Apparent

Ein schwerer Holzkasten (eine Truhe) mit einem stabilen Deckel, der verschlossen und transportiert werden kann.

Yearbook

  • Dient dem Pfarrer als enges Versteck vor dem Bauern.
  • Wird vom Schneider mitsamt dem Pfarrer teuer an den Bauern verkauft.
  • Dient den Bauern als Gefängnis, um den Schneider zum Fluss zu transportieren.
  • Wird am Flussufer abgestellt und dient als Ort des Austauschs mit dem Schäfer.
  • Wird mitsamt dem Schäfer ins stürmische Wasser geworfen.

20 · piece editorial

die Drossel.

Place

Zuerst erfroren im Schnee auf dem Feld; dann in der Tasche des Schneiders; schließlich als "Wahrsager" im Bauernhaus.

Load bearing

Die Drossel ist das scheinbar magische Requisit des Schneiders. Ihr vermeintliches Wahrsagen deckt das geheime Essen und den Pfarrer auf, und dient als Hebel zur ersten großen Geldeinnahme, die den Reichtum des Schneiders begründet.

Apparent

Eine einfache, im Winter erfrorene Drossel (ein kleiner Vogel), die für sich wertlos ist, aber durch die Behauptungen des Schneiders mit magischem Wert aufgeladen wird.

Yearbook

  • Wird vom Schneider frierend auf dem Feld gefunden und eingepackt.
  • Wird im Bauernhaus gedrückt, damit sie piepst, und als Wahrsager präsentiert.
  • Deckt die versteckte Mahlzeit und den Pfarrer im Kasten auf.
  • Verbleibt beim Bauern als wertloser toter Vogel, während der Schneider mit dem Gold abzieht.

21 · piece editorial

die Schafe.

Place

Zuerst als Herde des Schäfers am Fluss; dann in den Händen des Schneiders; scheinbar am Grunde des Flusses vermutet.

Load bearing

Die Schafe sind das reale Handelsgut, das die Rettung des Schneiders tarnt. Sie dienen als falscher Köder für die Bauern: Die Lüge, dass unzählige Schafe am Grunde des Flusses weiden, treibt die Bauern zum tödlichen Sprung ins Wasser.

Apparent

Eine große Herde weißer Schafe, die am Ufer weiden und dem Schäfer gehören.

Yearbook

  • Werden vom Schäfer am Fluss gehütet, während er den Kasten bemerkt.
  • Werden vom Schneider nach dem geglückten Austausch übernommen.
  • Werden von den Bauern im Dorf staunend bewundert.
  • Dienen als Vorwand für die angebliche Herde am Grunde des Flusses.

23 · position editorial

betrogener Bauer.

Has

Den Reichtum, das Bauernhaus und das Gold, aber auch eine untreue Ehefrau und den Pfarrer als heimlichen Gast. Der Bauer besitzt den materiellen Wert, den der Schneider abschöpft.

Orders

Kehre überraschend heim. Lass dich durch das angebliche Wahrsagen der Drossel blenden. Zahle das Lösegeld für den Kasten, um den Teufel loszuwerden.

Loses

Sein mühsam angehäuftes Gold und die Gewissheit einer ehrlichen Ehe. Er kauft den Kasten teuer ab und bleibt betrogen zurück.

Drives

Die Furcht vor dem Teufel (der Entdeckung böser Mächte) und der Aberglaube, der ihn blind für die List des Schneiders macht.

24 · position editorial

getäuschte Bauern.

Has

Die Herden und den kollektiven Reichtum des Dorfes, aber auch Neid und Missgunst gegenüber dem Schneider. Sowohl die Bauern als auch der Schäfer teilen diese Position des Mangels an eigenem Verstand.

Orders

Ahme den Erfolg des Schneiders blind nach. Versuche den Schneider für seine Täuschung zu bestrafen. Lass dich am Fluss durch die Aussicht auf Reichtum und Herden täuschen und springe ins Wasser.

Loses

Ihre gesamten Herden, ihr Hab und Gut und schließlich ihr eigenes Leben. Sie bezahlen ihre Gier und Leichtgläubigkeit mit dem Tod.

Drives

Der Neid auf den plötzlichen Reichtum des Schneiders und die unstillbare Gier nach materiellem Gewinn, die jeden Verstand ausschaltet.

25 · position editorial

listiger Schneider.

Has

Die Drossel als Wahrsagewerkzeug, das Wissen um die Untreue der Bauernfrau und die verbale Überlegenheit. Der Schneider besitzt die Fähigkeit, in jeder Notlage eine List zu finden.

Orders

Erlausch die Geheimnisse im Bauernhaus. Nutze die Drossel zur Erpressung von Essen und Gold. Weiche der Bestrafung der Bauern aus, indem du den Schäfer täuschst. Lock die gierigen Bauern in den Fluss.

Loses

Die Not und die Armut seines früheren Lebens. Der Schneider gewinnt Reichtum, verliert jedoch das friedliche Zusammenleben und muss fortan als alleiniger Herrscher agieren.

