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khai plays · a playbook

Die drei Bergleute im Kuttenberg.

Grimm
00 · the play synopsis

Synopsis.

Name

Die drei Bergleute im Kuttenberg.

Arc

Drei fromme Bergleute werden im Kuttenberg verschüttet und sieben Jahre lang durch göttliches Wunder erhalten, bis sie herausgeführt werden und nach ihren letzten Wünschen sterben.

Stakes

Ob die fromme Geduld und der Glaube der Bergleute die Gnade Gottes erwirkt, und ob die Wünsche des sterblichen Herzens nach Heimkehr und Abschied im friedlichen Sterben erfüllt werden.

Estate

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01 · plots editorial

Plots.

Plot 1: Die Verschüttung im Kuttenberg

Drei fromme Bergleute gehen mit Gebetbuch, Brot und Licht in den Kuttenberg zur Arbeit. Sie verrichten ihr Gebet vor der Arbeit. Am Abend stürzt der Eingang des Berges ein und begräbt sie.

Plot 2: Die sieben Jahre unter der Erde

In der verschütteten Grube beten und arbeiten die Bergleute weiter. Ihr Licht erlischt nicht und ihr Brot wird nicht weniger. Sie halten sieben Jahre für einen einzigen Tag, während ihr Haar und Bart lang wachsen.

Plot 3: Die drei Wünsche

Aus tiefstem Herzen äußern die drei Männer ihre Sehnsucht. Der erste wünscht das Tageslicht zu sehen, der zweite bei seiner Frau am Tisch zu essen, der dritte ein Jahr friedlich mit seiner Frau zu leben.

Plot 4: Der Ausgang und das Tageslicht

Der Berg bricht auf. Der erste Bergmann sieht das Tageslicht und fällt glücklich tot nieder. Die beiden anderen kriechen durch den Riss ins Freie und gehen in ihr Dorf.

Plot 5: Der letzte Bissen

Der zweite Bergmann kehrt heim, wird aber erst nach dem Rasieren von seiner Frau erkannt. Sie essen vergnügt zusammen. Mit dem letzten Bissen Brot fällt er tot um.

Plot 6: Das Jahr der Stille

Der dritte Bergmann lebt ein volles Jahr in Ruhe und Frieden mit seiner Ehefrau, bis beide zur selben Stunde tot hinfallen.

02 · plot editorial

Das Jahr der Stille.

Action

Der Dritte Bergmann lebt ein ganzes Jahr lang in Stille, Frieden und vergnügter Gemeinsamkeit mit der Dritte Ehefrau in seiner Heimat. Doch als das Jahr herum ist, genau zu der Stunde, in der er aus der Grube befreit worden war, fällt er tot um. Im selben Augenblick fällt auch seine Frau tot an seiner Seite nieder. Beide finden gemeinsam ihre Erlösung. Auf diese Weise hat Gott die Wünsche aller drei Bergleute erfüllt und ihre die Frömmigkeit belohnt.

Tension

Das Fristende tritt unerbittlich ein. Der längste Wunsch bot ein Jahr des Friedens, doch das irdische Dasein muss enden. Der Tod scheidet sie jedoch nicht, sondern holt beide Gatten zur selben Sekunde, so dass ihr Bund im Jenseits vollendet wird.

03 · plot editorial

Der Ausgang und das Tageslicht.

Cue

Kuttenberg. Kaum sind die Wünsche gesprochen, da geschieht ein großes Erdbeben. Ein mächtiges Krachen via Bergsturz erschüttert die Felsen.

Action

Der Berg springt gewaltig auseinander und öffnet einen Spalt ins Freie. Der Erste Bergmann geht eilig zum Riss, blickt hinaus und sieht das ersehnte Tageslicht und den blauen Himmel. Vor Freude über diese Gnade bricht er sofort tot zusammen und stirbt via Erlösung. Der Spalt verbreitert sich weiter. Der Zweite Bergmann und der Dritte Bergmann hacken sich Stufen in den Fels, kriechen ins Freie und brechen auf in ihre Heimat.

Tension

Die Befreiung aus der Unterwelt fordert das erste Opfer. Der Wunsch nach dem reinen Licht löst den Bund mit dem Leben sogleich. Die beiden verbliebenen Bergleute müssen nun die irdische Wirklichkeit der Oberwelt betreten, um ihre eigenen Schicksale zu erfüllen.

04 · plot editorial

Der letzte Bissen.

Cue

Heimat. Die beiden überlebenden Bergleute erreichen ihr Heimatdorf. Doch die Menschen und ihre Frauen erkennen sie mit den langen Bärten nicht.

Action

Der Zweite Bergmann geht in sein Haus zu der Zweite Ehefrau. Da sie ihn wegen seines langen Barts nicht erkennt, gibt er sich als ihr Ehegatte aus und bittet um Bartmesser und Seife. Sie holt diese aus dem Wandschrank. Er wäscht und rasiert sich, woraufhin sie ihn voller Freude als ihren Mann wiedererkennt. Sie deckt den Tisch mit Essen und Brot, und sie setzen sich hin und essen vergnügt. Doch mit dem letzten Bissen Brot, den er verzehrt, bricht er tot zusammen und stirbt via Erlösung.

Tension

Die Wiedervereinigung ist nur von kurzer Dauer. Die Sehnsucht des zweiten Bergmanns nach dem häuslichen Mahl ist gestillt, doch fordert die Erfüllung des Wunsches sogleich sein Ableben. Seine Frau bleibt nach einem Augenblick der Hoffnung endgültig als Witwe zurück.

05 · plot editorial

Die drei Wünsche.

Cue

Kuttenberg. Die sieben Jahre neigen sich dem Ende zu. Die Sehnsucht nach Befreiung regt sich in den Herzen der Männer, während das Grubenlicht noch immer brennt.

Action

Die Männer sprechen ihre geheimsten Wünsche aus via Wunsch. Der Erste Bergmann seufzt aus tiefster Seele: "Ach, könnt ich noch einmal das Tageslicht sehen, so wollt ich gerne sterben!" Der Zweiter Bergmann fügt hinzu: "Ach, könnt ich noch einmal daheim mit meiner Frau zu Tische sitzen und essen, so wollt ich gerne sterben!" Und der Dritte Bergmann spricht als Letzter: "Ach, könnt ich nur noch ein Jahr friedlich und vergnügt mit meiner Frau leben, so wollt ich gerne sterben!" Gott hört ihre gottesfürchtigen Bitten.

Tension

Die Bergleute verlangen nach der Heimkehr, doch koppeln sie diese instinktiv an ihr Sterben via Erlösung. Das Verlangen nach dem irdischen Glück bricht den Bann des Berges, fordert aber gleichzeitig das baldige Lebensende als Zoll.

06 · plot editorial

Die sieben Jahre unter der Erde.

Action

Die Bergleute wollen nicht müßig sein, solange sie Kräfte haben. Sie arbeiten fort und beten. Da geschieht das Wunder der Andacht via die Frömmigkeit: Ihr Grubenlicht, obwohl nur für einen Tag geölt, brennt unaufhörlich fort. Ihr Brot, von dem sie täglich essen, wird nicht weniger, sondern bleibt stets gleich groß. Die Zeit scheint stillzustehen: Sie meinen, es sei nur ein einziger Tag vergangen, doch in Wahrheit sind es sieben Jahre. Ihre Haare und Bärte wachsen ellenlang. Draußen in der Heimat halten die Erste Ehefrau, Zweite Ehefrau und Dritte Ehefrau ihre Männer längst für tot und erwägen, als Witwe andere zu heiraten.

Tension

Die Bergleute leben in einer göttlich bewahrten Zeitschleife. Sie spüren weder Hunger noch das Altern der Jahre, doch sind sie von ihren Familien und dem wahren Fluss des Lebens getrennt. Ihre Bärte und Haare bezeugen den Ablauf der Zeit, der ihnen selbst verborgen bleibt.

07 · plot editorial

Die Verschüttung im Kuttenberg.

Action

Die Bergleute beginnen fleißig ihre Arbeit in der Tiefe der Grube. Sie hacken das Gestein im Kuttenberg den Tag über ehrlich für das Brot ihrer Familien. Doch als es Abend wird und sie nach Hause gehen wollen, stürzt der Eingang des Berges durch einen plötzlichen Bergsturz ein. Gewaltige Felsmassen verschütten den Ausgang. Sie sitzen fest und glauben, lebendig begraben zu sein, dem Hungertod nahe, da ihre Vorräte nur für einen Tag reichen.