Drives

Der Überlebenswille und der Drang, der drückenden Armut durch List und Betrug der Reicheren zu entkommen.

27 · process editorial

Austausch.

Direction

Vom drohenden Opfertod hin zur unverhofften Rettung und Bereicherung. Der Schneider tauscht seine Gefangenschaft gegen die Freiheit und die Herde des Schäfers.

Lever

Der eitle Ehrgeiz des Schäfers, der das Amt des Bürgermeisters begehrt. Die lauten Klagen des Schneiders dienen als Hebel, um den Schäfer zum freiwilligen Tausch zu bewegen.

Echo

Der Schäfer wird anstelle des Schneiders im Fluss versenkt. Der Schneider kehrt mit der Schafherde ins Dorf zurück und entgeht so der Strafe der Bauern.

28 · process editorial

Ertrinken.

Initiated by

Der Schneider, der die Bauern durch Lügen über Flussschätze in den Fluss lockt.

Direction

Vom eitlen Streben nach schnellem Reichtum hin zum jämmerlichen Tod in den Fluten. Es ist das Gericht über die blinde Gier.

Lever

Die kollektive Gier der Dorfbewohner. Das scheinbare Vorhandensein von Schafen am Grunde des Flusses dient als Hebel, um die Bauern nacheinander ins Wasser springen zu lassen.

Echo

Die Bauern ertrinken alle im Fluss. Das Dorf wird von seinen habgierigen Bewohnern befreit, und der Schneider bleibt als einziger Besitzer und Herrscher zurück.

29 · process editorial

Täuschung.

Initiated by

Der Schneider, der die Arglosigkeit des Bauern und das schlechte Gewissen der Untreuen ausnutzt.

Direction

Vom versteckten Geheimnis hin zur profitablen Enthüllung. Die Täuschung wendet das scheinbar magische Wahrsagen der Drossel an, um Reichtum zu generieren.

Lever

Der Aberglaube des Bauern und die Angst des Pfarrers vor Entdeckung. Die Drossel dient als Hebel, um den Kasten als teures Pfand zu verkaufen.

Echo

Die Täuschung generiert Reichtum, erzeugt jedoch den Neid und die Rache der Dorfgemeinschaft, was den Schneider in Lebensgefahr bringt.

31 · plan editorial

der Bereicherungsplan des Schneiders.

Direction

Der Schneider setzt seine Klugheit und eine gefundene Drossel ein, um die Untreue der Bauernfrau und das Versteck des Pfarrers auszunutzen. Er verkauft den Kasten mitsamt Pfarrer an den Bauern für viel Gold. Als die Dorfbewohner ihn bestrafen wollen, befreit er sich durch einen Tausch mit dem Schäfer und lockt die gierigen Bauern durch das Versprechen von Schafen in den Tod im Fluss.

Orders

  1. Der Schneider belauscht das Versteckspiel im Bauernhaus.
  2. Er behauptet, die Drossel könne wahrsagen, und deckt das versteckte Essen sowie den Pfarrer im Kasten auf.
  3. Er verkauft den Kasten mitsamt Pfarrer an den Bauern gegen ein schweres Lösegeld.
  4. Er lockt den Schäfer am Fluss in den Kasten, um sich selbst zu retten, und kehrt mit dessen Herde zurück.
  5. Er spiegelt den wütenden Bauern vor, die Herde aus dem Fluss geholt zu haben, und treibt sie so zum Ertrinken in den Tod.

Implementation

  • Der Plan nutzt die Arglosigkeit des betrogenen Bauern und das schlechte Gewissen des Pfarrers.
  • Er stützt sich auf die kollektive Gier und Leichtgläubigkeit der Dorfbewohner, die sich durch die Aussicht auf Reichtum und Herden leicht täuschen lassen.
  • Die eigene Befreiung wird durch den Tausch mit dem ehrgeizigen Schäfer gesichert, der nach dem Bürgermeisteramt trachtet.

Targets

  • [ ] Die geheime Mahlzeit und das Versteck des Pfarrers belauschen
  • [ ] Den Bauern durch die wahrsagende Drossel täuschen und das Gold kassieren
  • [ ] Den Schäfer durch Täuschung dazu bringen, den Platz im Kasten einzunehmen
  • [ ] Die Dorfbewohner durch das Versprechen von Schafen im Fluss zum Sprung ins Wasser verleiten

32 · reference warrant

Source.

  • German Title: Von dem Schneider, der bald reich wurde
  • KHM Number: 61a
  • Edition: First Edition (1812), Volume 1, Number 61a
  • Primary Source: de.wikisource: Von dem Schneider, der bald reich wurde
  • German Anchor Line: "Ein armer Schneider ging einmal zur Winterszeit über das Feld..."
33 · reference warrant

License.

  • Playbook and Staging Architecture: CC-BY-NC-SA-4.0
  • Original Text: Public Domain (Brothers Grimm, 1812)

updated:

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