Tension

Die Bergleute sind von der Welt abgeschnitten. Sie haben keine Aussicht auf Rettung von außen und verfügen nur über Nahrung und Licht für einen Tag. Die Dunkelheit und die drohende Hungersnot blockieren jeden Fluchtversuch. Sie können sich nur Gott anvertrauen.

09 · pitch editorial

die Frömmigkeit.

Tenor

Die Frömmigkeit. Ein demütiges Vertrauen auf Gott in der Tiefe der Not. Die Bergleute klagen nicht über ihr Schicksal, sondern überlassen sich ganz dem göttlichen Willen. Sie verrichten ihre Arbeit und ihr Gebet gleichermaßen getrost. Es wird in einer stillen, andächtigen Tonlage gespielt, in der die Wunder (das siebenjährige Licht und das unerschöpfliche Brot) als natürliche Zeichen göttlicher Vorsehung empfunden werden.

Undertow

Unter der Frömmigkeit liegt das unausweichliche Gesetz der Sterblichkeit. Die Erfüllung der Wünsche führt direkt zum Tod. Es gibt kein langes Verweilen in der irdischen Freude: das ersehnte Tageslicht, das häusliche Mahl und das Jahr des Friedens enden im Nu. So ist die Frömmigkeit keine Flucht vor dem Tod, sondern eine Vorbereitung auf ihn.

Nerve

Getroffen wird das Gefühl der Ergebung. Das tiefe Wissen, dass der Mensch in Gottes Hand ruht, und das stille Einverständnis mit dem eigenen Ende, sobald das ersehnte Glück einmal geschweckt wurde.

Echo

Was bleibt, ist die Stille nach dem Heimgang. Der Nachklang ist ein friedlicher Schauer darüber, wie getreue Andacht unter der Erde behütet wird und im Tod ihre Vollendung findet.

11 · persona editorial

Dritte Ehefrau.

Projection

Die Ehefrau des dritten Bergmanns. Sie hält ihren Mann für tot. Nach seiner Anerkennung verbringt sie ein ganzes Jahr in Stille und Frieden mit ihm.

Action

Sie nimmt ihren heimgekehrten Mann auf und lebt mit ihm ein volles Jahr in Ruhe und Zufriedenheit. Zur selben Stunde, da er einst aus der Grube befreit wurde, fällt sie gemeinsam mit ihm tot um.

Shadow

Ihr wird die längste Zeit der Gemeinsamkeit gewährt, doch teilt sie auch das endgültige Schicksal ihres Mannes. Ihr Leben ist untrennbar mit dem seinen verwoben; der Tod holt beide zugleich, so dass keiner allein zurückbleibt.

Tell

Sie fällt zur selben Stunde gemeinsam mit ihrem Mann tot hin.

12 · persona editorial

Dritter Bergmann.

Projection

Ein gottesfürchtiger Bergmann im Kuttenberg, der sich nach einem friedlichen, vergnügten Leben mit seiner Ehefrau sehnt. Er kehrt nach sieben Jahren mit ellenlangem Bart zurück.

Action

Er wünscht, noch ein Jahr friedlich und vergnügt mit seiner Frau zu leben. Nach der Erlösung aus der Grube kehrt er in sein Haus zurück. Er lebt ein ganzes Jahr in Stille und Frieden mit seiner Frau, bis beide zur selben Stunde tot hinfallen.

Shadow

Sein Wunsch ist der längste und irdischste der drei Bergleute, doch auch er bleibt an den Tod gebunden. Die ihm gewährte Frist läuft unerbittlich ab. Sein Tod nimmt auch seine Frau mit sich, so dass ihr Bund im Sterben nicht getrennt wird.

Tell

Er fällt zur selben Stunde nach einem Jahr mit seiner Frau tot hin.

13 · persona editorial

Erste Ehefrau.

Projection

Die Ehefrau des ersten Bergmanns. Sie hält ihren Mann nach der Verschüttung für tot und trauert um ihn, denkt aber nach sieben Jahren daran, wieder zu heiraten.

Action

Sie verbringt die sieben Jahre im Glauben, Witwe zu sein. Ihr Mann kehrt nicht lebend zu ihr nach Hause zurück, da er stirbt, sobald er das Tageslicht erblickt.

Shadow

Ihre Trauer wandelt sich im Laufe der sieben Jahre in Resignation, als sie sich mit dem Verlust abfindet und ein neues Leben sucht. Der plötzliche Tod ihres Mannes am Rande der Grube schneidet jede Möglichkeit einer Wiedervereinigung ab.

Tell

Sie bleibt zurück, ohne ihren Mann je wiedergesehen zu haben.

14 · persona editorial

Erster Bergmann.

Projection

Ein ehrlicher und frommer Arbeiter im Kuttenberg, der Gott über alles stellt. Er geht täglich mit seinem Gebetbuch, Grubenlicht und Brot zur Arbeit und verrichtet vor dem Tagewerk sein Gebet.

Action

Er betet getreu vor und während der langen sieben Jahre der Verschüttung. In der Dunkelheit der Grube ersehnt sein Herz das Tageslicht wiederzusehen. Sobald sich der Berg öffnet, tritt er ans Licht, blickt in den blauen Himmel und stirbt sogleich.

Shadow

Seine Sehnsucht gilt allein dem Himmel und dem Tageslicht, nicht dem irdischen Verweilen. Er wünscht nur den kurzen Blick nach oben, wohl wissend, dass dies seinen Tod bedeutet. Das Licht, das er ersehnt, erlöst ihn augenblicklich von der irdischen Last.

Tell

Er schaut hinauf zum blauen Himmel und sinkt tot nieder.

15 · persona editorial

Zweite Ehefrau.

Projection

Die Ehefrau des zweiten Bergmanns. Sie hält ihren Gatten für tot. Als er nach sieben Jahren mit ellenlangem Bart zurückkehrt, will sie ihn zunächst nicht kennen.

Action

Sie verweigert die Anerkennung des fremden Mannes mit dem langen Bart. Auf seine Bitte holt sie das Bartmesser aus dem Wandschrank und ein Stück Seife. Nach seiner Rasur erkennt sie ihn voll Freude, deckt den Tisch und isst vergnügt mit ihm. Doch erschrickt sie zutiefst, als er nach dem letzten Bissen tot umfällt.

Shadow

Ihre anfängliche Skepsis schlägt in helle Freude um, als der vertraute Ehegatte zum Vorschein kommt. Die kurze Frist des Glücks wird jäh durch seinen Tod beendet. Die Wiedervereinigung am Esstisch ist nur ein flüchtiger Übergang zum endgültigen Abschied.

Tell

Sie holt das Bartmesser und die Seife aus dem Schrank.

16 · persona editorial

Zweiter Bergmann.

Projection

Ein frommer Bergmann im Kuttenberg, dem das irdische Band der Ehe und die häusliche Gemeinschaft am Herzen liegen. Er kehrt nach sieben Jahren mit ellenlangem Bart zurück, unkenntlich für seine Frau.

Action

Nach der Verschüttung wünscht er, noch einmal daheim mit seiner Frau zu Tisch zu sitzen und zu essen. Er hackt sich den Weg aus der geöffneten Grube frei, geht heim, offenbart sich seiner Frau und bittet um Bartmesser und Seife. Nach dem Rasieren wird er erkannt. Er isst mit ihr vergnügt, fällt aber mit dem letzten Bissen tot um.

Shadow

Obwohl er die Heimkehr und das eheliche Mahl ersehnt, bindet ihn das Versprechen an den Tod. Seine Rückkehr ist nur von kurzer Dauer; er schmeckt das häusliche Glück ein letztes Mal, bevor er stirbt. Das Mahl ist sein Abendmahl auf Erden.

Tell

Er isst den letzten Bissen Brot, fällt um und ist tot.

18 · place editorial

Heimat.

Shown

Das Dorf und die Häuser der Bergleute. Ein irdischer Ort der häuslichen Ruhe, der gedeckten Tische und des alltäglichen Lebens der Ehefrauen, die sich nach sieben Jahren mit dem Verlust ihrer Männer abgefunden haben.

Holds

Sie hält die Wände, den Wandschrank mit dem Bartmesser, die Seife und die gedeckten Tische bereit, an denen die zurückgekehrten Ehemänner aufgenommen werden sollen.

Offers

Sie bietet den Zurückgekehrten eine kurze Frist des Glücks: ein letztes Mahl mit der Gattin oder ein ganzes Jahr friedlicher Ehegemeinschaft.

Withheld

Sie verweigert das ewige Bleiben. Die Heimat auf Erden ist für die Erlösten nur noch eine Zwischenstation, bevor sie die irdische Existenz gänzlich verlassen müssen.

19 · place editorial

Kuttenberg.

Shown

Die böhmische Grube des Kuttenbergs. Ein Arbeitsort unter der Erde, der tief, finster und gefährlich ist. Hier verrichten die frommen Bergleute ihr tägliches Andachtswerk vor der Hackarbeit.

Holds

Sie hält die drei Bergleute, ihr Gebetbuch, ihr Grubenlicht und ihr Brot sieben Jahre lang unter Verschluss, als der Eingang verschüttet wird. Sie bewahrt das Licht vor dem Erlöschen und das Brot vor dem Verderben.

Offers

Sie bietet den drei Bergleuten Schutz und Zuflucht vor der Zeit. Sie lässt die sieben Jahre wie einen einzigen Tag erscheinen, bis ihr Wunsch laut wird.

Withheld

Sie hält das Tageslicht und die Ehefrauen der Bergleute so lange zurück, bis der Berg krachend aufspringt und den Weg ins Dorf freigibt.

21 · piece editorial

Bartmesser und Seife.

Place

Aufbewahrt oben im Wandschrank im Haus des zweiten Bergmanns.

Load bearing

Sie ermöglichen das Brechen des unkenntlichen Erscheinungsbildes. Durch das Rasieren des ellenlangen Barts wird der wiedergekehrte Ehemann für seine Frau als der verloren Geglaubte kenntlich.

Apparent

Ein scharfes Bartmesser aus Stahl und ein kleines Stück Seife zum Waschen.

Yearbook

Sie werden aus dem Schrank geholt, um das Gesicht von den Spuren der siebenjährigen Grubenzeit zu befreien.

22 · piece editorial

Brot.

Place

In den Brottaschen der Bergleute und auf dem gedeckten Tisch im Haus des zweiten Bergmanns.

Load bearing

Es dient als Zeichen der göttlichen Speisung. Es geht in der verschütteten Grube sieben Jahre lang nicht zur Neige, obwohl die Männer täglich davon essen, um zu überleben.

Apparent

Ein einfaches Stück irdisches Brot, das die Kraft spendet, Tag für Tag die Arbeit fortzuführen.

Yearbook

Es wird zur Mittagszeit geteilt, um den Hunger der frommen Arbeiter zu stillen.

23 · piece editorial

Gebetbuch.

Place

In den Händen der frommen Bergleute, getragen in der Tasche zur Arbeit und aufbewahrt in der Tiefe des Kuttenbergs.

Load bearing

Es trägt die Andacht der Männer und vermittelt den unaufhörlichen Ruf nach Gottes Beistand während der sieben Jahre des Verschüttetseins.

Apparent

Ein Buch voll frommer Sprüche und Gebete, das den täglichen Ablauf der Arbeit und des Überlebens im Berg strukturiert.

Yearbook

Es wird jeden Morgen vor Beginn der Hackarbeit aufgeschlagen, um Gottes Segen für den Tag zu erbitten.

24 · piece editorial

Grubenlicht.

Place

Aufgehängt an der Felswand der Grube im Kuttenberg, um den Bergleuten bei der Arbeit zu leuchten.

Load bearing

Es hält das Wunder der göttlichen Bewahrung sichtbar aufrecht, indem es mit nur einer Tagesration Öl volle sieben Jahre lang ohne Erlöschen brennt.

Apparent

Eine kleine Bergmannslampe, gefüllt mit Öl, die eine winzige Flamme trägt.

Yearbook

Es wird jeden Morgen entzündet, um die tiefe Dunkelheit der Grube zu durchbrechen und den Ort der Arbeit zu erhellen.

26 · position editorial

Ehegatte.

Has

Die Treue zur Ehefrau, die Sehnsucht nach häuslichem Beisammensein und die Pflicht zur ehrlichen Brotgewinnung für Weib und Kind.

Orders

Das Teilen des Brotes am gemeinsamen Tisch und das Führen einer friedlichen und vergnügten Ehegemeinschaft.

Loses

Die vertraute Gestalt (durch ellenlangen Bart und Haare), so dass er von seiner Frau nicht wiedererkannt wird, und schließlich die verbleibende Lebenszeit.

Drives

Der Wunsch, noch einmal mit der Frau zu essen oder ein ganzes Jahr mit ihr in Ruhe und Frieden zu leben.

27 · position editorial

frommer Bergmann.

Has

Ein gottesfürchtiges Herz, ein Andachtsbuch, Fleiß bei der Arbeit und Vertrauen auf den Schutz Gottes in den Tiefen des Kuttenbergs.

Orders

Das tägliche Andachtsritual und die Unterordnung unter Gottes Willen, das Beten vor dem Anheben der Hacke.

Loses

Die zeitliche Orientierung in der Grube, in der sieben Jahre wie ein einziger Tag vergehen, und schließlich das irdische Leben.

Drives

Das Vertrauen, dass Gott sie in der Dunkelheit bewahrt und ihre Seelen nach der Sehnsucht erlöst.

28 · position editorial

Witwe.

Has

Den tiefen Glauben an den Tod des verschütteten Mannes, Trauerkleidung, Erinnerungen an den Gatten und die Notwendigkeit des Wiederverheiratens zur Fortführung des Haushalts.

Orders

Das Bewahren des Gedenkens an die Verstorbenen für sieben Jahre und das Suchen eines neuen Gatten.

Loses

Die Gewissheit über den Verlust, als die Ehemänner plötzlich lebendig, aber völlig verändert vor der Tür stehen, und schließlich den Partner im erneuten, endgültigen Tod.

Drives

Der Übergang vom Schmerz der Einsamkeit hin zu einer kurzen Phase des unverhofften Glücks und des schließlichen Loslassens.

30 · process editorial

Bergsturz.

Initiated by

Das Einstürzen des Berges Kuttenberg, ausgelöst durch das Schicksal am Abend nach einem harten Arbeitstag.

Direction

Der Einsturz sperrt die Bergleute von der Oberwelt ab und begräbt sie in der irdischen Dunkelheit. Später bringt das Aufspringen des Berges die Umkehrung des Verschlusses.

Lever

Der physische Druck und das Geröll verschütten den Eingang. Erst der göttliche Wille bricht die Felsen wieder auf, als die Wünsche der Männer ausgesprochen werden.

Echo

Das Echo ist die vermeintliche Todesnachricht im Dorf, die Trauer der Ehefrauen und schließlich der gewaltige Krach, mit dem der Berg die Überlebenden entlässt.

31 · process editorial

Erlösung.

Initiated by

Die göttliche Gnade, die die frommen Bergleute aus ihrem irdischen Leiden befreit und sie nach der Erfüllung ihrer Wünsche sanft im Tod heimsucht.

Direction

Der Heimgang führt die Seele aus dem irdischen, zeitlichen Leben (der Grube, dem Esstisch, dem Ehejahr) hinüber in den ewigen Frieden.

Lever

Der Eintritt des Todes erfolgt genau in dem Moment, in dem das irdische Sehnen gestillt ist (beim Anblick des blauen Himmels, beim letzten Bissen Brot, zum Ablauf des Jahres).

Echo

Das Echo ist das friedliche Sterben der Männer und der gemeinsame Heimgang der dritten Ehefrau mit ihrem Gatten.

32 · process editorial

Gebet.

Initiated by

Die frommen Bergleute. Sie verrichten es jeden Morgen andächtig vor der Arbeit in der Grube und beten unaufhörlich während ihrer langen Verschüttung.

Direction

Das Gebet richtet sich von der Dunkelheit der irdischen Grube empor zur göttlichen Vorsehung und Gnade.

Lever

Als Hebel dient der feste Glaube und die Ergebung der Männer in den göttlichen Willen. Das Andachtsbuch und die Frömmigkeit leiten diesen ständigen Ruf.

Echo

Das Echo ist die Erhaltung des Lichts und des Brotes sowie das gewaltige Aufbrechen des Berges, das Gott als Antwort auf ihre Piety gewährt.

33 · process editorial

Wunsch.

Initiated by

Die drei Bergleute in der Grube. Jeder äußert einen Wunsch, um ein letztes Mal das irdische Glück zu kosten.

Direction

Der geäußerte Wunsch bindet das Gewährte untrennbar an die Erlösung im Tod. Er bewegt den Geist Gottes, die feste Ordnung des Berges aufzuheben.

Lever

Der innige Herzenswunsch der frommen Männer, getrieben von Sehnsucht nach Heimat, Ehefrau und Licht, dient als Auslöser für das Zerspringen des Berges.

Echo

Das Echo ist die Erfüllung jedes Wunsches (Tageslicht sehen, häusliches Mahl essen, ein Jahr leben) und der unmittelbar darauf folgende Tod der Bergleute.

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